Astronomie ohne Teleskop: Vorschau für Juni 2018

In dieser Blogartikelserie gebe ich eine Vorschau von astronomischen Ereignissen und Konstellationen, die ohne Teleskop betrachtet werden können. D.h. es werden nur das bloße Auge oder ein Fernglas benötigt.

Zu beachten:

Die Zeiten werden in mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) angegeben.

Verlinkung innerhalb dieser Serie:

Sonnenaufgang und -untergang, Mondsichtbarkeiten

Die Sonnenaufgangs- und untergangszeiten sind für Berlin:

  • 01.06.18: Aufgang: 04:49, Untergang: 21:19
  • 16.06.18: Aufgang: 04:43, Untergang: 21:31
  • 30.06.18: Aufgang: 04:47, Untergang: 21:32

Die folgende Tabelle der Monddaten wurde mit calsky.com erstellt. Sie gelten für Berlin:

Der Sternenhimmel im Juni 2018

Sternhimmel am 15. Juni 2018, 23 Uhr

Sternhimmel am 15. Juni 2018, 4 Uhr morgens

Die erste Abbildung zeigt den Sternenhimmel am 15. Juni um 23 Uhr. Die zweite Abbildung stellt den Morgen des gleichen Tages um 4 Uhr dar. Hier habe ich den Horizontschein in der Darstellung eingeschaltet, denn die Aufhellung soll uns daran erinnern, dass wir uns dem Hochsommer nähern. Beide Darstellungen sind auf den Standort Berlin ausgerichtet. Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf den Nachthimmel der ersten Abbildung.

Das Frühlingsdreieck (siehe Vorschau vom Februar) besteht aus den auffälligen Sternen Regulus, Spica und Arkturus. Diese Sternkonstellation ist in den westlichen Abschnitt des Nachthimmels gerückt. Das markante Sommerdreieck mit seinen Sternen Deneb, Vega und Altair beginnt sich vom Osten her am nächtlichen Himmel durchzusetzen. Diese Konstellation kann auch bei eingeschränkten Sichtbedingungen und Lichtverschmutzung noch gut erkannt werden. Im Juni erfolgt für das Sommerdreieck gegen 3 Uhr morgens der Meridiandurchgang. Mitte Juli steht es um Mitternacht im Süden und im August dann schon im Meridian. Näheres zu dieser Sternkonstellation habe ich im Vorschauartikel zum Juli 2017 geschrieben.

Neu auftauchende Sternbilder

Das weithin aus der griechischen Mythologie bekannte Sternbild Pegasus taucht nun über dem nordöstlichen Horizont auf und wird nach Mitternacht vollständig sichtbar sein. Weitere hinzukommende Sternbilder sind Die Fische (Pisces), Wassermann (Aquarius) und Das Einhorn (Capricornus).

Der kleine Delphin (Delphinus) beginnt Mitte des Monats am ost-nordöstlichen Himmel langsam seinen Weg am nächtlichen Himmel. Er ist knapp über dem Horizont unter dem Sommerdreieck zu sehen.

Wesentliche am Himmel stehende Sternbilder und Konstellationen

Die Protagonisten der Perseus Saga fangen an sich zu komplettieren. In den letzten Monaten waren nur Kepheus Kassiopeia und mit Ausnahme des Mai der Perseus vollständig sichtbar. Der Perseus wird noch für einige Wochen jeweils ein paar Stunden in der Nacht teilweise unter den Horizont abtauchen. Andromeda jedoch betritt in nordöstlicher Richtung wieder vollständig den Nachthimmel. Auf das Seemonster Cetus (Walfisch) müssen wir uns noch bis September gedulden. Informationen zur Sage habe ich in einer vierteiligen Blogartikelserie aufbereitet.

Weitere sichtbare Sternbilder, über deren mythologischen Hintergrund ich geschrieben habe, sind:

Außerdem stehen die Sternbilder Kleiner Löwe (Leo Minor), Giraffe (Camelopardais), Drache (Draco), Bärenhüter (Bootes) weiterhin gut sichtbar am Nachthimmel. Der Bärenhüter (Bootes) umfasst den sehr markanten Arktur. Dieser ist der hellste Stern am Nordhimmel und der dritthellste Stern insgesamt.

Leider muss man die Lichtverschmutzung in Betracht ziehen, so dass sich einige Sternbilder in der Stadt schlecht auffinden lassen. Das ist z.B. beim Drachen der Fall. Es ist schwierig, dieses Sternbild auf den ersten Blick zu erkennen. Es nimmt zwar einen großen Himmelsbereich ein, wird aber von seinen prominenten Nachbarn wie der Großen Bärin, dem Kleinen Bären und dem Schwan dominiert. Horizontnahe Sternbilder Rabe (Corvus) und Becher (Crater) gehen bei Lichtverschmutzung in Ortschaften so gut wie komplett unter.

Der Skorpion (Scorpion) kann in unseren Breiten nie vollständig über dem Horizont beobachtet werden. Die Monate Juni & Juli bieten die beste Sichtbarkeit für dieses Sternbild, insbesondere für den sehr hellen Stern Antares.

Sich verabschiedende Sternbilder

Das weitläufige Sternbild Hydra wird für unsere Breitengrade im Juni wieder unbeobachtbar. Auch der Krebs (Cancer)wird untertauchen. Das Sternbild Löwe (Leo) verlässt nach Mitternacht die Himmelsbühne und verabschiedet sich somit für die kommenden Monate.

Der Fuhrmann taucht teilweise unter den Horizont und wird im Juli seinen tiefsten Stand am Nachthimmel erreichen. Teile des Sternbilds der Zwillinge (Gemini) verabschieden sich zum Monatsende vom nächtlichen Himmel. Die sowieso schon niedrig stehende Wasserschlange (Hydra) begibt sich unter den Horizont.

Asterismen

In der Abbildung des Sternhimmels oben habe ich neben dem Frühlingsdreieck weitere Asterismen in Gelb eingezeichnet. Als Asterismen werden diejenigen Sternkonstellationen bezeichnet, denen ein Bild oder eine Bedeutung zugeordnet wurde, welche aber nicht offiziell von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) definiert wurden. Näheres dazu ist in meinem Blogartikel „Von Sternbildern, Tierkreiszeichen und Asterismen“ beschrieben:

  • Der Große Wagen dürfte der bekannteste Asterismus sein. Er ist der Kernbestandteil vom Sternbild Der Große Bär / Die große Bärin Ein mehr im englischen Sprachraum bekannter Asterismus ist der Schöpflöffel (Big Dipper). Dieser entspricht fast dem Großen Wagen, wenn man von der oberen Verbindungslinie des Kastens absieht. Auch in China ist diese Sternkonstellation als „Nördlicher Schöpflöffel“ bekannt.
  • Der Kleine Wagen (Little Dipper) ist die kleinere Version des Schöpflöffels bzw. Großen Wagens.
  • Das offizielle Sternbild Kassiopeia kann zu Kassiopeias Stuhl vervollständigt werden. Das passt  zum mythologischen Hintergrund dieser Figur. Denn Poseidon bestrafte die Eitelkeit der Kassiopeia, nachdem Perseus ihm die ursprüngliche Strafe vereitelt hatte, die Tochter Andromeda vom Meerungeheuer fressen zu lassen.  Kassiopeia muss im Himmel kopfüber auf ihrem Stuhl / Thron sitzen, was im Altertum als generell als Gottestrafe angesehen wurde.
  • Das Kreuz des Nordens: es bildet wesentliche Teile des Sternbilds Schwan ab. Und im Gegensatz zum berühmten Kreuz des Südens ist es groß und sehr gut zu erkennen. Der sehr auffällige Stern Deneb steht am Kopfende des Kreuzes und Sternbilds. Die Längsachse stellt den langen Hals und den Rücken des Schwans dar. Die Flügel sind der Querbalken.
  • Job’s Coffin: Obwohl weithin bekannt, ist die Namensherkunft dieses Asterismus ungeklärt. Eine Möglichkeit wäre der Bezug zum alten Testament und dem Propheten Jona bzw. Jonas. Dieser flieht vor der Berufung durch Gott, wobei er auf der Flucht per Schiff bei einem von Gott verursachten Sturm in das Meer springen muss. Dort wird er von einem großen Fisch verschluckt. Nach drei Tagen und Nächten des Betens wird Jona wieder ausgespuckt. Dieser Zusammenhang zum Asterismus ist aber nicht belegt. Der Begriff Coffein (Sarg) kommt wahrscheinlich von der rautenförmigen Anordnung der Sterne.
  • Im Sternbild Herkules findet sich der Asterismus Schmetterling (Butterfly).
  • Das Sternbild Bootes sieht aus wie ein großer Papierdrachen (Kite), den Kinder bei Wind steigen lassen.
  • Das Sternbild Jungfrau beinhaltet den Diamanten.
  • Der Kopf und Hals des Sternbild „Löwe“ wird auch Sichel angesehen.

Der folgende Film zeigt die Sternbilder am 1. Juni, den Verlauf des Sternhimmels über den Monatszeitraum und welche Sternbilder neu hinzukommen bzw. sich vom Nachthimmel verabschieden:

Die Planeten

Die Positionen der Planeten im Sonnensystem am 01.06.18

Die Positionen der inneren Planeten am 01.06.18

Die Positionen der äußeren Planeten am 01.06.18

Planeten am Morgen

Mars

Gegen Ende des Monats schafft es der Mars endlich, vor Mitternacht aufzugehen. Seine Helligkeit nimmt weiter zu von -1,2 mag auf -2,1 mag. Die Auf- und Untergangszeiten des Mars für Berlin sind:

  • 01.05.18: Aufgang: 02:18, Untergang: 10:04
  • 11.05.18: Aufgang: 01:55, Untergang: 09:47
  • 31.05.18: Aufgang: 01:04, Untergang: 09:03
Planeten am Abend

Merkur

Der Merkur kann ab der zweiten Monatshälfte nach dem Sonnenuntergang gesehen werden. Die besten Beobachtungsbedingungen werden in der Zeit vom 27. Juni bis 13. Juli sein. Seine Auf- und Untergangszeiten für Berlin sind:

  • 01.06.18: Aufgang: 04:34, Untergang: 20:45
  • 16.06.18: Aufgang: 05:23, Untergang: 22:35
  • 30.06.18: Aufgang: 06:43, Untergang: 22:53

Venus

Die Venus ist noch von Sonnenuntergang bis Mitternacht gut zu sehen. Der Planet beherrscht derzeit noch den Abendhimmel und wird daher aktuell auch Abendstern genannt. Nachts macht Ihr allerdings der Jupiter Konkurrenz. Die Auf- und Untergangszeiten der Venus für Berlin sind:

  • 01.06.18: Aufgang: 07:02, Untergang: 00:04
  • 16.06.18: Aufgang: 07:41, Untergang: 23:56
  • 30.06.18: Aufgang: 08:22, Untergang: 23:35

Jupiter

Der Jupiter ist jetzt nur noch in den Abend- und ersten Nachtstunden gut zu beobachten. Er geht jetzt immer früher unter. Die Auf- und Untergangszeiten des Jupiter für Berlin sind:

  • 01.06.18: Aufgang: 18:37, Untergang: 03:58
  • 11.06.18: Aufgang: 17:52, Untergang: 03:16
  • 30.06.18: Aufgang: 16:32, Untergang: 01:58

Saturn

Der Saturn steht am 27. Juni in Opposition und ist daher die gesamte Nacht, so kurz sie im Juni auch ist, zu beobachten. Seine Auf- und Untergangszeiten für Berlin sind:

  • 01.06.18: Aufgang: 23:05, Untergang: 06:51
  • 11.06.18: Aufgang: 22:23, Untergang: 06:13
  • 30.06.18: Aufgang: 21:03, Untergang: 04:52

Spezielle Ereignisse

01.06.18 – Mond nahe Saturn

Dies ist die erste von zwei engen Begegnungen zwischen Mond und Saturn in diesem Monat. Beide Objekte können gemeinsam im Fernglas gesehen werden. In nachfolgenden Bild ist beispielhaft das Sichtfeld eines Sucherteleskops mit 9-facher Vergrößerung und 50mm Objektivdurchmesser eingeblendet:

Mond bei Saturn am 01.06.18, 0:30 Uhr

Mond und Saturn stehen recht tief über dem Horizont über dem Sternbild Schützen. Dieses Sternbild taucht frühen Morgen über dem Horizont auf und wird ab Juli dann auch größtenteils sichtbar werden. In Deutschland bleibt der südlichste Teil des Sternbild aber unseren Blicken verborgen. Unter Kennern ist der sichtbare Teil des Schützen auch als Teekessel (Teapot) bekannt. Warum das so ist, schaut man sich am besten in der obigen Illustration an.

02.06.18 & 03.06.18 am Morgenhimmel – Mond beim Mars

Am 2. und 3. Juni zieht der Mond am Mars vorbei. Hier ist der Abstand allerdings erheblich größer als bei Mond und Saturn. Die Begegnung findet ebenfalls tief stehend über dem Horizont statt:

Mond beim Mars am 02.06.18

Mond beim Mars am 03.06.18

Mond beim Mars am 03.06.18

10.06.18, ca. 04:30 Uhr – Letzte Morgensichtbarkeit der abnehmenden Mondsichel

An diesem Morgen ist die schmale Mondsichel das letzte Mal vor dem Neumond knapp über dem östlichen Horizont sichtbar. Dafür muss aber ein kurzer Zeitraum kurz vor Sonnenaufgang abgepasst werden:

Mondsichel am 10.06.18 morgens

13.06.18, 21:43 Uhr – Neumond

Am 13. Juni um 21:43 Uhr tritt der Neumond ein. Die Sonnen- und Mondstellung ist wie folgt:

Neumond am 13.06.18

15.06.18, ab 22:30 Uhr – Erste Abendsichtbarkeit der Mondsichel nach dem Neumond bei der Venus

Am Abend des 15. Juni besteht die Möglichkeit, zum ersten Mal die Mondsichel nach dem Neumond zu erblicken. Die Sichel, sichtbar in Richtung WNW kurz über dem Horizont, ist allerdings noch extrem schmal. Der Mond hat heute aber genügend Abstand zur Sonne, welche gegen 22:30 Uhr tief genug unter dem Horizont steht. Die Venus ist übrigens auch nicht weit entfernt:

Mondsichel bei Venus am 15.06.18

16.06.18, nach Sonnenuntergang – Schmale Mondsichel bei der Venus und M44

Nach dem 15.06. ist auch noch heute die schmale Mondsichel bei der Venus zu bewundern. Der Mond steht direkt beim Sternbild Krebs ganz in der Nähe unter dem bekannten Sternhaufen M44 (Krippe oder Beehive). Mit einen Fernglas können Mond und Sternhaufen gemeinsam betrachtet werden. Dies ist in der folgenden Abbildung durch einen Umkreis für ein Sucherfernrohr mit 9-facher Vergrößerung und 50mm Objektivdurchmesser dargestellt:

21.06.18, 12:07 Uhr – astronomischer Sonnenanfang, Sommersonnenwende

Die Sommersonnenwende findet prinzipiell an dem 20., 21. oder 22. Juni (nördliche Hemisphäre) statt. Die Sonne erreicht dann ihren mittäglichen Höchststand über dem Horizont. Wir haben den längsten Tag des Jahres. Das ist aber nicht gleichbedeutend damit, dass heute auch der früheste Sonnenauf- und späteste Sonnenuntergang stattfindet. Warum das so ist, wird u.a. hier erklärt.

Die Sommersonnenwende markiert den astronomischen Sommeranfang. Der Sommeranfang fällt also nicht auf den 1. Juni. Auf diesen Tag wurde der meteorologische Sommeranfang gelegt. Dieser hat aber keinen Bezug zur Erdbewegung um die Sonne und deren Einfluss auf die Jahreszeiten. Er ist wahrscheinlich nur aus Bequemlichkeit dorthin gelegt worden. Mit dem Ersten eines Monats rechnet es sich wohl besser!?

Nach der Sommersondenwende werden die Tage wieder kürzer. Dies geschieht in den ersten darauf folgenden Wochen eher unmerklich. In den Tagen vor und nach diesem Termin scheinen sich die Aufgangszeiten der Sonne praktisch gar nicht zu verändern. Man spricht daher auch vom Solstitium für die Sonnenwende. Dieses Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Stillstand der Sonne“.

Und es gibt auf dem Breitengrad von Berlin und weiter nördlich keine richtig dunkle Nacht mehr, da die Sonne nicht tief genug unter den Horizont kommt. Die sogenannte astronomische Dämmerung dauert die gesamte Nacht. Man unterscheidet hierbei zwischen den folgenden Dämmerungserscheinungen:

  • Bürgerliche Dämmerung: sie beginnt morgens und endet abends, wenn die Sonne 6° unter dem Horizont steht. Vorgänge in Freien sind dann ohne künstliche Beleuchtung nicht mehr genau zu verfolgen. Die hellsten Sterne können mit bloßen Auge gesehen werden.
  • Nautische Dämmerung: hier steht die Sonne zwischen 6° und 12° unter dem Horizont.
  • Astronomische Dämmerung: dies ist die Zeit, in der die Sonne zwischen 12° und 18°unter dem Horizont steht.

21.06.18 – Sonne tritt in das Sternbild Zwillinge ein

Am 21.06.18 tritt die Sonne in den Himmelsbereich ein, der von der Internationalen Astronomischen Union als zum Sternbild Zwillinge zugehörig definiert wurde.

Eintritt der Sonne in das Sternbild Zwillinge

Der Begriff Sternbild ist hier bitte nicht mit dem Begriff Sternzeichen / Tierkreiszeichen zu verwechseln. Sternbild ist ein astronomischer Begriff, der sich auf tatsächlich beobachtbare Phänomene am Himmel bzw. im Weltraum bezieht. Sternzeichen / Tierkreiszeichen sind esoterische Begriffe. Näheres zur Unterscheidung dieser Begriffe ist in meinem Blogartikel „Von Sternbildern, Tierkreiszeichen und Asterismen“.

23.06.18, Abendhimmel – Mond nahe Jupiter

Einen schönen Anblick am nächtlichen Himmel geben heute der Mond, der Jupiter und der Stern Alpha Librae (Zubenelgenubi) im Sternbild Waage ab. Mit einem nicht zu stark vergrößerndem Fernglas lassen sich die drei sogar gemeinsam betrachten. Dies wird in der folgenden Illustration mit einem Umkreis für ein Sucherfernrohr mit 9-facher Vergrößerung bei 50 mm Objektivdurchmesser dargestellt:

Mond nahe bei Jupiter und Alpha Librae am 23.06.18

Alpha Librae ist ein Doppelstern mit relativ großem Abstand beider Komponenten zueinander. Schon im Fernglas muss Alpha Librae deutlich als Doppelstern zu erkennen sein:

Alpha Librae als Doppelstern beim Jupiter und Mond

23.06.18, ca. 20:00 bis 24.06.18 ca. 03:00 Uhr – Goldener Henkel

Am selben Abend, an dem der Mond eng beim Jupiter steht, gibt es noch den Goldenen Henkel zu beobachten. Bei diesem Ereignis sind die Juraberge bereits beleuchtet, während Sinus Iridum noch im Schatten liegt. Somit ergibt sich mit den beleuchteten Bergen der Eindruck eines Henkels von einer Tasse.

27.06.18 – Saturn in Opposition

Am 27. Mai steht der Saturn am Himmel gegenüber der Sonne. Das bedeutet von „oben“ auf das Sonnensystem gesehen, dass die Erde genau zwischen der Verbindungslinie Sonne zu Saturn steht. Der Planet ist damit in der gesamten Nacht zu sehen.

Die Nacht vom 27.06.18 zum 28.06.18 – Saturn nahe dem (fast) Vollmond

Der 27. und 28. Juni stehen ganz im Zeichen des Saturn, seiner Oppositionsstellung und seiner Nähe zum Vollmond. Es ist die zweite Gelegenheit in diesem Monat, beide Himmelsgestirne ganz nahe beieinander zu sehen, sogar in einem Fernglas, hier dargestellt bei 9-facher Vergrößerung mit 50 mm Objektivdurchmesser:

28.06.18, 06:53 – Vollmond

Der Vollmond tritt am 28. Juni um 06:53 Uhr ein:

Vollmond am 28.06.18

Vollmond am 28.06.18

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