19.12.20: Jupiter und Saturn kurz vor der Großen Konjunktion und ein Mondmosaik

Am 21.12. dieses Jahres findet die Große Konjunktion statt, die enge Begegnung von Jupiter und Saturn. Die Astrozwerge haben hierzu einen längeren Artikel verfasst. Die nächste nahe Begegnung lässt sich übrigens 20 Jahre Zeit.

Dieses Ereignis ist leider nur recht kurz nach dem Sonnenuntergang zu sehen. Beide Planeten stehen da schon recht tief am Horizont. Heute Abend bot sich aufgrund klaren Himmels dann glücklicherweise die Möglichkeit, sich die beiden Planeten durch das Teleskop anzuschauen. Sie stehen so eng beieinander, dass sie bei nicht allzu hoher Vergrößerung gemeinsam im Okular erfasst werden können. Und die Mondsichel gab sich in der ersten Nachthälfte auch die Ehre.

Teleskop in Parkposition
Teleskop in Parkposition
Teleskop mit Smartphone Live-Übertragung von Jupiter und Saturn
Teleskop mit Smartphone Live-Übertragung von Jupiter und Saturn
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NASA JPL Mondphasen Kalender

Ich hatte in meinem Blogartikel „Meine Liste an digitalen und analogen Basteleien für Astronomie und Raumfahrt“ angekündigt, in der Herbstzeit basteltechnisch aktiv zu werden. Nach Mars Rover Perseverance, Lego Raumschiff Adler von Mondbasis Alpha Eins und Lego Comet von Captain Future“ stand jetzt noch eine weitere Bastelarbeit für mich an, der Moon Phases Calendar and Calculator vom NASA Jet Propulsion Laboritory (JPL), siehe diese Webseite. Ich bin vor zwei Jahren auf diese Bastelvorlage gestoßen und war begeistert 😀. Der Nachteil von dieser Vorlage ist, dass die Daten sich auf die Pazifische Zeitzone beziehen. Somit kann es sein, dass das angegebene Datum für uns in Deutschland um einen Tag abweicht.

Aus diesem Grund schnappte ich mir damals mein Diagrammprogramm OmniGraffle, habe die Vorlage dort eingelesen und die Datumsangaben für MEZ angepasst.

Nun ist die Anpassung für 2021 fertig und ein Testausdruck muss jetzt noch überprüft werden:

Die Handhabung des Mondphasenkalenders ist wie folgt:

  1. Zuerst ist das gewünschte Datum auf der Kalenderscheibe (1) auszusuchen.
  2. Dann ist die passende Mondphase bei der Mondphasenscheibe (2) auf das gewünschte Datum zu drehen.
  3. Es werden dann die (z.T. sehr groben) Zeiten für Mondaufgang (3a), höchste Stellung (3b) und Monduntergang (3c) angezeigt. Zu beachten ist, dass hier die mitteleuropäische Zeit (MEZ) verwendet wird.
  4. Auf (4) wird Mondphase vom Weltraum aus angezeigt, wobei der Blick auf den Nordpol der Erde gerichtet ist.
  5. Unter (5) habe ich noch wesentliche Mondereignisse des Jahres 2021 aufgelistet.

So, dann warte ich jetzt mal ab, wann die letzte Legosteinbestellung für mein Sonne-Erde-Mond Tellurium eintrifft.

Ist der Vollmond eigentlich astro-fotogen?

Für Landschaftsfotografen ist der Vollmond ein reizvolles Objekt. Von den (Hobby-) Astronomen hört man allerdings eher schlechtes. Warum? Erstens ist der Vollmond verdammt hell. Somit sind ist die Beobachtung von Deep Sky Objekten um die Vollmondnacht herum schwierig bis unmöglich. Und der Vollmond selber scheint für die Teleskopbeobachtung weniger reizvoll. Die Sonne strahlt fast senkrecht auf die Oberfläche und somit fehlen Schatten- und Lichteffekte, die bei schräg einfallenden Sonnenstrahlen entstehen. Siehe z.B.:

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AllSky Kamera: Mutmaßliche Perseiden Sternschnuppe, Elon Musks Weltraummüll und der Mond im Goldenen Tor der Ekliptik

Die Nächte vom 11. zum 12. und 12. zum 13. August wurden angepriesen als Schwerpunkte für die Beobachtung des Perseiden Meteorstroms. Die Nacht der genannten zweiten Nacht ist meine AllSky Kamera wahrscheinlich fündig geworden:

Sie steht auf unserer Balkonterrasse und zeigt nach Süden. Der Blick von Osten über den Norden zum Westen wird von unserer Wohnung blockiert. D.h. der scheinbare Ursprung des Stroms am Himmel ist für die Kamera nicht sichtbar. Geschwindigkeit und Flugbahn sind aus meiner Sicht aber sehr gute Indizien, dass es sich um einen Perseiden handelt. Ich habe das in meinem Film auch dargestellt. Der Film zeigt dann auch noch einen kleinen Schwarm an Starlink Satelliten von Elon Musk. Und im Morgengrauen, welches durch die lange Belichtungszeit der Kamera sehr hell dargestellt wird, sieht man dann noch den Mond im Goldenen Tor der Ekliptik stehen.

PS: Ja, es sind sehr viele bunte Punkte im Film zu sehen. Das sind die sogenannten Hot Pixels, die die ungekühlte Kamera erzeugt. Bei hohen Temperaturen und langen Belichtungszeiten treten sie extrem stark hervor. Zu Beginn des Einsatzes der Kamera lagen die nächtlichen Temperaturen rund 10-15 Grad niedriger. Dort sind die Hot Pixels nicht so aufgefallen.

Der Mond über dem Bodden von Zingst

Es sollte noch eine kleine abschließende Radtour zur Sonnenuntergang werden. Aber der Mond stahl der Sonne dieses Mal die Show. Da der beste Fotoapparat der ist, den man mit sich führt, versuchte ich mit dem Smartphone, die Szenerie so gut wie möglich einzufangen.

Mond über dem Bodden an der Straminke
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Venus und Vollmond gehen sich aus dem Weg

Die Nacht vom 7. zum 8. April gehörte dem Vollmond. Hier wollte ich den zweiten Versuch eines Mondmosaiks mit meiner neuen Astrokamera und dem Raspberry Pi Equipment am Teleskop unternehmen. Vorab: im Gegensatz zum letzten Mal klappte es. Dieses Mal gelangen mir alle Fotos so, dass sie sich für das Zusammenfügen geeignet überlappten.

Zuerst musste aber die Venus in Visier genommen werden:

Der Planet steht derzeit prominent am westlichen Abend- und Nachthimmel. Sogar schon vor dem Sonnenuntergang kann man dieses helle Objekt am Himmel sehen. Und so nahm ich einige kurze Videos auf, um daraus dann ein finales Bild zu erzeugen. Ein Vergleich mit meiner Astronomie Session vom 14. März zeigt, dass die Sichel der Venus schmaler geworden ist:

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Astronomie am 04.04.20: Missglücktes Mondpanorama mit schicken Bildern

Am Samstag Abend nahm ich wie viele andere Hobbyastronomen den Mond ins Visier. Immerhin ist bald Vollmond. Beobachtungstechnisch ist jetzt noch eine gute Möglichkeit, den Mond mit Terminator, d.h. mit Tag-/Nachtgrenze zu betrachten. Mein Ziel waren Aufnahmen für ein Mondmosaik mit meiner Astrokamera ASI ZWO MC385 zu erstellen. Sie ist relativ neu und beim Mond habe ich sie noch nicht ausprobiert. Bisher habe ich dies immer „nur“ mit meinem iPhone am Teleskop Smartphone-Adapter vorgenommen. Natürlich durfte auch jetzt mein nerdiges Rasperry Pi Equipment am Teleskop 😉.

Schritte der Bilderstellung und -bearbeitung:

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#AstronomietagOnline: Mondsichel, Venus, Plejaden, Hyaden und ISS

Heute ist der bundesweite Astronomietag. Leider fallen alle Veranstaltungen vor Ort wegen Corona / Covid-19 / SARS-CoV-2 aus. Aber viele Astronomievereinigungen, -freunde, Planetarien und Sternwarten bieten online Möglichkeiten, astronomische Themen oder den aktuellen Nachthimmel zu präsentieren. Ich schließe mich mal mit der heutigen markanten Konstellation am abendlichen Himmel an.

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#AlleBeobachtenDieISS, Mondsichel, Venus und Teleskopbeobachtung mit Raspberry PI – Stellarmate am 27.03.20

Nun, die wolkenfreien Tage müssen als Hobbyastronom ausgenutzt werden. In Zeiten von Corona / Covid-19 ist die heimische Beobachtung von der Balkonterrasse aus das Mittel der Wahl, natürlich nicht ohne Arbeitskleidung 😀

Die noch sehr schmale Mondsichel, aber auch die Venus waren schon vor dem offiziellen Sonnenuntergang am westlichen Himmel zu sehen:

Schmale zunehmende Mondsichel
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Venus und schmale Mondsichel im Sonnenuntergang

Nach gefühlt 4 Jahren bedecktem Himmel klart es heute auf. Natürlich am Wochentag und ebenso natürlich genau dann, wenn ich am nächsten Tag dienstlich sehr früh per Bahn zu einer Dienstreise antreten muss. Mit einer Beobachtungsnacht wird es also nichts. Immerhin konnte ich noch den schönen Anblick der noch schmalen Mondsichel kurz nach Neumond einfangen. Den Neumond hatten wir am vergangenen Sonntag, den 23. Februar. Siehe hierzu auch meine astronomische Monatsvorschau.

Mondsichel und Venus im Sonnenuntergang
Mondsichel und Venus
Schmale Sichel mit Erdschein auf der Nachtseite des Mondes

Kamera: Olympus M10, Bilder unbearbeitet.