Mond, Jupiter, Saturn und Startrail in einer Sommernacht

Sommernächte eignen sich für (Hobby-) Astronomen auf unseren Breitengraden nicht so richtig für ausgedehnte Beobachtungskampagnen. Die Nächte sind kurz. Und bei mir in Berlin wird nicht mehr die maximal mögliche Dunkelheit erreicht, es bleibt bei der astronomischen Dämmerung.

Der Mond ist mit seiner noch einigermaßen schmalen Phase nach Neumond am Abend zu sehen. Allerdings steht er in westlicher Richtung und verschwindet dort dann recht schnell hinter unserem Hausdach.

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Mond: Goldener Henkel am 14.05.19

Am Abend des 14. Mai ließ sich der Lichtstrahleffekt Goldener Henkel auf dem Mond beobachten. Bei diesem Ereignis sind die Juraberge bereits beleuchtet, während Sinus Iridum noch im Schatten liegt. Somit ergibt sich mit den beleuchteten Bergen der Eindruck eines Henkels von einer Tasse. Aufgrund der jetzt später einsetzenden Nacht war dieses Ereignis allerdings überwiegend bei Tageslicht und in der Dämmerung zu sehen.

Erste Betrachtung und Livestreaming auf Facebook gegen 19:40 Uhr
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Astronomie auf die Schnelle: aktueller Sonnenfleck

Wir befinden uns derzeit in einem Minimum für Sonnenflecken. Daher werden (Hobby-) Astronomen hektisch, wenn sich dann doch mal ein Fleck zeigt. Ich habe heute die kurze Ruhepause von „Mama“ (es ist ja Muttertag) genutzt, um das Teleskop auf die Terrasse zu stellen. Die Sonne war heute sehr intensiv. Daher war das lokale Seeing durch die Wärmeabstrahlung unseres Hauses und der Nachbarhäuser ungünstig. Von dem fehlenden Temperaturausgleich im Inneren des Teleskops mal abgesehen.

Verwendete Geräte:

  • Teleskop: Celestron NexStar 8 SE
  • Okulare: Baader Hyperion 36mm, 17mm, 5 mm
  • Aufnahmen: Videos mit iPhone XS Max und Apple Kamera App
  • Kein Filter aus die Sonnenschutzfolie. D.h. die Aufnahmen erfolgten im Weißlicht.
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Rauchender Vollmond vor Ostern 2019

Die Nacht vom 18.04.19 zum 19.04.19

Der Vollmond eignet sich ja nicht unbedingt für ausgedehnte Teleskopbeobachtungen. Aber man nimmt ja, was man bekommen kann, wenn der Himmel frei von Wolken ist. Doch zuerst mussten noch einige modetechnischen Dinge geklärt werden 😀

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Beobachtung vom 22.02.19: Grinsekatze und Astronomia Nubibus Interruptibus

Die Wettervorhersage von diversen Apps und Online Sites für den Zeitraum von Freitag bis einschließlich Sonntag waren vielversprechend. Es wurde durchgehend klarer Himmel angekündigt. Und auch beim Teleskopaufbau war die Welt des Hobbyastronomen noch in Ordnung:

Teleskopaufbau unter den Augen des Orion

Teleskopaufbau unter den Augen des Orion

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Mondbeobachtung am 15.02.19: Mondmosaik, Krater Gassendi und von Nazis verseuchte Livestreams

Der erste wolkenlose Nachthimmel zum Start des Wochenende seit langem. Das wir uns kurz vor dem Vollmond befinden, ist eine Deep Sky Beobachtung für mich nicht so ohne weiteres möglich. Unsere Terrasse zeigt Richtung Süden und wird so vom derzeitigen Mond gut ausgeleuchtet .😀

Der Mond zeigte sich schon früh am Nachmittag:

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Kurzberichte aus dem Spätsommer und Herbst (3/3): Goldener Henkel, vom Winde verweht, Flugverkehr und implodierender Mond

Der Grund für die heutige Beobachtung war der Lichtstrahleffekt „Goldener Henkel“ auf dem Mond. Leider hatte ich mit drei Dingen zu kämpfen:

  • miesen Sichtbedingungen mit sehr unruhiger Luft,
  • starkem Wind,
  • reichlichem Flugverkehr und
  • dem frühen Zeitpunkt, an dem der Goldene Henkel am besten zu beobachten war.

Mein Ziel war es, heute Abend ein Mosaikbild des Mondes mit dem Goldenen Henkel zu erstellen. Ich verwende dafür mein 5mm Okular, womit ich eine 406-fache Vergrößerung erreiche. Dies entspricht auch der max. sinnvollen Vergrößerung an meinem Teleskop. Höhere Vergrößerungsraten bringen keinen zusätzlichen Informationsgewinn mehr. Mit dieser Vergrößerung benötigt es rund 45 Einzelbilder, um ein Mosaikbild des gesamten Mondes in dieser Phase (76%) zu erstellen. Ich schieße allerdings keine Fotos, sondern erstelle von jedem der 45 Gebiete ein Video. Dieses bearbeitet ich mit Autostakkert 3, um daraus ein Ergebnisbild berechnen zu lassen – Stichwort „Lucky Imaging“.

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Beobachtungsabend 02.01.19, klassisch mit Zeichnen: Plejaden, Mel 31, (kein) IC405, M47 & NGC 2423, M35 & NGC 2158

Trotz Wolken, Wind und Hagel wurde es eine wolkenlose Nacht für astronomische Beobachtungen. Ich entschloss mich für eine klassische Beobachtung mit Zeichnen. D.h. es wurden nicht viele Objekte. Aber es macht Spaß, die Aufmerksamkeit zu trainieren und das, was man sieht bzw. meint zu sehen, zu Papier zu bringen. OK, in meinem Fall war das Papier ein iPad 😉

Beobachtete Objekte

  • Plejaden (M45)
  • Offener Sternhaufen Melotte 31 (Mel 31)
  • (kein) IC405 (Flaming Star Nebula)
  • Offene Sternhaufen M47 und NGC 2423
  • Offene Sternhaufen M35 und NGC 2158
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Kurzberichte aus dem Spätsommer und Herbst (1/3): Mondmosaik und schwammige Planetenparade am 16.08.18

Mit einiger Verspätung gibt es noch einige kurze Blogartikel zu kleineren astronomischen Beobachtungen, die ich nach dem Sommerurlaub unternommen habe. Den Anfang macht ein Abend aus dem August mit Mondmosaik und die Planetenparade Venus, Jupiter, Saturn und Mars. Die Venus war noch in der Zeit um den Sonnenuntergang und kurz danach zu sehen. Jupiter, Saturn und Mars ergaben ein Trio am späteren Abend. Hier sind ihre Positionen um 21 Uhr:

Planetenparade

Planetenparade

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Telrad Finder Schablone für den Pocket Sky Atlas (Jumbo Edition) von Sky & Teleskope’s

Ich habe schon vor langer Zeit für den Deep Sky Beobachteratlas von Gerhard Stropek eine Telradschablone erstellt. Siehe hierzu meinen Blogartikel. Für die Ausrichtung meines Teleskops nutze ich u.a. einen Telrad Sucher, so dass eine transparente Schablone für diesen Atlas das Aufsuchen erleichtert. Eine etwas detailliertere Beschreibung des Anwendungszwecks findet sich in besagtem Blogartikel.

Da im Pocket Sky Atlas (Jumbo Edition) von Sky & Telescope’s keine Schablone beiliegt, es gibt nur einen Vordruck auf der Innenseite des Buchdeckels, erstellte ich mir selbst dieses Hilfsmittel.

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