Es ist wieder ISS Saison

Nach längerer Abstinenz kann man die ISS wieder von Berlin aus bewundern. Gestern und heute war sie in den frühen Abendstunden zu sehen.

Da ich gestern (09.02.17) allerdings erst spät von der Arbeit kam, stand mir für die Fotografien nur das iPhone zur Verfügung. Neben Einzelaufnahmen wie dieser

iss-iphone-am-09-02-17
ISS – iPhone am 09.02.17

versuchte ich zum Spaß dann auch mal eine Serienaufnahme des iPhones als ISS-Trail Foto darzustellen. Ich kann da nur sagen: da hat bei der Steuerungskontrolle wohl jemand zu tief in die Flasche geschaut 😀:

iss-trail-mit-smartphone
ISS-Trail Foto mit dem iPhone am 09.02.17

Heute war ich hingegen schon zu Hause. Allerdings war es noch recht hell. Die Fotos wurden mit einer Belichtungszeit von 1/8 Sekunde aufgenommen. Die Serienbildfunktion des Fotoapparats ließ als kürzeste Pause zwischen den Serienfotos nur 1 Sekunde zu. Da die ISS sich ziemlich schnell über den Himmel bewegte, kam leider keine durchgängige Strichspur heraus:

iss-trail-10-02-2017
ISS-Trail am 10.02.17 – Venus befindet sich mittig auf der rechten Seite.

Abschließend sei noch ein iPhone-Panoramafoto mit der ISS auf der rechten und der Venus auf der linken Seite:

venus-und-iss-iphone-panoramafoto-10-02-17
Venus und ISS – iPhone Panoramafoto am 10.02.17

Übrigens:

Die Überflugzeiten lassen sich z.B. auf der Webseite Calsky.com anzeigen. Diese sind recht zuverlässig. Das Problem mit zumindest längerfristigen Vorhersagen ist, dass die ISS von Zeit zu Zeit ihre Bahn ändern muss. Ein Grund hierfür ist der sogenannte Weltraumschrott, dem sie dann ausweichen muss. Calsky hat eigentlich oft die genauen Bahndaten für, um kurzfristig die entsprechenden Zeiten darzustellen.

 

Astronomie ohne Teleskop am 02.01.17: Mondsichel zwischen Venus und Mars

Seit dem Silvesterabend lässt sich der Vorbeizug des Mondes an Venus und Mars am früh-abendlichen Himmel beobachten. Dazu muss es nicht einmal dunkel sein. Es fing am 30. Dezember mit einer sehr schmalen Mondsichel nach dem Neumond vor der Venus an. Meine Beobachtung vom 31.12.16 habe ich in diesem Blogartikel dokumentiert.

Heute war wieder ein freier Himmel, den ich ausnutzte. Der Mond nimmt weiter zu und befindet sich jetzt zwischen Venus und Mars:

bildschirmfoto-2017-01-02-um-21-59-23
Konstellation Mond zwischen Venus und Mars

Nachfolgend eines der ersten Fotos gegen 16:50 Uhr

Mond zwischen Venus und Mars über Wolken am 02.01.2017

Vollständigen Artikel lesen

Astronomie ohne Teleskop am 31.12.16: Mondsichel – Venus – Mars im Sonnenuntergang

Der Silvestertag war bis ca. 18 Uhr bei uns in Berlin sehr sonnig und wolkenfrei. Daher habe ich mich nachmittags nochmal auf die Terrasse gestellt, um mir die beim Sonnenuntergang sichtbare Konstellation der schmalen Mondsichel, Venus und Mars anzuschauen:

Warten auf die Mondsichel beim Sonnenuntergang am 31.12.16

– Vollständigen Artikel lesen>

Mondsichel und Venus im Sonnenuntergang – in Begleitung des Mars

Manchmal kann man Astronomie einfach nur so ohne Equipment genießen. So war es am 2. Dezember‘ 16 beim Sonnenuntergang. Die Mondsichel und die Venus waren schon in der Dämmerung prominent am Himmel zu sehen. Allerdings standen sie recht niedrig, so dass  man entweder eine erhöhte Position aufsuchen oder sich außerhalb von Städten aufhalten sollte.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Im Süden tauchte bei stärker werdender Dunkelheit dann auch noch schwach der Mars auf. Aber hier musste ich schon genau hinschauen. Mond und Venus war einfach zu stark präsent, als dass der Mars in Erscheinung trat:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Und wer  den Mars auf dem oberen Foto nicht findet:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Diese Konstellation ist der Beginn des Vorbeizugs des Mondes an den beiden Planeten. Kurz nach dem Neumond bewegt sich der Mond a im Zeitraum vom 03.12. bis 05.12. an Venus und Mars vorbei:

bildschirmfoto-2016-12-03-um-11-00-08
Mond zieht an Venus und Mars vorbei (03.12.16-05.12.16)

 

 

Venus stattet Saturn einen Besuch ab (09.01.16)

Das Jahr 2016 fängt gleich mit einer interessanten Himmelskonstellation an: die Venus zieht „hauteng“ am Saturn vorbei. Dieses Ereignis findet allerdings früh morgens in Horizontnähe statt. Informationen hierzu sehen Sie in meinem YouTube Film:

Zum Schluss noch ein kleiner Exkurs bzgl. der Hilfslinien für das Blickfeld von Okularen. Dies ist eine Funktion in meinem Programm, welche auch in vielen anderen Astronomieprogrammen angeboten wird. Hier muss man die Daten seines Teleskops (Brennweite, Öffnung usw. angeben). Dazu kommen dann die Daten für das Equipment, welches man besitzt. Das sind natürlich die Okulare, aber auch  Barlowlinsen, Reducer usw.

Diese können dann entsprechend ausgewählt werden und das Astronomieprogramm berechnet dann das Gesichtsfeld, d.h. den durch das Okular sichtbaren Himmelsausschnitt. Diese Berechnungen könnte man auch selber durchführen, denn das ganze ist „nur“ angewandte Mathematik. Einen Überblick wichtiger Kenngrößen und Formeln für die Himmelsbeobachtung bietet Stefan Gotthold auf seinem Clear Sky-Blog mit der Serie „Mathematik in der Astronomie„.