Die ISS versucht den Gürtel des Orion zu stehlen

Auch heute ist ein sichtbarer Überflug der Internationalen Raumstation ISS angesagt. Er ist dieses Mal aber kürzer als sonst gewohnt. D.h. die Sonnenreflektion wird nur für den halben Weg vom Westen zum Osten für uns beobachtbar sein. Aber es reichte für den Durchflug durch den Orion.

Aufname mit iPhone 11 Pro Max (3 Sekunden Belichtung in der hohlen Hand):

Und hier noch die Bildsequenz, die von meiner AllSky Kamera aufgenommen wurde:

Die Strichspur der ISS ist dunkler als gewohnt. Sie war dieses auch mit bloßem Auge nicht als ganz so hell sichtbar, wie bei anderen Gelegenheiten. Und ich lasse die Kamera derzeit mit niedrigerem Gain-Wert (50 statt 60) laufen bei gleichzeitiger Erhöhung der Belichtungszeit von 8 auf 10 Sekunden. Da sich die ISS schnell über den Himmel bewegt, ist der Gain Wert für die gute Ablichtung der Raumstation von größerer Bedeutung.

Der Mars steht im Goldenen Tor der Ekliptik

Wenn man das Glück für einen wolkenlosen Himmel hatte, konnte man die Bewegung des Mars zum Goldenen Tor der Ekliptik während der letzten Abende gut beobachten. Siehe hierzu auch meinen Beitrag vom 1. März, sowie meine astronomische Monatsvorschau. Das Goldene Tor der Ekliptik ist der Bereich zwischen den beiden Sternhaufen der Plejaden und Hyaden:

Mit den KI-Algorithmen der heutigen Smartphones ist es kein Problem, solche Konstellationen ohne großen Zeitaufwand festzuhalten:

Hier die Ansicht meiner AllSky Kamera:

Ob die Plejaden und Hyaden den Mars durch das Goldene Tor der Eklipik lassen?

In meiner Monatsvorschau angekündigt, und jetzt dank freiem Himmel auch zu beobachten: der Mars klopft an das Goldene Tor der Ekliptik. Dieses Tor wird von den beiden Sternhaufen Plejaden und Hyaden im Sternbild Stier gebildet. Nachfolgend der Anblick für Morgen. Der Mars steht nahe bei den Plejaden, ist aber noch ein bisschen vom Tor entfernt.

Mars nahe den Plejaden

Mit den aktuellen Smartphones und ihrer KI Software kann man den Marsdurchlauf aus der hohlen Hand heraus dokumentieren. Hier ein Bild, das ich heute Abend geschossen habe. Es ist eine 3-Sekunden-Belichtung, die auch deutlich die Lichtverseuchung Berlins zeigt:

Und hier noch eine Aufnahme mit der Olympus M10 und dem flachen FischEye Objektiv:

In der besagten Monatsvorschau kann die Passage des Mars durch das Goldene Tor der Ekliptik als Animation betrachtet werden. Geht im letzten Kapitel (Spezielle Ereignisse) zur Beschreibung für den 01.03.21. Die Animation wurde mit dem Programm Sky Safari erstellt.

AllSky Kamera: Sternbild zwischen den Wolken und warum bei „im Sternzeichen geboren“ nicht heißt, dass man das gleichnamige Sternbild zu dieser Zeit sieht.

Kürzlich habe ich mich ja beklagt (siehe hier), dass die Beobachtungsmöglichkeiten für (Hobby-) Astronomen in 2021 eher bescheiden waren. Darum verlege ich mich ein bisschen auf die Kleinigkeiten, die einem die AllSky Kamera bietet, wenn die Wolken kleine Lücken haben.

In der Nacht vom 20.01. bis 21.01. riss die Wolkendecke auf und die AllSky Kamera hat sehr schön den Trapezkörper vom Sternbild Löwen eingefangen:

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AllSky Kamera: ISS Pfostenschuss – Goldenes Tor der Ekliptik

Meine durch einen Raspberry Pi gesteuerte AllSky Kamera hat in der Nacht vom 7. zum 8. September (eher am sehr frühen Morgen) den Überflug der ISS festgehalten. Die Raumstation flog dieses Mal prominent durch den Sternhaufen der Plejaden.

Die Plejaden bilden mit dem Sternhaufen der Hyaden das sogenannte Goldene Tor der Ekliptik. Während die Plejaden sogar am lichtverseuchten Himmel Berlin zu sehen sind, kann die Position der Hyaden nur indirekt durch den auffälligen Stern Aldebaran festgestellt werden. Dieser Stern stellt ein Auge im Sternbild Stier dar.

Darstellung aus Starry Night Pro Plus
Darstellung aus Starry Night Pro Plus

Derzeit bewegt sich der Mond in Richtung des Goldenen Tors der Ekliptik und ergibt mit den beiden Sternhaufen ein Dreieck. Der folgende Film ist ein Zusammenschnitt der Zeitrafferaufnahme der AllSky Kamera:

Hier noch zwei Einzelbilder aus der Aufnahmeserie:

ISS knapp rechts von den Plejaden
ISS in den Plejaden

AllSky Kamera: Mutmaßliche Perseiden Sternschnuppe, Elon Musks Weltraummüll und der Mond im Goldenen Tor der Ekliptik

Die Nächte vom 11. zum 12. und 12. zum 13. August wurden angepriesen als Schwerpunkte für die Beobachtung des Perseiden Meteorstroms. Die Nacht der genannten zweiten Nacht ist meine AllSky Kamera wahrscheinlich fündig geworden:

Sie steht auf unserer Balkonterrasse und zeigt nach Süden. Der Blick von Osten über den Norden zum Westen wird von unserer Wohnung blockiert. D.h. der scheinbare Ursprung des Stroms am Himmel ist für die Kamera nicht sichtbar. Geschwindigkeit und Flugbahn sind aus meiner Sicht aber sehr gute Indizien, dass es sich um einen Perseiden handelt. Ich habe das in meinem Film auch dargestellt. Der Film zeigt dann auch noch einen kleinen Schwarm an Starlink Satelliten von Elon Musk. Und im Morgengrauen, welches durch die lange Belichtungszeit der Kamera sehr hell dargestellt wird, sieht man dann noch den Mond im Goldenen Tor der Ekliptik stehen.

PS: Ja, es sind sehr viele bunte Punkte im Film zu sehen. Das sind die sogenannten Hot Pixels, die die ungekühlte Kamera erzeugt. Bei hohen Temperaturen und langen Belichtungszeiten treten sie extrem stark hervor. Zu Beginn des Einsatzes der Kamera lagen die nächtlichen Temperaturen rund 10-15 Grad niedriger. Dort sind die Hot Pixels nicht so aufgefallen.

Komet NEOWISE und wie mir die KI der Smartphonekamera half

Der Komet NEOWISE (C/2020 F3) ist ja derzeit Bestandteil jedes gepflegten Astronomiegesprächs und Twitterbeiträgen 😁. Siehe u.a. folgenden Film Sternstunden – Komet NEOWISE der Stiftung Planetarium Berlin.

Hier sind auch Informationen zum Kometen zu finden:

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AllSky Kamera, die Dritte

Der tägliche, eigentlich der nächtliche Betrieb der AllSky Kamera hat sich jetzt gut eingependelt. Ich scheine für die akt. sommerlichen Lichtverhältnisse während der Nacht eine gute Kombination aus Belichtung (fix) und Gain (max. 80) für die AllSky Kamera gefunden zu haben.‬

Ich setze die ASI ZWO 120 MC-S mit dem beigelegten 150° Objektiv ein. Diese wird bei vielen Selbstbauprojekten für AllSky Einsätze empfohlen. Man muss aber folgende Einschränkungen bei ihr berücksichtigen:

  • Bei Belichtungszeiten von ca. < 500 ms erhält man z.T. „kaputte“ Bilder. Je geringer die Belichtungszeit, je mehr kaputte Bilder werden produziert.. Entweder sehen die Bilder wie in Streifen zerschnitten aus. Oder sie erscheinen, also ob zwei verschiedene Bilder halbiert und zusammengefügt wurden. Das bedeutet, dass keine sinnvollenZeitrafferbilder am Tag mit dieser Kamera erstellt werden können. Meine Recherche zeigte, dass dies ein allgemeines Problem mit dieser Kamera zu sein scheint, zumindest unter Linux und MacOS. Nicht immer bei Windows.
  • Die Hotpixelrate scheint lt. Aussagen in Internetbeiträgen bei dieser Kamera suboptimal zu sein. ich sehe davon (noch) nicht viel davon. Die eingesetzte AllSky Software bietet aber die Möglichkeit von Darks zum Herausrechnen der Hotpixel. Dies hilft natürlich nur, wenn die Hotpixel im wesentlichen an den selben Stellen auftreten.
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AllSky Kamera: zwei ISS-Überflüge und drei Planeten

Ich habe ja schon über meine ersten Gehversuche mit der AllSky Kamera berichtet, welche von einem Raspberry Pi Computer automatisch gesteuert wird. In der Nacht vom Freitag zum Samstag hat sie sogar beide über Berlin sichtbaren Überflüge der Internationalen Raumstation (ISS) eingefangen. Im folgenden Startrailbild, erstellt für den Zeitraum 11.07.20, 00:00 bis 02:50 Uhr, sind sie sichtbar:

Blickwinkel Osten (links), Süden (Mitte), Westen (rechts)
Blickwinkel Osten (links), Süden (Mitte), Westen (rechts)

Der folgende Film zeigt die entsprechenden Ausschnitte der Überflüge aus dem Zeitrafferfilm, der von der AllSky Software auf dem Raspberry zusammengestellt wurde:

Auf dem Startrailbild sind außerdem die drei Planeten Venus, Saturn und Jupiter zu erkennen. Jupiter und Saturn werden bis Ende diesen Jahres sehr eng zusammenrücken. Am 21. Dezember wird es zur sogenannten Großen Konjunktion kommen. Dies aber leider nur knapp vor dem Sonnenaufgang und in sehr niedriger Position sichtbar. Ausführliche Informationen hierzu finden sich auf MobileSternwarte.wien hier und hier.

Venus: wenn der AstroZwerg Interesse am hellen Punkt zeigt

Derzeit lernt unser Junior mehr und mehr Funktionen seines Fotoapparats kennen. Die praktische Anwendung kommt zusammen mit dem Interesse am hellen Punkt im Abendhimmel, die Venus. Er hat jetzt auch zwei Zeitrafferfilme erstellt. Dazu passt, dass die Klasse ihr erstes Referat schreiben sollen. Er hat sich das Thema Wandelsterne aus der Auswahl von zwei Schulstoffplattformen herausgesucht.

Die Zeitrafferfilme habe ich dann ein bisschen ergänzt 😀