ISS-Trails, Startrail und Zeitraffer vom 27.09.18 & 07.10.18

Zur Zeit ist wieder die ISS am abendlichen Himmel zu bewundern. Ich nutzte am 27. September und 7. Oktober den wolkenfreien Himmel, um die Raumstation als Lichtstrich am Himmel zu fotografieren:

ISS Trail vom 27.09.18 (20 Sek. Integrationszeit, ISO 320)

Die ISS Spur vom 7. Oktober ist leider nur schwach zu sehen. Daher müsste das Bild durch anklicken ggf. vergrößert werden:

ISS Trail vom 07.10.18 (15 Sek. Integrationszeit, ISO 500)

Startrail und Zeitraffer vom 27. September

Am 27. September ließ ich die Kamera nachts draußen und ließ sie 950  Bilder im Zeitraum von ca. 21:13 bis morgens ca. 6:30 Uhr erstellen. Herausgekommen sind:

1. Startrail Bild mit nahezu einem Vollmond

Startrail mit nahezu Vollmond (27.09.18 – 28.09.18)

2. Film, in dem sich das Startrail Bild langsam aufbaut

Startrail Film 2018.09.27

3. Zeitrafferfilm zum besagten Zeitraum. Hier ist nach Mitternacht sehr schön das Wintersternbild Orion zu sehen.

Zeitraffer 27.09.18

Astronomie mit dem Fernglas am 19.05.18 & 25.05.18: Mond, Goldener Henkel, Mel 111 und ein bisschen Jupiter

Beobachtung am 19.05.18

An zwei Tagen habe ich die Gelegenheit genutzt, um das Fernglas für schnelle Astrofotos einzusetzen. Mein Fernglas ist auf 10-fache Vergrößerung mit 50mm Objektivdurchmesser ausgelegt. Es befindet sich daher im Grenzbereich zwischen ruhigem und wackeligem Bild, weswegen ich es an meinem Fotostativ befestigte. Das Fernglas verfügt nämlich am vorderen Ende des Mittelsteges über ein Innengewinde. Das ist für den Anschluss an ein Fotostativ gedacht. In dieses Gewinde passt die 1/4″ Schraube vom Stativadapter , den ich mir extra dafür kaufte.

Um das Smartphone am Fernglas zu befestigen, habe ich mir einen speziellen Adapter zugelegt, der auch bei Spektiven und Mikroskopen verwendet werden kann (siehe hier).

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Mars, Saturn, Venus und Jupiter am Nachthimmel vom 30. April bis 06. Mai 2018

Derzeit lassen sich mit bloßem Auge 4 Planeten gut am Himmel beobachten, siehe hierzu auch meine Monatsvorschau für den Mai 2018.:

  • Die Venus zum Sonnenuntergang und die Stunden danach. Ende Mai geht sie gegen Mitternacht unter.
  • Der Jupiter vom frühen Abend fast die gesamte Nacht hindurch.
  • Den Saturn ab Mitternacht bis zum Morgengrauen.
  • Den Mars in der zweiten Nachthälfte bis zum Morgengrauen.

Je nachdem, wann man unterwegs bzw. wach ist, sollte man also seinen Blick zum Himmel wenden. 😀

In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai stand der Jupiter eng beim Mond. Ein Mosaikbild vom Vollmond der vorigen Nacht habe ich in meinem Beobachtungsbericht vom 29.04.18 präsentiert:

Jupiter nahe beim Fast-Vollmond am 30.04.18 gegen 22:30 Uhr

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Meine Mondbeobachtung vom 20.04.18 (Teil 1)

Der Start in das Wochenende wurde als astronomiefreundliche Nacht angekündigt. Daher baute ich schon am frühen Nachmittag mein Teleskop auf. Denn die Mondsichel würde für mich nur bis ca. 21:15 bis 21:30 Uhr sichtbar sein. Ab dann stünde sie zu tief in Richtung West und würde durch die benachbarte Dachkante verdeckt werden.

Der Nachmittag sah auch schon erfreulich aus. Nach dem Aufbau des Teleskops trübte sich aber meine Stimmung, denn es bildeten sich Wolken. Im roten Licht der untergehenden Sonne sahen sie zwar sehr stimmungsvoll aus, würden aber für trüben Blick sorgen:

Teleskop ist auf die schon sichtbare Mondsichel ausgerichtet.

 

Störende Wolken ziehen auf.

Zum Zeitpunkt kurz nach dem Sonnenuntergang gegen 20:15 waren vernünftige Fotos vom Mond möglich, ohne dass der aufgehellte Himmel zu sehr störte. Im folgenden Bild sieht man noch das Streulicht in der Atmosphäre. Das Licht des Monds nimmt hier auch noch die rötliche Färbung während des Sonnenuntergangs an:

Mondsichel vom 20.04.18, 20:15 Uhr: Endergebnis der Bearbeitung

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Die schmale Mondsichel am Abendhimmel drei Tage nach dem Neumond

Drei Tage nach Neumond (16. April, 3:57 morgens) ist die schmale Mondsichel schon gut sichtbar im Abendrot zum Sonnenuntergang zu sehen. Wer vorgestern wolkentechnisch Glück hatte, konnte die erste Abendsichtbarkeit des Monds zumindest mit dem Fernglas beobachten. Nun ist der Mond gut sichtbar:

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Leider sorgten die Wolken dafür, dass die Venus nicht zu sehen war. Sie steht derzeit noch in der Nähe der Sonne und ist daher nur am frühen Abend sichtbar:

Mond und Venus im Sternbild Stier

Sie schickt sich an in den kommenden zwei Wochen das Goldene Tor der Ekliptik zu durchqueren. So wird der Bereich zwischen den beiden Sternhaufen Hyaden (Hyades) und Plejaden (Pleiades) genannt. Allerdings dürfte das nicht so gut zu beobachten sein, da die Sonne immer später untergeht. Diese Konstellation steht bei Dunkelheit dann sehr nach am Horizont:

 

Ein bisschen Astronomie ohne Teleskop im März und Anfang April 2018 mit dem Mond, Venus und Jupiter

Die praktische Astronomie kam bei mir im März leider wieder zu kurz. Die wenigen klaren Momente, die mir verblieben (Himmel, nicht bei mir), habe ich dann eher spontan mit teleskoplosen Mitteln verbracht. Der März war gekennzeichnet vom zweiten „Blue Moon“ im Jahr, was recht selten vorkommt. Es handelt sich dabei eigentlich nur um den zweiten Vollmond innerhalb eines Kalendermonats. Am Morgen des 2. März erwischte ich den ersten Vollmond „blutrot“ kurz vor dem Untergang. Dies allerdings nur mit dem iPhone in digitaler Vergrößerung:

1. Vollmond im März 2018 kurz vor dem Untergang am 02.04.18

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Der Goldene Henkel vom Mond am 25.02.18 – Wettlauf mit den Wolken

Nach Monaten der Abstinenz hauptsächlich durch extrem schlechte Wetterlagen zeigte sich heute schon die zweite Möglichkeit einer astronomischen Betrachtung nach der Aldebaranbedeckung vom vergangenen Freitag. Der ganze Tag zeigte sich arm an Wolken. Und zum Beginn des Sonnenuntergangs erstrahlte der Mond an wolkenlosem Himmel. Also beste Voraussetzungen für die Betrachtung des Goldenen Henkels auf dem Mond. Was diesen Phänomen ist, wird z.B. hier, hier und hier erklärt.

Doch schon beim Aufbau auf der Terrasse folgt die Ernüchterung: eine Wolkenbank, die mit größerer Geschwindigkeit Richtung Mond zieht. Also beginnt ein Wettlauf gegen das Wetter. Für das Teleskop ist es zu spät, so dass Plan B genügen muss. Fernglas,  sowie Stativ- als auch Smartphone Adapter für Ferngläser wurden schnell zusammengebaut und ausgerichtet:

Fernglas mit Smartphone

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Wenn der Astrozwerg „Der Mond ist da“ ruft …

… dann muss man ganz schnell mit Fotoapparat und Stativ auf die Balkonterrasse, um die Wolkenlücke auszunutzen. Nach dem Neumond am 19.10. zeigt sich der Mond derzeit kurz nach Sonnenuntergang mit einer schmalen Sichel. Heute sind ca. 13% der uns zugewandten Mondseite beleuchtet, bei einem Mondalter von ca. 3,9 Tagen.

Es blieb allerdings nur wenig Zeit für die Aufnahmen, da die Wolkendecke nur wenige Lücken aufwies:

Die Mondsichel am 23.10.17, 19:33 Uhr

Die Mondsichel am 23.10.17, 19:33 Uhr, beim Kirchtturm

Nach noch nicht einmal zwei Minuten verzog sich der Mond dann wieder hinter den Wolken:

Die Mondsichel am 23.10.17, 19:33 Uhr, wird wieder von Wolken verdeckt.

Was bleibt ist die Freude des Juniors, da ich auf seinen Zuruf hin wie verrückt zu den Schuhen, dem Stativ und Fotoapparat gejagt bin und immerhin noch ein paar Fotos schießen konnte. 😀

ISS Überflug am 30.09.17 und Zeitraffer vom Tag

Da sich morgens schon schönes Wetter ansagte, entschloss ich mich kurzfristig, von unserer Terrasse aus Zeitrafferbilder den ganzen Samstag über bis in die Nacht zu schießen. Daraus sollten dann schöne Filme entstehen. Und da die Zeit ab 18 Uhr sowieso für Überstunden im Home Office verplant war, konnte ich die Kamera auch abends ruhigen Gewissens so lange draußen stehen lassen, bis das angesagte Schlechtwetter eintrifft. Gegen 0:30 Uhr holte ich die Kamera dann vorsichtshalber zurück in die Wohnung. Der Himmel hatte sich schon bedrohlich zugezogen.

Während die Kamera abends schön vor sich hinfotografierte, poppte am Smartphone plötzlich ein Alarm vom Astronomieprogramm Sky Safari auf: die ISS wird in 5 Minuten am Himmel zu sehen sein. Ich ging schnell auf die Terrasse, um die Time Lapse Aufnahmen des Fotoapparats zu unterbrechen und den Live Composite Modus für die ISS-Trail Aufnahme einzustellen. Die ISS flog dann schön vom Südwesten über den Mond hinweg Richtung Osten:

ISS Trail vom 29..09.17, ab 19:26 Uhr

Danach setzte ich die Zeitrafferaufnahmen fort. Daraus ist folgender Film entstanden:

(Fast) Vollmond beim Jupiter im Sternbild Jungfrau am 10.04.17

Auch ohne Teleskop kann man Himmelsphänomene genießen. Dieses Mal sind es der Mond beim Jupiter im Sternbild Jungfrau am 10. April. Trotz hellem Licht aufgrund des (fast) Vollmondes konnte man nahe am Mond zwei Lichtpunkte erkennen. Der Jupiter stand sehr nahe beim Mond, während der Stern Spica des Sternbilds Jungfrau südlich vom Mond etwas weiter weg stand:

Mond beim Jupiter im Sternbild Jungfrau

Panoramabild: Mond bei Jupiter am 10.04.17

Wer Spica nicht findet, schaut sich bitte das nächste Bild an. Dort habe ich diesen Stern bezeichnet, ebenso den Arkturus aus dem Sternbild des Bärenhüters. Das Sternbild Jungfrau habe ich mit Hilfslinien nachempfunden. Diese Sterne sind allerdings nur schwach zu erkennen:

Mond beim Jupiter im Sternbild Jungfrau

Mond beim Jupiter im Sternbild Jungfrau

Das folgende Bild ist länger belichtet, so dass die Sterne besser zu sehen sind:

Mond beim Jupiter mit Stern Spica

Mond beim Jupiter mit Stern Spica

Als Abschluss zeige ich noch ein Bild bei größerem Zoom, in dem der Mond nicht überbelichtet ist. Der Jupiter ist dort allerdings nur schwach sichtbar:

Mond bei Jupiter

Mond bei Jupiter

Fotoapparat:

  • Olympus M10
  • 14-42 mm Pancake Objektiv (Einstellung 14 mm)
  • 40-150 mm Objektiv (Einstellung mit 150 mm)
  • Fischeye: Olympus Body Cap Objektiv 9mm 1:8.0 fisheye schwarz