Beobachtungsabend 26.08.16: Dreierkonstellation Saturn, Mars, Antares, M39, NGC 6826 und einfach nur schauen

Beobachtungsabend Teil 1: Saturn, Mars und Antares

Wie schon zwei Nächte davor herrschte in Richtung Süden – der Beobachtungsbereich von unserer Terrasse aus – ein wolkenloser Himmel. Am Nordhimmel aber zogen leichte Wolken auf. Das Radarbild bei der App Weather Pro zeigt für Berlin / Brandenburg / Deutschland keine Wolken. Daher war ich beruhigt. Das Teleskop und der Fotoapparat waren aufgebaut:

Teleskop und Fotoapparat in Wartestellung
Teleskop und Fotoapparat in Wartestellung

 

Gegen 20:39 konnte ich dann den Stern Wega vom Sternbild Leier in Zenitnähe erkennen. Außerdem war die Konstellation Saturn, Mars und Antares schön sichtbar. Siehe hierzu auch meinen Blogartikel (2. Teil) zur Wanderung des Mars zwischen Saturn und Antares hindurch. Am Abend des 26.08.16 habe ich folgendes Foto erstellt:

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Saturn, Mars und Antares am 26.08.16

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Mars wandert zwischen Saturn und Antares hindurch und Versuche, Startrailbilder zu erstellen

Die vergangenen hochsommerlichen Tage und Nächte ab dem 24. August waren durchgehend wolkenfrei. Das nutzte ich, um mich in der Erstellung von Startrailbildern zu üben. Außerdem gab es mit bloßem Auge eine interessante Planetenkonstellation am abendlichen Himmel zu sehen.

Erstellung von Sterntrail Bildern

Bisher hatte ich Star- und ISS-Trailbilder mit dem speziellen Live Composite Modus meiner Olympus M10 erstellt. Dies hat den Vorteil, dass das Bild sofort ohne Nachbearbeitung verfügbar ist. Außerdem kann man schon während der Aufnahmezeit die Entwicklung des Bildes in Echtzeit verfolgen. Diese Vorgehensweise hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: das Bild ist versaut, wenn unverhofft eine unerwartete Lichtquelle in das Bild gerät. Außerdem ist man gezwungen, noch in dunkler Nacht weit vor dem Sonnenaufgang den Wecker zu stellen. Denn ansonsten wird die Dämmerung oder das Morgenlicht mit in das Ergebnisbild integriert. Die Chance einer nachträglichen Bearbeitung bzw. Deaktivierung unerwünschter Bilder gibt es nicht.

Daher ist es bei unbegleiteten Startrail Aufnahmen am besten, Einzelaufnahmen zu erstellen und diese mit einem entsprechenden Programm zu einem Startrailfoto zusammen zu setzen. Ich nutzte das Programm „Startrails“ von Achim Schaller, welches für Windows zur Verfügung steht. Dieses bietet auch die Möglichkeit, durch den Algorithmus Lighten-Screen-Blend Lücken zwischen den Sternpunkten aufzufüllen. Außerdem kann es Videos erstellen, in denen der Aufbau des Startrailfotos quasi nachverfolgt werden kann. Diese letzte Funktion scheiterte bei mir leider immer wieder mit der Fehlermeldung, dass der Arbeitsspeicher nicht ausreicht. Nun, 16 GB allein für die Windowszuordnung sollten reichen, insbesondere wenn ich das kleinste angebotene Bildformat mit 15 Bildern pro Sekunde auswähle. Wie dem auch sein, ich habe mir dann mit dem Programm „Star Trails“ (5,99 EUR) für Mac OS X von Jose Luis Cambero ausgeholfen.

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Venus stattet Saturn einen Besuch ab (09.01.16)

Das Jahr 2016 fängt gleich mit einer interessanten Himmelskonstellation an: die Venus zieht „hauteng“ am Saturn vorbei. Dieses Ereignis findet allerdings früh morgens in Horizontnähe statt. Informationen hierzu sehen Sie in meinem YouTube Film:

Zum Schluss noch ein kleiner Exkurs bzgl. der Hilfslinien für das Blickfeld von Okularen. Dies ist eine Funktion in meinem Programm, welche auch in vielen anderen Astronomieprogrammen angeboten wird. Hier muss man die Daten seines Teleskops (Brennweite, Öffnung usw. angeben). Dazu kommen dann die Daten für das Equipment, welches man besitzt. Das sind natürlich die Okulare, aber auch  Barlowlinsen, Reducer usw.

Diese können dann entsprechend ausgewählt werden und das Astronomieprogramm berechnet dann das Gesichtsfeld, d.h. den durch das Okular sichtbaren Himmelsausschnitt. Diese Berechnungen könnte man auch selber durchführen, denn das ganze ist „nur“ angewandte Mathematik. Einen Überblick wichtiger Kenngrößen und Formeln für die Himmelsbeobachtung bietet Stefan Gotthold auf seinem Clear Sky-Blog mit der Serie „Mathematik in der Astronomie„.

Neue Kamera, Saturn verfolgt Mond und Star Trail

Der Urlaub ist vorbei, die Nächte werden wieder Länger: es ist also Zeit, sich mal wieder um die Himmelsbeobachtung zu kümmern.

Seit Kurzem haben wir eine neue Kamera, die ein aus meiner Sicht cooles Feature hat. Sie ist in der Lage, Star Trail Fotos und vergleichbare Aufnahmen mittels des Modus „Live Composite“ zu erstellen. D.h. man braucht nicht mehr Einzelbilder aus der Kamera zu exportieren und sie mit Hilfe eines Programms entsprechend zusammenfügen zu lassen. Das Resultat wird von der Kamera direkt geliefert.

Das Prinzip ist wie folgt:

  • Zuerst ist natürlich der entsprechende Aufnahmemodus einzustellen.
  • Danach gibt man die Belichtungszeit der Einzelfotos an.
  • Zusätzlich kann man ISO und Blende einstellen.
  • Mit dem ersten Auslösen wird vorbereitend ein Darkframe erzeugt.
  • Mit dem zweiten Auslösen erfolgt dann die Aufnahme. Im Display sieht man dann alle x Sekunden (x = Belichtungszeit des Einzelfotos) das bisher addierte Bild. Das Besondere hier ist, dass die Kamera mit jedem Folgebild prüft, was zu bisherigen „Summenbild“ an Helligkeit dazugekommen ist. Und nur diese Bestandteile fließen in das „Summenbild“. D.h. Lichthalos von z.B. der Stadt in Horizontnähe führen nicht zur Überbelichtung.
  • Im Display sieht man die Anzahl der bisher aufgenommenen Bilder und die Gesamtbelichtungszeit.
  • Mit dem erneuten Auslösen wird die Aufnahme beendet. Es dauert dann ein bisschen, bis die Kamera das resultierende Bild erstellt hat.

Damit habe ich z.B. mein Headerbild beim Twitter Account erstellt.

Derzeit nähert sich der Mond wieder dem Saturn. Da habe ich die Gelegenheit ergriffen, die Kamera entsprechend auszuprobieren. Zuerst folgen ein paar Fotos am frühen Abend vor dem Sonnenuntergang. Diese sind freihändig geschossen worden (40mm Objektiv):

Gegen 21:45 ging es dann ans Eingemachte. Es war dunkel genug, um mit der Star Trail Aufnahme zu beginnen. Mond und Jupiter waren im Südwesten gut in der Nähe des Horizonts zu erkennen:

Saturn hinter Mond
Saturn hinter Mond

Das Star Trail Foto wurde mit folgenden Einstellungen vorgenommen:

  • Belichtungszeit der Einzelfotos: 5 Sekunden
  • Blende: 4,5
  • ISO: 400
  • Objektiv: 40 mm
Star Trail Saturn verfolgt Mond
Star Trail Saturn verfolgt Mond

Ach ja, drei Informationen noch:

Wenn man das Star Trail Foto vom Fotoapparat erstellt, sollte man beachten, dass einem zwischenzeitlich auftretende Helligkeit das Bild nicht versaut. Insbesondere bei einer Aufnahme des Nachhimmels sollte man die Belichtung rechtzeitig beenden, bevor der Himmel wieder aufhellt.

Natürlich eignet sich dieser Aufnahmemodus der Kamera auch für andere Szenerien. Insbesondere Feuerwerke dürften ein gutes Motiv hierfür abgeben. Aber auch Aufnahmen vom Straßenverkehr in der Nacht und Light Painting dürften zu den Anwendungsgebieten gehören.

Und abschließend handelt es sich bei der Kamera um die Olympus M10. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich weder gebeten / beauftragt worden bin, noch Geld für diesen Blogartikel von Olympus erhalte.

Beobachtungsabend vom 03. Juni 2015 – Livebroadcasting für Astronomie, ISS, Mond und Saturn

Es war zwar Wochentag mit einem frühen Arbeitsanfang am nächsten Tag. Da sich der Himmel aber wolkenlos zeigte, entschied ich mich für eine Beobachtung. Außerdem stand heute wieder ein ISS-Überblug über Berlin an. Diese Überflüge werden u.a. auf dem Clear Sky-Blog von Stephan Gotthold vorangekündigt. Außerdem hat er den Überflug, die Aufnahme und das Erstellen eines ISS-Trails als Livestream auf Periscope gezeigt. Danach nahm ich mir noch den Mond sowie den Saturn vor.

Das Teleskop baute ich schon frühzeitig auf. Der Junior war wieder sehr interessiert und begeistert. Er wollte diesmal die Handsteuerung ausprobieren. Er ging damit sehr sorgfältig um und war begeistert.

Junior am Teleskop 20150603
Junior am Teleskop 20150603

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