Mondsichel, Sternhaufen, Pilz, Doppelstern und eine ISS, die partout nicht fotografiert werden will – Meine astronomische Beobachtung vom Abend des 12.10.18

Der Oktober bietet uns derzeit einen schönen Spätsommer mit wolkenlosen Nächten. Also stellte ich mein Teleskop hinaus ließ auf mich zukommen, was ich heute beobachten würde.

Schmale Mondsichel

Heute zeigt sich die schmale Sichel des Mondes am frühen Abendhimmel. Gestern gab es die erste Abendsichtbarkeit nach dem Neumond vom 9. Oktober

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Beobachtungsabend 20.05.18: Mond mit Mare Nectaris, Jupiter, ISS-Trail, M3, M92

Heute nahm ich mir vor, neben Mond- und Jupiterfotografien auch noch klassisch mit „Papier und Bleistift“ (bei mir: iPad und Pencil) zu beobachten. Beim Mond war wieder ein Mosaikbild geplant. Dies fiel aber gründlich ins Wasser, denn ich trödelte und vergaß, dass der Mond für mich vorzeitig verschwinden würde. Er stand ziemlich weit im Westen, so dass eine vorstehende Dachkante unseres Dachs an der Seite der Balkonterrasse das Sichtfeld einschränkte. Als im letzten Drittel der Mondoberfläche ankam, verdunkelte der Mond immer stärker und verschwand. Das Versetzen des Teleskops brachte nichts, da die Restzeit für die Ablichtung des gesamten Monds nicht mehr reichte. Außerdem waren die vorher erstellten Bilder selbst nach Stacking und Schärfung zum Teil recht mies. Die von der Dachkante abstrahlende Wärme vom Tag forderten ihren Tribut. Bei den letzten Aufnahmesitzungen stand der Mond frei im Süden und dort hatte ich nur mit der „normalen“ Wärmestrahlung der Stadt zu tun. Verblieben ist somit das Ablichten des Gebiets Mare Nectaris, welches ich mir dann genauer anschauen und mit offiziellen Fotos vergleichen wollte.

Beobachtungsobjekte:

  • Mond: Mare Nectaris – Krater Theophilus, Cyrillus & Catharina
  • ISS-Trail
  • Jupiter
  • Kugelsternhaufen M3
  • Kugelsternhaufen M92

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Es ist wieder ISS Saison

Nach längerer Abstinenz kann man die ISS wieder von Berlin aus bewundern. Gestern und heute war sie in den frühen Abendstunden zu sehen.

Da ich gestern (09.02.17) allerdings erst spät von der Arbeit kam, stand mir für die Fotografien nur das iPhone zur Verfügung. Neben Einzelaufnahmen wie dieser

iss-iphone-am-09-02-17

ISS – iPhone am 09.02.17

versuchte ich zum Spaß dann auch mal eine Serienaufnahme des iPhones als ISS-Trail Foto darzustellen. Ich kann da nur sagen: da hat bei der Steuerungskontrolle wohl jemand zu tief in die Flasche geschaut 😀:

iss-trail-mit-smartphone

ISS-Trail Foto mit dem iPhone am 09.02.17

Heute war ich hingegen schon zu Hause. Allerdings war es noch recht hell. Die Fotos wurden mit einer Belichtungszeit von 1/8 Sekunde aufgenommen. Die Serienbildfunktion des Fotoapparats ließ als kürzeste Pause zwischen den Serienfotos nur 1 Sekunde zu. Da die ISS sich ziemlich schnell über den Himmel bewegte, kam leider keine durchgängige Strichspur heraus:

iss-trail-10-02-2017

ISS-Trail am 10.02.17 – Venus befindet sich mittig auf der rechten Seite.

Abschließend sei noch ein iPhone-Panoramafoto mit der ISS auf der rechten und der Venus auf der linken Seite:

venus-und-iss-iphone-panoramafoto-10-02-17

Venus und ISS – iPhone Panoramafoto am 10.02.17

Übrigens:

Die Überflugzeiten lassen sich z.B. auf der Webseite Calsky.com anzeigen. Diese sind recht zuverlässig. Das Problem mit zumindest längerfristigen Vorhersagen ist, dass die ISS von Zeit zu Zeit ihre Bahn ändern muss. Ein Grund hierfür ist der sogenannte Weltraumschrott, dem sie dann ausweichen muss. Calsky hat eigentlich oft die genauen Bahndaten für, um kurzfristig die entsprechenden Zeiten darzustellen.

 

Beobachtungsabend am 27.01.17: Plejaden, M44 Beheeve Cluster, 55 Cancri, NGC 2392 Eskimonebel, Startrail

Beobachtungsstandort

  • Geografischer Ort: Berlin, Friedenau, Südterrasse im 6. Stockwerk
  • Höhe über Meer: ca. 50 Meter (34 Meter lt. Lexikon plus 6 Stockwerke)
  • Zeitbasis: MEZ (UT + 1 Std.)

Verwendetes Instrument, verwendete Optik

  • Instrumententyp: Schmidt- Cassegrain
  • Teleskop: Celestron NexStar SE 8
  • Instrumentendaten: Brennweite = 2032mm, Öffnung: 203 mm, f/x = 1/10
  • Sucherfernrohr: Skywatcher 9×50 Sucherfernrohr
  • Okulare:
    • Baader Hyperion 10mm (68°) = 203,2-fache Vergrößerung
    • Baader Hyperion Aspheric 36mm (72°) = 56,4-fache Vergrößerung
  • Filter:
    • Baader UHC-S Nebelfilter 2“, planoptisch poliert
  • Fotoapparat
    • iPhone 6S Plus, 128 GB / Fotoapp: ProCamera
    • Olympus M10 mit Olympus Body Cap Objektiv 9mm 1:8.0 fisheye schwarz

Beobachtungsbedingungen

Visuelle Grenzgröße

Der Himmel war wolkenfrei, aber natürlich wegen der Nähe zum Stadtzentrum von der Lichtverschmutzung betroffen. Die App Dark Sky Meter gab mir folgende Wert für die Helligkeit am Himmel (kurze Information zur App, siehe meinen Blogartikel https://vnawrath.blog/2016/12/31/beobachtungsabend-am-301216/):

22:30 Uhr = SQM 19,8 (5,96 m)

Als Referenz für die Grenzgröße der visuellen Sichtbarkeit nahm ich mir das Sternbild Krebs. Die Sterne sind nicht sehr lichtstark. Ich gehe von einer Grenzgröße von ca. 4,7 bis 4,8 aus. Der Stern Asellus Borealis (Gamma Cancri) mit der scheinbaren Leuchtstärke von +4,67 war nur mit sehr großer Mühe für mich sichtbar.

Insgesamt schienen mir am von Berlin erhellten Himmel diese Nacht weniger Sterne sichtbar als sonst. Es fiel auf, dass östlich vom Orion sehr wenig Sterne zu sehen waren. Man siehe das Startrail Bild, welches den Zeitraum von ca. 21.30 bis 01:18 umfasst:

Die Aufnahmedauer der Einzelaufnahmen beträgt 2 Sekunden bei ISO 1.600.

Grenzgröße Teleskop

Die Grenzgröße beim Teleskop schätze ich mit ca. 10,9 mag. ein. Später im Beobachtungsbericht mehr.

Beobachtungsbericht

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Astronomie ohne Teleskop am 02.01.17: Mondsichel zwischen Venus und Mars

Seit dem Silvesterabend lässt sich der Vorbeizug des Mondes an Venus und Mars am früh-abendlichen Himmel beobachten. Dazu muss es nicht einmal dunkel sein. Es fing am 30. Dezember mit einer sehr schmalen Mondsichel nach dem Neumond vor der Venus an. Meine Beobachtung vom 31.12.16 habe ich in diesem Blogartikel dokumentiert.

Heute war wieder ein freier Himmel, den ich ausnutzte. Der Mond nimmt weiter zu und befindet sich jetzt zwischen Venus und Mars:

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Konstellation Mond zwischen Venus und Mars

Nachfolgend eines der ersten Fotos gegen 16:50 Uhr

Mond zwischen Venus und Mars über Wolken am 02.01.2017

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Astronomie ohne Teleskop am 31.12.16: Mondsichel – Venus – Mars im Sonnenuntergang

Der Silvestertag war bis ca. 18 Uhr bei uns in Berlin sehr sonnig und wolkenfrei. Daher habe ich mich nachmittags nochmal auf die Terrasse gestellt, um mir die beim Sonnenuntergang sichtbare Konstellation der schmalen Mondsichel, Venus und Mars anzuschauen:

Warten auf die Mondsichel beim Sonnenuntergang am 31.12.16

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Meine astronomischen Vorsätze in 2017

Wenn man schon nicht oft zur Beobachtung kommt – aufgrund schlechten Wetters oder man ist bei klarem Nachthimmel anderweitig verabredet 😉 – schreibe ich halt wieder einen Blogartikel. Da trifft es sich gut, dass Stefan Gotthold auf seinem Clear Sky-Blog zur Blogparade „Astronomische Vorsätze für 2017“ aufruft. Diesen Aufruf nutze ich auch deswegen gerne, weil er mir die Möglichkeit gibt, mir über mein Hobby Gedanken zu machen.

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Beobachtungsabend 06.05.16: M13, Mel 111, M5, Versuche M64 und Markarian’s Chain

Nach dem Beobachtungsabend vom 05. Mai konnte ich gleich am 06. Mai einen weiteren astronomischen Abend einlegen. Die Zielsetzungen waren einerseits die klassische Beobachtung mit Zeichungen ohne Fotografie. Diese sollten allerdings mit dem Tablet erfolgen, damit ich mehr Übung bekomme und die Funktionen bzw. Möglichkeiten der Zeichen-App ausloten kann. Des weiteren wollte ich mit der Black Eye Galaxie (M64) und Markarian’s Chain die Grenzen des lichtverseuchten Himmels über Berlin austesten. Dies dürfte allerdings wegen des kurz bevorstehenden Sommers keine gute Idee sein. Vielmehr müsste man dafür auf den Winter mit seinen langen und dunklen Nächten warten. Aber sei’s drum, evtl, schaffe ich es im nachfolgenden Winter vergleichende Beobachtungen zuführen.

Meine Beobachtungsobjekte am heutigen Abend sind in Beobachtungsreihenfolge

  • M13 (Herkules Cluster)
  • M64 (Black Eye Galaxie)
  • Mel 111 (Offener Sternhaufen)
  • Markarian’s Chain (Kette von optisch nahe beieinander liegenden Galaxien)
  • M5 (Kugelsternhaufen)

Equipment:

  • Teleskop – Celestron NexStar 8SE
  • Okular – wenn nicht anders angegeben, Baader Hyperion 24 mm (ca. 85-fache Vergrößerung)
  • Sternkarte – Sky Safari 5 Pro auf iPad Pro
  • Zeichnungen – iPad Pro, Apple Pencil, App „procreate“
  • Notizen – iPad Pro, App Noteshelf

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Von wolkenfreiem Himmel & miesem Seeing und iPad Pro als Zeichenwerkzeug

Es sollte ein Abend mit klassischer Beobachtung werden. D.h. statt  Gerätschaften (iPhone, DSLM, Adaptern usw.) auszuprobieren, wollte ich einfach nur ein paar Objekte anschauen, und ggf. auch zeichnen. Alles war vorbereitet:

Aufgebaut für den astronomischen Beobachtungsabend auf der Terrasse

Aufgebaut für den astronomischen Beobachtungsabend auf der Terrasse

Mit dabei auch mein neues iPad Pro mit extra großem Bildschirm für die Sternkarte 🙂 Die klassische gedruckte Form in Gestalt des Deep Sky Beobachteratlas von Gerhard Stropek liegt unter den Bleistiften und Vordruckmappen auch bereit. Die neue Rotlicht-Klemmlampe sollte ebenfalls ausprobiert werden. Meine alte kleinere Lampe hatte den Geist aufgegeben. Die neue Rotlichtlampe zeichnet sich durch ihre großzügig gestaltete Klemme aus, die bis zu 3 cm Spielraum bietet. Somit kann sie auch an dicke Sternkartenbücher angeklemmt werden.

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Der Mond am 25. August 2015 – Mondalter 11,5 d

Trotz Wochentag und frühem Aufstehen am nächsten Arbeitstag wollte ich mich heute dem Mond widmen. Noch ist er nicht voll und ich versprach mir einige gute Bilder gerade vom Gebiet um den Terminator. Außerdem war der Plan, wieder Mosaikbilder für ein großes Mondbild zu erstellen.

Leider versprach die Abenddämmerung bzgl. Wolkenlosigkeit mehr als später eintraf. Der Himmel war zuerst noch so gut wie wolkenfrei. Es waren nur horizontnahe Wolken zu sehen. Daher wartete ich gespannt auf die Dunkelheit:

Leider zogen immer wieder Wolken vor den Mond. Ich musste also meine Beobachtungen immer wieder unterbrechen. Das Gemeine war, dass der Himmel ab einer gewissen Höhe über dem Horizont dagegen wolkenfrei war. Die Sterne funkelten dort ungehindert, wie es in der Stadt möglich ist. Es machte den Eindruck, dass jemand immer wieder Wolken vor den Mond schob, um mich zu ärgern.

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