Beobachtungsabend 26.05.18: Jupiter und Mondmosaik

Am Samstag, den 26.05.18 standen wir knapp 3 Tage vor dem Vollmond. D.h. der Nachthimmel hier in der Stadt wird mehr als normal üblich erhellt. Ich nutzte dennoch eine kurze Zeit in dieser Nacht, um ein weiteres Mondmosaik zu erstellen. Nach Mitternacht nahm ich dann auch den Jupiter auf.

Die Wetterbedingungen waren allerdings nicht günstig. Immer wieder traten Wolkenfelder auf, so dass es doch erst ca. 30 Minuten vor Mitternacht möglich war, genügend große Zeitfenster für die einzelnen Videoaufnahmen zu finden.

Hier ein Beispiel für den Mond hinter Wolken. Belichtung und Fokus waren auf Automatik gestellt. Also bitte nicht wundern, wenn das Bild streckenweise pumpt oder überbelichtet scheint:

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Beobachtungsabend 20.05.18: Mond mit Mare Nectaris, Jupiter, ISS-Trail, M3, M92

Heute nahm ich mir vor, neben Mond- und Jupiterfotografien auch noch klassisch mit „Papier und Bleistift“ (bei mir: iPad und Pencil) zu beobachten. Beim Mond war wieder ein Mosaikbild geplant. Dies fiel aber gründlich ins Wasser, denn ich trödelte und vergaß, dass der Mond für mich vorzeitig verschwinden würde. Er stand ziemlich weit im Westen, so dass eine vorstehende Dachkante unseres Dachs an der Seite der Balkonterrasse das Sichtfeld einschränkte. Als im letzten Drittel der Mondoberfläche ankam, verdunkelte der Mond immer stärker und verschwand. Das Versetzen des Teleskops brachte nichts, da die Restzeit für die Ablichtung des gesamten Monds nicht mehr reichte. Außerdem waren die vorher erstellten Bilder selbst nach Stacking und Schärfung zum Teil recht mies. Die von der Dachkante abstrahlende Wärme vom Tag forderten ihren Tribut. Bei den letzten Aufnahmesitzungen stand der Mond frei im Süden und dort hatte ich nur mit der „normalen“ Wärmestrahlung der Stadt zu tun. Verblieben ist somit das Ablichten des Gebiets Mare Nectaris, welches ich mir dann genauer anschauen und mit offiziellen Fotos vergleichen wollte.

Beobachtungsobjekte:

  • Mond: Mare Nectaris – Krater Theophilus, Cyrillus & Catharina
  • ISS-Trail
  • Jupiter
  • Kugelsternhaufen M3
  • Kugelsternhaufen M92

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Astronomie mit dem Fernglas am 19.05.18 & 25.05.18: Mond, Goldener Henkel, Mel 111 und ein bisschen Jupiter

Beobachtung am 19.05.18

An zwei Tagen habe ich die Gelegenheit genutzt, um das Fernglas für schnelle Astrofotos einzusetzen. Mein Fernglas ist auf 10-fache Vergrößerung mit 50mm Objektivdurchmesser ausgelegt. Es befindet sich daher im Grenzbereich zwischen ruhigem und wackeligem Bild, weswegen ich es an meinem Fotostativ befestigte. Das Fernglas verfügt nämlich am vorderen Ende des Mittelsteges über ein Innengewinde. Das ist für den Anschluss an ein Fotostativ gedacht. In dieses Gewinde passt die 1/4″ Schraube vom Stativadapter , den ich mir extra dafür kaufte.

Um das Smartphone am Fernglas zu befestigen, habe ich mir einen speziellen Adapter zugelegt, der auch bei Spektiven und Mikroskopen verwendet werden kann (siehe hier).

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Astronomie ohne Teleskop: Vorschau für Juni 2018

In dieser Blogartikelserie gebe ich eine Vorschau von astronomischen Ereignissen und Konstellationen, die ohne Teleskop betrachtet werden können. D.h. es werden nur das bloße Auge oder ein Fernglas benötigt.

Zu beachten:

Die Zeiten werden in mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) angegeben.

Verlinkung innerhalb dieser Serie:

Sonnenaufgang und -untergang, Mondsichtbarkeiten

Die Sonnenaufgangs- und untergangszeiten sind für Berlin:

  • 01.06.18: Aufgang: 04:49, Untergang: 21:19
  • 16.06.18: Aufgang: 04:43, Untergang: 21:31
  • 30.06.18: Aufgang: 04:47, Untergang: 21:32

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Stationen des Heilgotts Asklepios – Teil 3: Sternbilder Schlange (Serpens) und Schlangenträger (Ophiuchus)

Der griechische Heilgott Asklepios findet sich in den Mythen mehrerer Sternbilder. Aus diesem Grund startete ich eine Miniserie innerhalb meiner Blogartikel zu den offiziellen Sternbildern und den ihnen zugrundeliegenden Geschichten. Asklepios taucht nämlich in den Mythen der folgenden Sternbilder auf:

  1. Ich beginne in diesem Blogartikel mit dem Sternbild Zentaur (Centaurus). Hier ist Asklepios eher eine Randnotiz. Die Hauptfiguren sind den Zentaur Cheiron und Herkules. Asklepios ist der Schüler des Cheiron.
  2. Die Miniserie wird mit dem Sternbild Fuhrmann (Auriga) fortgesetzt. Auch hier stellt Asklepios eine Nebenfigur in einer der Erzählvarianten zum Sternbild dar.
  3. Dieser Blogartikel: Den Abschluss bilden die Sternbilder Ophiuchus und Schlange. Sie erzählen die Geschichte des Asklepios und wie die Schlange zum Symbol der Medizin wurde.

Einleitung und Position am Sternenhimmel

Der Schlangenträger (Ophiuchus) wird als Mann dargestellt, um dessen Körper sich eine Schlange windet. Diese Schlange wird selbst als eigenes Sternbild angesehen und ist auch offiziell so benannt.

Eine Eigenart des Schlangenträgers ist, dass er nicht zu den Tierkreiszeichen gehört, obwohl die Ekliptik durch dieses Sternbild verläuft. Der Grund liegt in der anderen Grenzziehung dieses Sternbilds in der Antike. Die Grenze lag damals oberhalb des Tierkreises. Daher durchlief die Ekliptik seinerzeit nur 12 Sternbilder. Diese wurden dann zu den Tierkreiszeichen bzw. Sternzeichen. Mit der aktuellen offiziellen Festlegung der Sternbilder wurden einige kleine Sterne dem Schlangenträger zugeschlagen, die in der Antike noch zum Skorpion gehörten. Daher durchläuft die Sonne vom 30. November bis zum 18. Dezember den Himmelsbereich des Schlangenträgers, während die (westliche) Astrologie diesen Zeitraum fast ganz dem Tierkreiszeichen Schützen zuordnet. Nähere Erklärungen, was ein Sternbild von einem Tierkreiszeichen / Sternzeichen unterscheidet, gebe ich in meinem Blogartikel „Von Sternbildern, Tierkreiszeichen und Asterismen“.

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