Astronomie ohne Teleskop: Vorschau für Januar 2019

In dieser Blogartikelserie gebe ich eine Vorschau auf astronomische Ereignisse und Konstellationen, die mit bloßem Auge oder maximal einem Fernglas beobachtet werden können.

Bitte beachten Sie: die Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben und entsprechen dem Standort Berlin.

Verlinkung innerhalb dieser Serie:

Sonnenaufgang und -untergang, Mondsichtbarkeiten

Die Sonnenaufgangs- und untergangszeiten im Dezember sind wie folgt:

  • 01.01.19: Aufgang: 08:17, Untergang: 16:02
  • 16.01.19: Aufgang: 08:09, Untergang: 16:23
  • 31.01.19: Aufgang: 07:50, Untergang: 16:50

Die folgende Tabelle der Monddaten wurde mit calsky.com erstellt. Sie gelten für Berlin:

Der Sternenhimmel im Januar 2019

Sternhimmel am 15.01.19, 23 Uhr

Sternhimmel am 15.01.19, 23 Uhr

Die erste Abbildung zeigt den Sternenhimmel am 15. Januar um 23 Uhr. Die zweite Abbildung stellt den Morgen des gleichen Tages um 4 Uhr dar. Beide Darstellungen sind auf den Standort Berlin ausgerichtet. Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf den Nachthimmel der ersten Abbildung.

Zuerst zeigt der folgende Film die Sternbilder und den Verlauf des Sternenhimmels im Januar jeweils zu 23 Uhr:

 

Neu auftauchende Sternbilder

Das Sternbild Bärenhüter (Bootes) kehrt jetzt vollständig an den nächtlichen Sternhimmel zurück. Sein hellster Stern Arktur (Arcturus oder Arktur) ist der hellste Stern am Nordhimmel und der dritthellste des gesamten Nachthimmels. Die Nördliche Krone (Corona Borealis) und der Becher (Crater) werden im Laufe des Januar ebenfalls vollständig zu sehen sein. Die Sternbilder Jungfrau und Wasserschlange tauchen teilweise auf. Zu ihrem mythologischen Geschichten habe ich Blogartikel verfasst.

Wesentliche am Nachtimmel stehende Sternbilder und Konstellationen

Das Wintersechseck ist derzeit die dominierende Sternkonstellation. Es wird aufgespannt von den Zwillingen (Gemini), dem Kleinen und Großen Hund (Canis Minor, Canis Major), dem Orion, Stier und Fuhrmann. Genauer gesagt bilden folgende Sterne diese Konstellation:

  • Pollux im Sternbild Zwillinge
  • Procyon im Sternbild Kleiner Hund
  • Sirius im Sternbild Großer Hund
  • Rigel im Sternbild Orion
  • Aldebaran im Sternbild Stier
  • Capella im Sternbild Fuhrmann

Das Wintersechseck kann auch in lichtverseuchten Städten gut erkannt werden, da es sich aus den hellsten Sternen in diesem Himmelsbereich zusammensetzt. Von Mitteleuropa ist es von September (Morgenhimmel) bis April (Abendhimmel) zu sehen. Mitte Dezember steht es um Mitternacht in Richtung Süden. In der Mitte des Januars steht es bereits gegen 22 Uhr in südlicher Richtung. Das Wintersechseck ist kein (!) offizielles Sternbild, sondern ein sogenannter Asterismus. Mehr dazu weiter unten.

Bis auf Ausnahme des Seemonsters, Walfisch (Cetus) zeigen sich Kepheus, Kassiopeia, Andromeda und Perseus der gleichnamigen Sage. Ihre Geschichte habe ich in meiner vierteiligen Blogartikelserie aufbereitet.

Weitere vollständig sichtbare Sternbilder, über deren mythologischen Hintergründe ich Blogartikel verfasst habe, sind

Das Sternbild Achterdeck (Puppis) wird in unseren Breitengraden nie vollständig sichtbar sein. Es erreicht aber über dem Südhorizont seinen höchsten Stand. Als Bestandteil der Argonautensaga habe ich dazu einen Blogartikel verfasst.

Sich verabschiedende Sternbilder

Die Sternbilder Pegasus, Fische (Pisces), Walfisch (Cetus) und der Fluss Eridanus tauchen immer mehr unter den Horizont.

Asterismen

In der obigen Abbildung des Abendhimmels habe ich neben dem Wintersechseck weitere Sternenkonstellationen eingezeichnet, die keine offiziell von der IAU definierten Sternbilder sind. Solche Konstellation werden Asterismen genannt. Siehe dazu meinen Blogartikel „Von Sternbildern, Tierkreiszeichen und Asterismen“:

  • Sichel (Sickle) Der Asterismus Sichel ist Teil des Sternbils Löwe (Leo). Im Grunde gleicht die Erscheinung dieser Sternkonstellation einer sich wölbenden Mähne.
  • Gürtel und Schwert des Orion, Schild des Orion Der Orion ist an sich ein sehr beeindruckendes Sternbild. So verwundert es kaum, dass seine vermeintliche Ausrüstung in seine Sterne hinein interpretiert wird. Der Gürtel wird von den Sternen Alnitak, Alnilam und Mintaka gebildet. Das Schwert besteht aus den Sternen 42 Orionis, das sog. Trapez von Theta Orionis und Nair al Saif. Das Trapez lässt sich schon im Fernglas ab ca. 12-facher Vergrößerung in vier Sterne auflösen. Die Sterne Pi 1 bis Pi 6 Orionis stellen je nach Sicht- und Erzählweise den Knüppel oder das Schild des Orion dar.
  • Kassiopeias Stuhl: Warum ist der Stuhl so wichtig, dass er am Nachthimmel mit Kassiopeia dargestellt wird? Nun Poseidon fand, dass Kassiopeia nicht ungestraft mit ihrer Eitelkeit davonkommen sollte. Die hatte je nach Erzählweise sich oder ihre Tochter Andromeda als schönste Frau bezeichnet und damit die Götter vor den Kopf gestoßen. Er verbannte sie in den Himmel, an einen Stuhl gefesselt. So muss sie ewig um den Himmelspol kreisen, die Hälfte des Jahres kopfüber. Aber nicht immer ist Kassiopaeia an einen Stuhl gefesselt illustriert worden. In späteren Darstellungen hält sie einen Spiegel und ein Palmblatt in ihren Händen. Ersterer gilt als Zeichen der Eitelkeit. Die Bedeutung des Palmblatts ist allerdings nicht klar.
  • Der Schöpflöffel (Big Dipper) ist in Amerika und China das, was wir in Deutschland als den Großen Wagen bezeichnen.
  • Little Dipper (Kleiner Schöpflöffel) ist eine weitere Bezeichnung des Kleinen Bären. In Deutschland wird er auch Kleiner Wagen genannt.

Die Planeten

Die Positionen der Planeten im Sonnensystem am 01.01.19:

Die Positionen der inneren Planeten am 01.01.19

Die Positionen der inneren Planeten am 01.01.19

 

Die Positionen der äußeren Planeten am 01.01.19

Die Positionen der äußeren Planeten am 01.01.19

Der Lauf der Planetenpositionen im Dezember 2018:

 

Der Morgen in der zweiten Monatshälfte steht im Zeichen von Jupiter und Venus, besucht vom Mond. Mehr dazu im Kapitel Spezielle Ereignisse unten. Gegen Ende des Januars taucht dann auch der Saturn in der Morgendämmerung auf:

Planeten am Morgen

Merkur

Der Merkur ist morgens noch in den ersten Tagen der Monats knapp über dem Horizont beobachtbar. Für den Rest des Monats wird der Merkur von der Sonne überstrahlt. Seine Auf- und Untergangszeiten für Berlin sind:

  • 01.01.19: Aufgang: 07:09, Untergang: 14:46
  • 16.01.19: Aufgang: 07:54, Untergang: 15:24
  • 31.01.19: Aufgang: 08:08, Untergang: 16:42

Venus

Die Venus ist immer noch das dominierende Objekt am Morgenhimmel. Ihre Auf- und Untergangszeiten für Berlin sind:

  • 01.01.19: Aufgang: 04:11, Untergang: 13:31
  • 16.01.19: Aufgang: 04:35, Untergang: 13:15
  • 31.01.19: Aufgang: 05:00, Untergang: 13:12

Jupiter

Der Jupiter zeigt sich zum Monatsanfang erst kurz von dem Sonnenaufgang. Im Verlaufe des Monats wird der Planet dann immer eher aufgehen und mit der Venus ein auffälliges Himmelsobjekt bilden. Die Auf- und Untergangszeiten des Jupiter für Berlin sind:

  • 01.01.19: Aufgang: 06:03, Untergang: 14:04
  • 11.01.19: Aufgang: 05:34, Untergang: 13:32
  • 31.01.19: Aufgang: 04:35, Untergang: 12:26

Saturn

Der Saturn wird gegen Monatsende in der Morgendämmerung knapp über dem Horizont zu sehen sein. Seine Auf- und Untergangszeiten für Berlin sind:

  • 01.01.19: Aufgang: 08:17, Untergang: 16:05
  • 11.01.19: Aufgang: 07:42, Untergang: 15:32
  • 31.01.19: Aufgang: 06:32, Untergang: 14:25

Planeten am Abend

Mars

Der Mars kann immer noch in der Abenddämmerung und der ersten Nachthälfte beobachtet werden. Seine Helligkeit wird allerdings weiter auf +0,9 mag abnehmen.

Die Auf- und Untergangszeiten des Mars für Berlin sind:

  • 01.01.19: Aufgang: 11:20, Untergang: 23:26
  • 11.01.19: Aufgang: 10:50, Untergang: 23:26
  • 31.01.19: Aufgang: 09:51, Untergang: 23:27

Spezielle Ereignisse

01.01.19, ca. 06:00 Uhr – Mond in der Nähe der Venus, beginnt Vorbeizug an Venus und Jupiter

Gleich zu Jahresbeginn zeigt sich ein schönes Schauspiel am frühen Morgen vor Sonnenaufgang: der Mond zieht nahe an Venus und Jupiter vorbei. Zum Neujahrsmorgen nähert sich schon einmal die schmale Mondsichel der Venus im Sternbild Waage.

Mondsichel nahe Venus

Mondsichel nahe Venus

02.01.19, ca. 05:30 Uhr – Mond nahe Venus, nächster Halt dann bei Jupiter

Am 2. Januar zieht die Mondsichel recht nahe an der Venus vorbei. Mit einem nicht stark vergrößernden Fernglas können beide Himmelskörper zusammen beobachtet werden.

Mondsichel nahe Venus

Mondsichel nahe Venus

Mond und Venus im Fernglas

Mond und Venus im Fernglas

03.01.19, ca. 07:30 Uhr – Mond nahe Jupiter

Nach zwei Tagen in der Nähe der Venus besucht die nun sehr schmale Mondsichel den Jupiter. Es ist drei Tage vor dem Neumond.

Mond nahe Jupiter

Mond nahe Jupiter

Mondsichel und Jupiter im Fernglas

Mondsichel und Jupiter im Fernglas

04.01.19, ca. 07:20 Uhr – Letzte Morgensichtbarkeit der abnehmenden Mondsichel

An diesem Morgen ist die schmale Mondsichel das letzte Mal vor dem Neumond knapp über dem östlichen Horizont zu sehen. Dafür muss aber ein kurzer Zeitraum kurz vor Sonnenaufgang abgepasst werden.

Schmale Mondsichel vor Neumond

Schmale Mondsichel vor Neumond

06.01.19, 02:28 Uhr – Neumond

Am 6. Januar um 02:28 Uhr tritt der Neumond ein. Die Sonnen- und Mondstellung sind wie folgt:

Position des Neumonds

Position des Neumonds

07.01.19, ca. 17:00 Uhr – Erste Abendsichtbarkeit der Mondsichel nach dem Neumond

Am Abend des 7. Januar besteht die Möglichkeit, zum ersten Mal nach dem Neumond die Mondsichel zu erblicken. Die Sichel, sichtbar in Richtung SW knapp über dem Horizont, ist allerdings noch extrem schmal. Der Mond hat heute aber genügend Abstand zur Sonne, welche gegen 17:00 Uhr tief genug unter dem Horizont steht.

Schmale Mondsichel nach Neumond

Schmale Mondsichel nach Neumond

12.01.19, ca. 22:00 Uhr – Mond in der Nähe des Mars

Am 12. Januar kann der noch junge Mond beim auffälligen Mars betrachtet werden. Für einen gemeinsamen Anblick im Fernglas dürfte es aber wohl bei nur ganz geringe Vergrößerungen reichen.

Mond nahe Mars

16.01.19, abends, nachts – Dreieck beim Goldenen Tor der Ekliptik: Mond bei den Plejaden und Hyaden bzw. Aldebaran

Der heutige Abend zeigt sich heute von seiner astronomisch ästetischen Seite. Der Mond kommt in die Nähe der Sternenhaufen Plejaden und Hyaden. Während die Plejaden auch in der lichtverseuchten Stadt mit bloßem Auge zu sehen sind, werden die lichtschwächeren Hyaden in solchen Gegenden vom Stern Aldebaran würdig vertreten.

Mond vor Plejaden und Hyaden

Mond vor Plejaden und Hyaden

Mond, Plejaden, Hyaden, Aldebaran

Mond, Plejaden, Hyaden, Aldebaran

Die Plejaden werden auch das Siebengestirn genannt, je nach Anzahl der im Durchschnitt mit bloßem Auge sichtbaren Sterne. Diese ergeben eine Form, die an das Sternbild Kleiner Bär erinnert. Je nach Sichtbedingungen können zwischen 6 und 9 Sterne mit bloßem Auge erkannt werden. Sie hatten schon früh in verschiedenen Kulturen eine Bedeutung. Abgeleitet aus der griechischen Sagenwelt werden die Plejaden auch die sieben Schwestern genannt. Es handelt sich hierbei um die sieben Töchter des Titanen Atlas und seiner Frau Pleione: Alkyone, Asterope, Celaeno, Elektra, Maia, Merope und Taygete.

Die Hyaden sind die Schwestern der Plejaden. Ihre Anzahl schwankt zwischen fünf und sieben, wobei auch die Namen nicht genau festgelegt sind. Häufig genannt werden Ambrosia, Eudora, Pedile (wohl auch Phaesyle oder Aesyle), Coronis, Polyxo, Phyto (Phaeo), Thyone (auch Dione). Ihr Bruder Hyas wurde auf der Jagd getötet. Ihre fortwährenden Tränen der Trauer führten zur alten griechischen Bezeichnung „Regengestirn“.

Kommen wir nun zum Goldenen Tor der Ekliptik. Es wird zu beiden Seiten der Ekliptik, ähnlich wie ein Tor, durch die zwei markanten Sternhaufen der Plejaden und Hyaden gebildet. Die Ekliptik ist die scheinbare Bahn der Sonne am Himmel. Entlang dieser Bahn außerdem die Planeten regelmäßig durch dieses Tor, denn deren Bahnebenen sind nur wenig gegen die Bahnebene der Erde um die Sonne geneigt. Nur die Bahn des Mondes weicht stärker von der Ekliptig ab, so dass der Erdbegleiter die Konstellation regelmäßig auch umläuft.

16.01.19, ca. 12:30 bis ca. 20:30 Uhr – Goldener Henkel

An diesem Abend gibt es neben der Dreierkonstellation Mond – Plejaden – Hyaden / Aldebaran – noch den Goldenen Henkel zu beobachten. Bei diesem Ereignis sind die Juraberge bereits beleuchtet, während Sinus Iridum noch im Schatten liegt. Somit ergibt sich mit den beleuchteten Bergen der Eindruck eines Henkels von einer Tasse.

17.01.19, ca. 19:00 Uhr – Mond sehr nahe beim Stern Aldebaran

Nach der Dreieckskonstellation gestern mit Plejaden, Hyaden und Mond kommt dieser heute Abend sehr nahe an den Stern Aldebaran im Sternbilds Stier heran:

Mond nahe Aldebaran

Mond nahe Aldebaran

Der Winkelabstand der beiden ist so gering, so dass beide Himmelsobjekte durchaus gemeinsam im Teleskop betrachtet werden. Dazu sollte die Vergrößerung aber nicht zu hoch sein. Die Kreise in der nachfolgenden Zeichnung bilden das Sichtfeld eines Fernglases (9×50 Sucherfernrohr: 9-fache Vergrößerung bei 50mm Objektiven) und das eines Teleskops (ca. 35-fache Vergrößerung bei 72° Weitwinkel im Okular):

Mond und Alberan im Fernglas & Teleskop

Mond und Alberan im Fernglas & Teleskop

Der Vorbeizug lässt sich sehr gut betrachten. Da wir uns kurz vor dem Vollmond (21.01.) befinden, ist der Mond die gesamte Nacht sichtbar. Daher ist am frühen Abend der Vorbeizug und im späteren Verlauf der Nacht das Weiterziehen des Monds vom Aldebaran zu sehen.

Vorbeizug des Monds am Aldebaran

Vorbeizug des Monds am Aldebaran

20.01.19, 08:00 Uhr – Sonne tritt in das Sternbild Steinbock ein

Am 20. Januar tritt die Sonne in den Himmelsbereich ein, der von der Internationalen Astronomischen Union als zum Sternbild Steinbock zugehörig definiert wurde.

Sonne tritt in Sternbild Steinbock ein

Sonne tritt in Sternbild Steinbock ein

Der Begriff Sternbild ist hier bitte nicht mit dem Begriff Sternzeichen / Tierkreiszeichen zu verwechseln. Sternbild ist ein astronomischer Begriff, der sich auf tatsächlich beobachtbare Phänomene am Himmel bzw. im Weltraum bezieht. Sternzeichen / Tierkreiszeichen sind esoterische Begriffe. Näheres zur Unterscheidung dieser Begriffe ist in meinem Blogartikel „Von Sternbildern, Tierkreiszeichen und Asterismen“ erläutert.

21.01.19, Früher Morgen – Vollmond und totale Mondfinsternis

Gleich ein halbes Jahr nach der Mondfinsternis im Juli können wir von Deutschland aus die nächste totale Finsternis beobachten. Nur ist jetzt der Beginn, aber nicht das Ende der Finsternis sichtbar. Sie stellt damit ein Gegenstück zur Juli-Finsternis dar, wobei die Beobachtungsbedingungen im Januar besser sein werden, wenn das Wetter mitspielt. Bis zur Mitte der Finsternis herrscht noch dunkle Nacht, da die Sonne zu der Zeit tief genug unter dem Horizont steht. Erst ab der zweiten Hälfte setzt die sogenannte astronomische Dämmerung ein. Aber auch hier wird es die Möglichkeit von reizvollen Bildern einer rötlichen Scheibe knapp über Landschaften geben.

Der Verlauf der Finsternis ist wie folgt:

  • 03:35 Uhr: Eintritt des Mondes in den Halbschatten
  • 04:34 Uhr: Eintritt des Mondes in den Kernschatten
  • 05:41 Uhr: Beginn der Totalität
  • 06:12 Uhr: Mitte der Finsternis
  • 06:44 Uhr: Ende der Totalität
  • 07:51 Uhr: Austritt des Mondes aus dem Kernschatten
  • 08:16 Uhr: Monduntergang (Standort Berlin)
  • 08:50 Uhr: Austritt des Mondes aus dem Halbschatten

Zur Orientierung zeigt der folgende kleine Film die Position des Monds zwischen 02:00 und 09:00 Uhr:

Zum Schluss noch ein Hinweis:

Auch wenn die Mondfinsternis zur Schlafenszeit stattfindet, sollten sich die Astronomiefans das Ereignis nicht entgehen lassen. Es ist zwar keine vollständig sichtbare Finsternis, aber die einzig wesentliche von Deutschland aus beobachtbare für die nächsten 10 Jahre. Erst am 31.12.28 wird es hierzulande die nächste totale Finsternis geben.

18.01.19, ca. 07:00 Uhr – Vorbeizug Venus an Jupiter

Siehe 22.01.2019

19.01.19, ca. 07:00 Uhr – Vorbeizug Venus an Jupiter

Siehe 22.01.2019

20.01.19, ca. 07:00 Uhr – Vorbeizug Venus an Jupiter

Siehe 22.01.2019

21.01.19, ca. 07:00 Uhr – Vorbeizug Venus an Jupiter

Siehe 22.01.2019

22.01.19, ca. 07:00 Uhr – Venus nahe bei Jupiter

Die letzten Tage deutete sich der Vorbeizug der Venus beim Jupiter schon an. Heute ist der geringste Abstand erreicht. Siehe dazu auch das obige Kapitel Die Positionen der Planeten im Sonnensystem am 01.01.19

Venus nahe Jupiter

Venus nahe Jupiter

Für eine gemeinsame Ansicht im Fernglas reicht es schon seit 3-4 Tagen. Der Umkreis „9×50 Sucherfernrohr“ zeigt das Sichtfeld am 22.01.19 bei 9-facher Vergrößerung an:

Venus und Jupiter im Fernglas

Venus und Jupiter im Fernglas

Venus und Jupiter können noch die kommenden fünf Tage gemeinsam im Fernglas erfasst werden.

23.01.19, ca. 03:30 Uhr – Mond nahe beim Stern Regulus

Bevor sich der Mond bei Venus und Jupiter zeigt, zieht er am hellsten Stern des Sternbilds Löwe vorbei, dem Stern Regulus:

Mond eng beim Regulus

Mond eng beim Regulus

Sie stehen eng genug zusammen, um gemeinsam im Fernglas gesehen zu werden. Bei geringer Vergrößerung könnten Mond und Regulus sogar zusammen mit dem Teleskop erfasst werden. Der Umkreis „NexStar 8SE …“ deutet eine 35-fache Vergrößerung an:

Mond und Regulus im Fernglas

Mond und Regulus im Fernglas

23.01.19, ca. 07:00 Uhr – Vorbeizug Venus an Jupiter

Siehe 22.01.19

24.01.19, ca. 07:00 Uhr – Vorbeizug Venus an Jupiter

Siehe 22.01.19

25.01.19, ca. 07:00 Uhr – Vorbeizug Venus an Jupiter

Siehe 22.01.19

26.01.19, ca. 07:00 Uhr – Vorbeizug Venus an Jupiter

Siehe 22.01.19

27.01.19, ca. 07:00 Uhr – Vorbeizug Venus an Jupiter

Siehe 22.01.19

31.01.19, ca. 06:00 Uhr – Mond zwischen Jupiter und Venus

Der Monatsabschluss zeigt eine schöne Konstellation am frühmorgentlichen Himmel: die Mondsichel zwischen Venus und Jupiter. Und der Saturn zeigt sich jetzt auch knapp über dem Horizont kurz vor dem Sonnenaufgang.

Mondsichel zwischen Venus und Jupiter

Mondsichel zwischen Venus und Jupiter

Mond und Venus bzw. Jupiter im Fernglas

Mond und Venus bzw. Jupiter im Fernglas

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