Am Morgen des 4 Juli steht der Mars sehr eng beim Uranus. Letzterer ist normalerweise nicht mit bloßem Auge zu sehen. Vielleicht wäre es trotz Morgendämmerung dennoch möglich. Derzeit scheint der Uranus mit einer Magnitude von 5,8. Dies ist knapp unter der Grenze von Magnitude 6, welche als allgemeine Marke der Sichtbarkeit / Unsichtbarkeit für die Betrachtung mit nacktem Auge gilt. Es bietet sich daher an, es mit dem Mars als Aufsuchhilfe zu versuchen. Man benötigt freie Sicht in Richtung Osten:


Bedeutung der Markierungen:
- Äußerer Kreis: ca. 10-fach vergrößerndes Fernglas
- Innerer Kreis: ca. 85-fache Vergrößerung durch das Teleskop
- Rechteck im inneren Kreis: Sichtfeld der Astrokamera ASI ZWO 385MC
- Die Himmelsrichtungen sind am äußeren Kreis eingetragen.
Ach ja: Die Planeten befinden sich genau im Goldenen Tor der Ekliptik. Das Goldene Tor der Ekliptik wird durch zwei Sternhaufen gebildet. Eine Seite des Tors sind die weithin bekannten Plejaden. Auf der anderen Seite vom Sternhaufen stehen die Hyaden. Während die Plejaden selbst unter schwierigeren Bedingungen mit bloßem Auge erkannt werden können, ist es mit den Hyaden schon anders. Hier kann notfalls der Stern Aldebaran des Sternbilds Stier helfen. Er steht beim Sternhaufen der Hyaden, gehört aber nicht dazu. Er befindet sich weit vor dem Sternhaufen. Die Ekliptik ist die scheinbare Bahn von Sonne und Planeten am Himmel. Diese führt durch die beiden Sternhaufen.
