Beobachtungsabend am 30.12.16

Das Jahr 2016 endet für Hobbyastronmen in Berlin dann doch noch ein bis zwei sonnigen Tagen und wolkenlosen Nächten. Ich nutzte daher den 30.12.16, um einfach ohne Stress mir ein paar Objekte anzuschauen und mein neues 36mm Übersichtsokular, den 2“ Focal Reducer 0,5, den UHC-Filter und die App Dark Sky Meter auszuprobieren. Ich war allerdings nur bis Mitternacht draußen, um noch genügend Schlaf für einen ausgeruhten Silvesterabend zu haben 🙂

Beobachtete Objekte:

  • Plejaden (M45)
  • Offener Sternhaufen M36
  • Offener Sternhaufen M38
  • Asterismus / Stern“haufen“ Dolidze 17
  • Orionnebel M42

Verwendete Instrumente:

  • Teleskop: Celestron NexStar 8 (Öffnung 203 mm, Brennweite 2032mm)
  • Baader Hyperion Okular 24 mm, 68° (ca. 85-fache Vergrößerung)
  • Baader Okular Hyperion Aspheric 36 mm, 72° (ca. 56-fache Vergrößerung)
  • TS Optics Focal Reducer 0,5

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Astronomie ohne Teleskop: Der Himmel im Januar 2017

Ich starte gemäß meinen Vorsätzen für das astronomische Jahr 2017 die neue Blogartikelserie über markante Konstellationen am (Sternen-) Himmel. Hierbei geht es darum, diese Konstellationen ohne Teleskop zu betrachten, also mit bloßem Auge oder auch mit einem Fernglas.

Verlinkung innerhalb dieser Serie:

Sonnenaufgang und -untergang, Mondsichtbarkeiten

Die Sonnenaufgangs- und untergangszeiten sind für Berlin:

  • 01.01.17: Aufgang: 08:17, Untergang: 16:03
  • 16.01.17: Aufgang: 08:08, Untergang: 16:24
  • 31.01.16: Aufgang: 07:49, Untergang: 16:51

Die folgende Tabelle mit den Mondsichtbarkeiten wurde mit calsky.com erstellt. Sie gelten für Berlin:

Monddaten im Januar 2017

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Ein Monument für den „fränkischen Galilei“

Vielen Dank an Daniel für die Rezension. Sie kam gerade richtig, da ich diesen Band zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. 😀 So weiß ich als Nicht-Historiker, in welcher Reihenfolge ich die Kapitel lesen sollte.

Ich freue mich auf diesen Band. Wie Daniel schreibt, gibt der Band auch differenzierte Einblicke in die Zeit, die nach heutiger Wahrnehmung nur von wenigen „Großen“ „beherrscht“ wurde. Und auch damals ging es in der Wissenschaft nicht nur um Erkenntnisgewinn, sondern auch um Selbstdarstellung.

Skyweek Zwei Punkt Null

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Von solch einer publizistischen Unterstützung kann ein historischer Astronom – ein Jahrhunderte lang verkannter zumal – nur träumen: Leben und Werk des Simon Marius (1573-1624) sind in einem viel-sprachigen Web-Portal und nun auch einem 481-seitigen Buch erschlossen, Simon Marius und seine Forschung. Die 16 Beiträge ebenso vieler Autoren unterscheiden sich in Länge und Stil gewaltig, was das monumentale Werk für Nicht-Historiker unter den Astronomie-Interessierten nicht eben leicht verdaulich macht. Aber es hat Lektüre und Verbreitung verdient, befasst es sich doch mit einer der dramatischsten Epochen der Astronomiegeschichte Ende des 16./Anfang des 17. Jh., als die Diskussion um das rechte Weltmodell – geozentrisch, heliozentrisch oder etwas dazwischen – in vollem Gange war, die moderne Physik schemenhaft in Erscheinung trat und das Fernrohr plötzlich auf der Bühne erschien.

Diese Epoche des Umbruchs wird in der populären Darstellung meist auf Brahe, Galilei und Kepler reduziert, die scheinbar geradlinig die moderne Astronomie begründeten…

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Meine astronomischen Vorsätze in 2017

Wenn man schon nicht oft zur Beobachtung kommt – aufgrund schlechten Wetters oder man ist bei klarem Nachthimmel anderweitig verabredet 😉 – schreibe ich halt wieder einen Blogartikel. Da trifft es sich gut, dass Stefan Gotthold auf seinem Clear Sky-Blog zur Blogparade „Astronomische Vorsätze für 2017“ aufruft. Diesen Aufruf nutze ich auch deswegen gerne, weil er mir die Möglichkeit gibt, mir über mein Hobby Gedanken zu machen.

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Sternbild Pegasus: Ein Pferd voller Missverständnisse

Das Sternbild Pegasus ist bzgl. seiner Geschichte recht bekannt. Wenn es im Planetarium zusammen mit seiner Illustration angezeigt wird, erkennt es eigentlich jeder. Eingängig ist allerdings nur das sogenannte Herbstviereck, welchen seinen Körper kennzeichnet. Obwohl diese Konstellation auch Pegasusviereck genannt wird, gehört ein Stern offiziell nicht zu Pegasus, sondern zu Andromeda, auch wenn des Öfteren etwas anderes geschrieben wird. Mehr darüber unten im Abschnitt „Das Sternbild und dessen Sterne“.

Und selbst diese Nähe zu Andromeda führt zu weiteren Missverständnissen. So reitet der Held Perseus in Filmen und neueren Erzählungen auf dem fliegenden Pferd und rettet die Prinzessin Andromeda vor dem Seeungeheuer. Der antiken Erzählung nach haben Perseus und Pegasus aber nie zusammen Abenteuer bestritten. Und noch weniger war das Pferd an der Rettung der Andromeda beteiligt. Vielmehr fliegt Perseus mit Hilfe seiner Flügelschuhe, siehe dazu auch meinen Blogartikel. Nichtsdestotrotz stehen Perseus und Pegasus in literarischer Beziehung. Näheres dazu im nächsten Abschnitt „Herkunft und Mythologie“.

Zwei Besonderheiten fallen bei diesem Sternbild auf: erstens ist nur der vordere Teil des Pferdes abgebildet. Das Hinterteil samt Hinterbeinen fehlt. Zweitens steht das Pferd auf dem Kopf:

Sternbild Pegasus

Sternbild Pegasus

Sternbild Pegasus: Illustration

Sternbild Pegasus: Illustration

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Mondsichel und Venus im Sonnenuntergang – in Begleitung des Mars

Manchmal kann man Astronomie einfach nur so ohne Equipment genießen. So war es am 2. Dezember‘ 16 beim Sonnenuntergang. Die Mondsichel und die Venus waren schon in der Dämmerung prominent am Himmel zu sehen. Allerdings standen sie recht niedrig, so dass  man entweder eine erhöhte Position aufsuchen oder sich außerhalb von Städten aufhalten sollte.

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Im Süden tauchte bei stärker werdender Dunkelheit dann auch noch schwach der Mars auf. Aber hier musste ich schon genau hinschauen. Mond und Venus war einfach zu stark präsent, als dass der Mars in Erscheinung trat:

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Und wer  den Mars auf dem oberen Foto nicht findet:

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Diese Konstellation ist der Beginn des Vorbeizugs des Mondes an den beiden Planeten. Kurz nach dem Neumond bewegt sich der Mond a im Zeitraum vom 03.12. bis 05.12. an Venus und Mars vorbei:

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Mond zieht an Venus und Mars vorbei (03.12.16-05.12.16)

 

 

Astronomie in der Kita – Geschichten am Sternenhimmel

Grundsätzlich ist zu beobachten, dass die Astronomie ein Schattendasein in der deutschen Bildung fristet. Aus diesem Grund ist es nicht verkehrt, dieses Thema schon unseren Kleinen in der Kita bekannt zu machen.

Im konkreten Fall schaute sich die Kitagruppe unseres Juniors im Planetarium den Film „Der Regenbogenfisch und seine Freunde“ an. Der Film endet mit einem Blick in den Sternenhimmel und Erläuterungen zu einigen Sternbildern. Nun war meine Idee am Elternabend, der einige Zeit vor dem Planetariumsbesuch stattfand, diesen Besuch nicht isoliert stehen zu lassen. Vielmehr sollte durch Projekte das Thema Astronomie „locker“ weiterverfolgt und vertieft werden. Das Interesse war groß und die Erzieherinnen spielten mir den Auftrag für ein erstes kleineres Projekt zurück. 🙂

Hier dachte ich gleich an Stefan Gotthold, den Autor des bekannten Clear Sky-Blogs. Wir kennen uns aus dem „Berliner und Brandenburger Sternfreundetreff “ (#BBSFT), dessen Organisator Stefan ist. Er hält u.a. Vorträge im Zeiss-Großplanetarium in Berlin, auch für Kindergruppen. Daher ist Stefan sehr geübt in der kindgerechten Präsentation astronomischer Inhalte. Ich brauchte ihn nicht lange bitten. Die Vermittlung von entsprechendem Wissen an Kinder ist eine seiner Herzensangelegenheiten.

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