Die Projektkontrolle Teil 2 – Die Leistungskontrolle in Projekten (Fortschrittsgrad)

Dieser Blogartikel ein Teil der Blogartikelserie „Die Projektkontrolle„. Im ersten Teil habe ich im Überblick die strategischen und operativen Aspekte der Projektkontrolle aufgezeigt. Im Verlaufe weiterer Blogartikel werde ich auf diese verschiedenen Aspekte im Einzelnen beleuchten.

Den Beginn mache ich mit dem Aspekt der Leistungskontrolle in den Einzelprojekten. Sie leitet sich aus dem magischen Dreieck (Termine, Kosten, Leistung / Qualität) ab. Hier gehe ich nur auf den quantitativen Teil der Leistungskontrolle ein: die Ermittlung des sogenannten Fortschrittsgrads. Die folgende Abbildung zeigt die Einordnung der Leistungskontrolle  im Gesamtumfeld der Projektkontrolle:

Leistungskontrolle im Gesamtkontext der Projektkontrolle

Leistungskontrolle im Gesamtkontext der Projektkontrolle

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Astrofotografie mit dem iPhone Teil 2: Weitere Smartphone Adapter

Magnifi Adapter am iPhone 5S angebracht

Im Teil 1 dieser Blogartikelserie habe ich die praktische Anwendung des Omegon Adapters für Smartphone beschrieben und erste Fotos und Videos vom Mond mit dem iPhone erstellt. Da dieser Adapter für Smartphones allgemein ausgelegt ist, empfand ich das Anbringen des iPhones am Teleskop sehr fummelig und zeitraubend. Meiner Meinung nach benötigt man bei dieser Art von Adaptern sehr viel Geduld und Fingerspitzengefühl, ehe man das Bild vom Okular auch wirklich mit der Kamera des Smartphones erfasst.

Bevor ich fortfahre, folgt die Übersicht zur Blogartikelserie:

  • Teil 1 (17.10.14): Omegon Adapter für Smartphone / iPhone ==>vergleichbar mit dem Orion SteadyPix Universal Smartphone Adapter): Dieser Adapter ist flexibel nutzbar für viele Smartphones bis zu einer bestimmten Größe. Er leidet aber an der Komplexität und notwendigen Ausdauer, die es benötigt, ehe das Bild des Okulars korrekt auf den Fotochip der Smartphone Kamera fällt. Außerdem ist er nur für Okulare nutzbar, deren Gehäusedurchmesser 38 mm nicht überschreiten.
  • Teil 3 (16.02.15)Der Lens2Scope Adapter. Dieser Adapter erlaubt das Anbringen von vielen Smartphonemodellen bis zu einer bestimmten Größe. Und er zeichnet sich dadurch aus, dass Smartphones ohne viel herum probieren und ausrichten am Okular befestig werden können. Im Prinzip muss man nur das Okular mittig im Befestigungsring anbringen und das war es schon. Es gibt kein Gefummel an 2 bis 3 Befestigungsschienen, um das Smartphone exakt im Lichtsstrahl des Okulars auszurichten.
  • Teil 4 (06.05.16): TS-Optics universal Smartphone iPhone Adapter. Dieser zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass dieser mittels M43/T2-Adapterring direkt auf die Baader Hyperion Okulare aufgeschraubt werden kann.
  • Teil 5 (01.07.18): Der Celestron NexYZ Universal 3-Axis Smartphone Adapter. Dieser Adapter wurde 2018 herausgebracht. Mittels fixierbarer Klemme und drei Schrauben kann das Smartphone einerseits fest am Okular angebracht werden und andererseits ist es exakt über dem Okular justierbar incl. der Einstellung des Abstands zum Okular um in den Backfokus zu kommen.

Daher machte ich mich auf die Suche nach weiteren Adaptern. Insgesamt werden im Augenblick folgende 3 Lösungsansätze angeboten:

  • Flexible Adapter für viele Marken und Typen von Smartphones. Diese nehmen Smartphones bis zu einer bestimmte Größe auf. Neben dem von mir im 1. Blogartikel genannten Omegon Adapter (nicht mehr lieferbar) ist der Orion SteadyPix Universal Smartphone Telescope Photo Adapter zu nennen. Wie oben gesagt, besteht der Nachteil darin, dass eine sehr feine Justage aller beweglichen Teile am Adapter notwendig ist, damit man das Okularbild auch mit der Kamera einfängt.
  • Das andere „Extrem“ wird von Celestron mit dem Ultima Duo Smartphone Adapter angeboten. Dieser ist speziell auf ein Smartphone (derzeit: iPhone 4/4S, iPhone 5/5S, Samsung Galaxy S4) und die Okulare der Serie Ultima Duo zugeschnitten. D.h. für jedes der genannten Smartphone wird eine Gehäuseschale angeboten. Es liegt ein Adapterring bei, der nur zu den Ultima Duo Okularen passt. Hier sind keine beweglichen Teile angebracht und nach dem Anbringen soll das Okularbild sofort in der Kamera sichtbar sein, ohne dass weitere Justagen erforderlich sind. Leider werdeon sowohl dieser Adapter als auch die Ultima Duo Okulare in Deutschland noch nicht angeboten. Versuche, sowohl den Smartphone Adapter als auch ein Ultima Duo Adapter online in den USA zu kaufen, scheitern an der Distributionspolitik von Celestron. Die Geschäfte in den USA dürfen diese Geräte nicht außerhalb der USA verkaufen.
  • Eine Art „Mittelweg“ habe ich mit dem Magnifi Adapter von Arcturus Labs gefunden. Es handelt sich um einen universellen Adapter für iPhone 4/4S, iPhone 5/5S. Er kann an beliebigen Okularen (Durchmesser <= 38 mm) von Teleskopen, Mikroskopen und Ferngläsern angebracht werden. Um den Magnifi Adapter geht es nun in diesem Blogartikel.

Der Magnifi Adapter wird in zwei Ausführungen jeweils für das iPhone 4/4S und iPhone 5/5S angeboten. Das iPhone 5C is explizit ausgenommen. Der Adapter kann an alle Okulare mit maximalem Durchmesser von 38 mm angebracht werden. Dabei ist man nicht auf Teleskope beschränkt. Kleinere Durchmesser als 25 mm können durch gummierte Ringe ausgeglichen werden. Zu beachten ist, dass am Okular mindestens 25 mm freier Spielraum für den Adapterring zur Verfügung stehen.

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Die Projektkontrolle Teil 1 – Überblick

Spätestens zum Monatswechsel steht es wieder an, dass allseits geliebte Projektcontrolling. Hier bewegt sich der Projektmanager im Spannungsfeld zwischen den zwei Extremen „Projektmanagement via Excel / MS Project u.ä.“ und „Ach, brauchen wir nicht. Dies ist unnützer formaler Ballast„. Ersteres steht auch für CEO (Chief Excel Officer) eines derartig agierenden Projektmanagers. Letzteres steht für die sogenannten „Macher“, die sich um „solche Details“ nicht kümmern und lieber richtig anpacken (richtiger: laut und viel reden).

Die Wahrheit liegt da eher in der Mitte. Denn es heißt nicht umsonst

Planung ohne Kontrolle ist sinnlos. Kontrolle ohne Planung unmöglich.

In einer lockeren Folge von Blogartikeln möchte ich auf die Projektkontrolle eingehen. Diese umfasst mehr als nur das ausfüllen von Tabellen und erstellen von Ampeln und Grafiken. Grundsätzlich geht es bei der Projektkontrolle um

  • die Ermittlung von Abweichungen zwischen Plan- und Vergleichsgrößen,
  • die Analyse dieser Abweichungen (Gründe),
  • die Feststellung der Auswirkungen (auf das Projekt, das Unternehmen usw.)
  • ggf. Definition von Maßnahmen, um mit diesen Abweichungen umzugehen.

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[Update: 13.11.14, 18:00] Philae auf Komet 67P gelandet – zweimal gelandet – wieder abgehoben?

Getreu dem Motto „Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem“ möchte ich auch noch ein paar Gedanken und eine Zusammenfassung zum Status der Kometenlandung der Rosetta Mission äußern.

Heute um ca 17:00 wurde das Signal von der Landungseinheit Philae erwartet, dass sie auf dem Kometen Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko gelandet ist. Nachdem die hereinkommenden Daten geprüft wurden, kam die Erfolgsmeldung (kompletter Wegcast: hier). Was ich in diesem Zusammenhang merkwürdig fand ist, dass nicht die Crewmitglieder im Fokus standen, sondern sich etliche Politiker gleich am Anfang im Licht des Erfolges sonnten. Statt nun Bilder und ggf. Kurzinterviews von den Wissenschaftlern und Technikern zu liefern, durfte man sich inhaltsleere Reden von den Politikern anhören (auch im Webcast). Immerhin haben die Teams viele Jahre auf diesen Zeitpunkt hingearbeitet.

Recht schnell kursierten allerdings Tweets im Netz, die besagten, dass die Landung doch nicht so erfolgreich oder zumindest mit Problemen behaftet war. Konkret wurde gesagt, dass die Landung zwar weich erfolgte, die Halteharpunen aber nicht auslösten. Diese sind dafür gedacht, die Landeeinheit Philae am Boden zu fixieren. Die Schwerkraft auf dem Kometen ist so gering, dass selbst Fußgänger sich ohne Probleme ins All katapultieren könnten.

Um 20:10 Uhr gab es dann eine weitere Pressekonferenz der ESA, die kursierenden Gerüchte bestätigten. Insgesamt gab sie folgende Informationen Preis:

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