Mein Beobachtungsabend am 24. Mai 2015 mit Mond, Saturn, M13, Haar der Berenike

Beobachtete Objekte / Ziel des Beobachtungsabends

Fokus des heutigen Beobachtungsabends sollten meine beiden neuen Okulare Baader Hyperion 5mm und 24mm sein. Um eine Vergleichbarkeit herzustellen, nahm ich mir bekannte Objekte vor. Doch leider machten dann Wolken einer ausführlich Beobachtungsnacht einen Strich durch die Rechnung. Daher verblieben

  • der Mond knapp vor seinem ersten Viertel,
  • der Saturn,
  • M13 (Herkulescluster)
  • Fotos vom Stativ: Saturn und Skorpion, Berenike mit Mel 111

Verwendetes Instrument

Schmidt-Cassegrain, Celestron NexStar SE 8

Instrumentendaten:

  • Brennweite (mm): 2032
  • Durchmesser (mm): 203
  • Öffnungsverhältnis (f/x): 1/10

Okulare:

  • Baader Hyperion 24mm; 84,67-fache Vergrößerung
  • Baader Hyperion 5mm; 406,4-fache Vergrößerung

Kamera:

  • iPhone 5S
  • ProCamera 8 App für die Aufnahmen; bis 6-facher digitaler Zoom

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Die Mondsichel bei Venus, verfolgt vom Jupiter

Heute ist am westlichen Himmel wieder eine schöne Konstellation zu sehen. Die noch dünne Mondsichel nach Neumond bei Venus, gefolgt von Jupiter. Sie ist auch deshalb so prägnant, da der Himmel noch recht hell ist und diese Objekte daher noch alleine für sich am Himmel stehen. Selbst von der Straße aus können sie gesehen werden, wenn man denn die Augen vom Smartphone nimmt 🙂

Allerdings kann der Blick auf diese drei Mitglieder des Sonnensystems von der Straßenschlucht aus durch Gebäude verdeckt sein. Wir hier haben das Glück, von unserer Terrasse über die Dächer zu schauen. Ich habe dieses „Abend-Dreieck“ noch erwischt, bevor sie hinter dem Dach verschwinden:

Mondsichel bei Venus gefolgt von Jupiter

Die Aufnahme wurde mit einem iPad 3 aufgenommen

Die folgende Animation zeigt für den Zeitraum 21.05. – 27.05. den Vorbeizug des Mondes an Venus und Jupiter:

Mond wandert an Venus und Jupiter vorbei . 21.05.15 bis 27.05.15

Mond wandert an Venus und Jupiter vorbei . 21.05.15 bis 27.05.15

Diese Animation wurde aus Bildern von Starry Night 7 Pro Plus und GraphicConverter zusammengestellt.

Hobbyastronomie mit dem iPad: Teleskopausrüstung in Astronomie Apps

iPad und Handcontroller Teleskop

Da ich meine Lieferung der neuen Teleskopausrüstung derzeit wegen des wolkenverhangenen Himmels leider nicht praktisch ausprobieren konnte, widmete ich mich der Aktualisierung einiger Astronomieprogramme bzgl. meiner Ausrüstung. Neu hinzugekommen sind:

  • Baader Hyperion 5mm
  • Baader Hyperion 24mm
  • Skywatcher Sucherfernrohr 9×50
  • Omegon Reducer x0,5

Es werden sich jetzt einige fragen: Was soll die Teleskopausrüstung in einem Astronomieprogramm. Ganz einfach: mit den entsprechenden Daten des Teleskops und den Optiken ist es möglich, sich das Himmelsobjekt bzw. den Himmelsbereich im Programm so darstellen zu lassen, wie es durch das Okular oder Sucherfernrohr erfasst wird. Das Stichwort hierzu ist „Field of View“ (FOV), der Blickwinkel des angepeilten Himmelsausschnitts, wie er durch das Okular oder Fernrohr auf Basis deren Vergrößerung gesehen wird.

So kann man bei der Planung des Beobachtungsabends schon im Vorfeld prüfen, wie das Himmelsobjekt unter verschiedenen Vergrößerungen, d.h. verschiedenen Okularen angezeigt wird. Ein Beispiel ist der Sternenhaufen Mel 111 im Sternbild „Haar der Berenike“. Dieser ist so großflächig, dass er nur mit einer extrem niedrigen Vergrößerung erfasst wird, z.B. Fernglas oder Sucherfernrohr des Teleskops. Blickt man durch das Teleskop, wird man diesen Sternhaufen nicht vollständig überblicken können. Hier zuerst der Anblick des Sternhaufens im Programm SkySafari 4 Pro

Mel 111 ohne FOV Anzeige

Mel 111 ohne FOV Anzeige

Im Programm kann man unter den „Setting – Equipment“ Teleskop, Okulare, Ferngläser, Suchfernrohre und Fotoapparte angeben:

Equipment in SkySafari

Equipment in SkySafari

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Haar der Berenike – Unscheinbares Sternbild mit Geschichte und vielen Highlights

Griechische Mythologie

Berenike II. war die Tochter des Magas von Kyrene und der syrischen Prinzessin Apama. Sie wurde um 270 v.Chr.geboren. Berenike wurde von ihrer Mutter mit Demetrios d. Schönen verlobt. Allerdings soll Berenike’s Mutter, Apama, ein Verhältnis mit Demetrios eingegangen sein. Angeblich ließ Berenike Demetrios umbringen, setzte sich allerdings für ihre Mutter ein. Berenike wurde zur Alleinherrscherin und entschied sich für die Heirat mit Ptolemaios III., da sie ihre Stellung nicht verlieren wollte und wirtschaftliche Vorteile für die Kyrenaika durch die Verbindung mit Ägypten erhoffte.

Im Jahr 246 v. Chr. wurde Ptolemaios III. in den Syrienfeldzug einberufen. Während dieser Zeit lag die Verwaltung des Landes bei Berenike II. Dies lässt sich auch an Münzen nachweisen, die für sie geprägt wurden. Auch stammt aus dieser Zeit das Gedicht „Die Locke der Berenike“, welches von Callimachos verfasst wurde. Demzufolge gelobte Berenike bei der gesunden Heimkehr des Königs eine Haarlocke zu opfern. Nachdem dieser wieder zurückkehrte, löste Berenike ihr Versprechen ein. Die Haarlocke wurde in den Tempel der Arsinoe Zepherites gebracht. Einen Tag später war sie verschwunden, und der Mathematiker Konon von Samos entdeckte sie am Himmel.

Literatur:

Herklotz, Friederike, Berenike II. – Königin und Göttin, in: Angelika Lohwasser (Hg.), Geschlechterforschung in der Ägyptologie und Sudanarchäologie. Beiträge eines Kolloquiums für Sudanarchäologie und Ägyptologie der Humboldt-Universität zu Berlin (8.5. und 19.6.1999), Berlin 2000 (= Internetbeiträge zur Ägyptologie und Sudanarchäologie; Bd. 2), S. 43-61. Siehe auch PDF-Version des Artikels.

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Wie trotz eines misslungenen Beobachtungsabends dennoch ein langer Blogartikel entstand

Es sah für einen wolkenfreien Beobachtungsabend eigentlich sehr gut aus. Die Vorhersage sowie die Satellitenbilder versprachen für Berlin eine wolkenfreie Nacht. Die Sonnenuntergang sah schon vielversprechend aus, so dass ich das Teleskop aufbaute:

Teleskop auf Terrasse aufgebaut

Teleskop auf Terrasse aufgebaut

Doch leider kam es dann anders. Immerhin dauerte die „Beobachtungsnacht“ dann doch bis fast halb zwei. Allerdings habe das lag weniger an der Beobachtung von Himmelsobjekten, als vielmehr daran, dass ich etliche Dinge ausprobierte. Doch der Reihe nach:

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Die Hydra – besiegt von Herakles und der Lichtverschmutzung

Mit dem nahenden Sommer werden hier in Berlin die Beobachtungsnächte sehr kurz, zumindest was schwach sichtbare und Deep Sky Objekte angeht. Daher wende ich mich im Astronomieteil meines Blogs mal den Sternbildern zu.

Den Anfang macht das Sternbild Hydra, auch bekannt unter dem Namen „Wasserschlange“. Dieses Sternbild zieht sich über eine große Fläche des Himmels hin, tief am südlichen Horizont (bezogen auf unsere Breitengrade). Es kann allerdings nur um den Mai herum vollständig betrachtet werden, denn das Sternbild steht tief am Horizont:

Sternbild Hydra

Sternbild Hydra

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