Was ist Projektmanagement – Inspiriert von IPMA

Ich Laufe meiner Zertifizierung bei der IPMA (Level D in Deutschland, Level C in Skandinavien) habe ich verschiedene Herangehensweisen an die inhaltliche Auseinandersetzung des Themas und die Prüfung kennengelernt. Daraus abgeleitet, insbesondere auf Basis der National Competence Baseline von Skandinavien, ergab sich für mich ein Verständnis des Projektmanagements auf einer Metaebene. D.h. unabhängig von den verschiedenen angebotenen Projektmanagementmodellen (PMI, IPMA, Prince2 usw.) lassen sich die Anforderungen an den Projektmanager allgemein formulieren. Diese müssen dann noch auf das Managementmodell eines spezifischen Projekts heruntergebrochen werden.

Mein Verständnis dieser Anforderungen an den Projektmanager habe ich zusammengefasst. Er muss bei seiner Arbeit folgenden Aufgabenfelder anwenden können:

  • Charakterisierung von Projekten und was ist Projektmanagement?
  • Auswahl eines geeigneten Projektmanagementmodells
  • Planen von Projektmanagementphasen
  • Planung des projektspezifischen Managementaufwands
  • Beurteilung des ausgeführten Projektmanagements
  • Förderung der Projektmanagementprozesse im Unternehmen

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Klappspiegel als Hilfe für Aufnahmen mit dem Teleskop

Der Klappspiegel ist ein nützliches Zubehör bei der Fotografie mit Webcams oder anderen Kameras. Mit diesem ist es möglich, eine Kamera und ein Okular gleichzeitig am Teleskop zu montieren. Dadurch ist es möglich, das gewünschte Himmelsobjekt mittels des Okulars im Sichtfeld zu zentrieren und fokussieren und dann einfach per Kippschalter das Bild zur Webcam zu lenken. Ein manueller Wechsel vom Okular zur Webcam mit allen seinen Problemen wird dadurch vermieden. Näheres jetzt im folgenden Abschnitt.

Warum ein Klappspiegel am Teleskop die Justierungsarbeit für Kameras verringert

Grundsätzlich muss das Teleskop exakt auf das gewünschte Objekt ausgerichtet werden, so dass es vom Chip der Kamera (Fotoapparat, CCD-Kamera bzw. Webcam) erfasst wird. Dies ist sehr schwierig, da die Ausrichtung beim Wechsel vom Okular zur Kamera das Teleskop minimal verstellt werden kann. Die Chips z.B. der Webcam sind sehr klein. Da kann es schon passieren, dass das Objekt dann nicht mehr vom Kamerachip erfasst wird. Außerdem ist es grundsätzlich nicht sicher, dass ein in der Mitte des Okulars ausgerichtetes Beobachtungsobjekt  vom Kamerachip überhaupt auf dem Chip abgebildet wird. Dazu kommt, dass der Fokus von Okular und Kamera verschieden sind. Dieser muss nach dem Aufstecken der Kamera dann wieder am Teleskop eingestellt werden. Bei Kameras ohne Möglichkeiten einen Bildanzeige (Live View), ohne Autofokus auch für astronomische Objekte bzw. ohne unendlichen Fokus hat dies zur Folge, dass man viele Testfilme bzw. Testbilder erstellen muss. Nur so kann bei diesen Kameras sichergestellt werden, dass das Objekt auch tatsächlich im „Sichtfeld“ der Kamera ist und der Fokus stimmt.

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Elternzeit ab Juniors erstem Geburtstag

Jetzt ist es soweit, seit  2 Wochen bin ich in Elternzeit. Das Fazit ist: cool 🙂

In jedem Fall ist es ungewohnt, den Junior jetzt den ganzen Tag um sich zu haben. Während der Arbeitstage verbleiben ja nur wenige Stunden, um sich mit dem Junior zu beschäftigen. Und die sind dann mit gemeinsamen Abendessen, Junior waschen und ins-Bett-bringen ganz schnell vorbei. Da bleiben dann nur die Wochenenden für ein längeres Beisammensein beim Spielen, für das Zuschauen, wie Junior sich beschäftigt oder um mit der Familie etwas was zu unternehmen. In diesem Zusammenhang muss ich sagen, dass ich im Schnitt nur 8 Std. Arbeitszeit hatte. Mehrarbeit habe ich so gut wie möglich im ersten Jahr vermieden. Dazu kommen dann aber auch noch insgesamt 2 Std. Fahrzeit pro Tag und die Einkäufe auf dem Nachhauseweg. Das summiert sich, so dass abends wenig Zeit übrig bleibt.

Die nächsten 5 Monate stehe ich unserem Sohn nun voll und ganz zur Verfügung. Leider muss die Mama bald wieder arbeiten. So komme ich in den Genuss, die Tagesversorgung alleine zu übernehmen 🙂 In diesem Zusammenhang wurde ich aber gleich auch mit Vorurteilen von Frauen konfrontiert. Zumindest war dann ein Ausspruch von der Art gewesen, dass „ja nun der Papa sich um das Windelwechseln, füttern usw. kümmern muss“. Als ob ich die letzten 12 Monate ein ruhiges Leben hatte. Und Windeln kenne ich nicht nur aus der Werbung …

Das Vorurteil, dass Männer keine Ahnung von Kinderbetreuung haben, traf mich auch schon beim Einkaufen. So suchte ich im Regal eines Geschäfts nach einer bestimmten Trinkflasche. Da wurde ich von einer Frau angesprochen, ob ich Hilfe benötige – ich sähe so hilflos aus. Das mein Einkaufswagen schon voller Babysachen war, und dass ich somit ja augenscheinlich kein Problem habe, mich zurechtzufinden, ignorierte die gute Frau geflissentlich.

In den ersten zwei Wochen habe ich dem Junior endlich längere Zeit beim Spielen und Erforschen zuschauen können. Er beschäftigt sich dann mit bestimmten Dingen und man ist als Elternteil scheinbar abgemeldet. Ab und zu kommt ein prüfender Blick, ob Papa (bzw. Mama) noch da ist und dann wird weitergespielt bzw. geforscht. Man braucht einfach nur zusehen. Ein Eingreifen wie z.B. mit „Schau mal, so geht es …“ oder „Willst Du nicht das mal ausprobieren?“ sollte in solchen Phasen tunlichst vermieden werden. Einfach das Kind agieren lassen. Wenn es etwas möchte, kommt es schon auf einen zu.

Was bis jetzt noch ungewohnt für mich ist, dass ich als einer der wenigen Männer an Arbeitstagen den Sohnemann mit dem Buggy durch die Weltgeschichte schiebe. Und im Park bzw. beim Einkaufen tagsüber ziehe ich doch teilweise die Blicke der vielen Mütter auf mich 🙂

Eine Herausforderung wird es sein, während der Elternzeit einen Kitaplatz bzw. eine Tagesbetreuung für die Zeit nach Ablauf meiner Elternzeit zu finden. In Berlin einen Platz in einer Kita zu ergattern, für die man nicht täglich stundenlange Umwege fahren muss, ist extrem schwierig. Wir denken aber, dass es Junior mit 1 1/2 Jahren gut tut, sich in einer Gruppe zu bewegen. So lernt er soziale Verhaltensweisen recht früh. Die bisherigen Kurse mit anderen Babys, bei denen er mit Mama dabei war, haben ihn jedenfalls immer ein Stückchen weitergebracht.

Streiflichter: Womit man sich im ersten Jahr nach der Geburt seines Kindes herumschlagen muss

Rückblickend auf das erste Jahr unseres Sohnes muss ich sagen, dass einige Dinge, mit denen wir uns vorbereitend vor der Geburt auseinander gesetzt haben, überraschende Wendungen genommen haben.

Nehmen wir z.B. das Thema Stillen. Offiziell wird zum Stillen geraten, wenn die Mutter es kann. Ab dem 4. bis 6. Monat soll dann mit der Beikost begonnen werden und es wird ein Stillen bis zum 2. Geburtstag empfohlen. Womit wir nicht rechneten, waren etliche Reaktionen zu diesem Thema, die aus Ahnungslosigkeit bis hin zum Unverständnis resultierten. Z.T. blanker Hohn wurde uns entgegengebracht, wenn herauskam, dass unser Kind gestillt wurde. „Stillen nach dem 1. Lebensjahr ist Inzest“ ist ein Beispiel, welches von einem Arzt (!) kam. Aber auch Aussagen wie „Lasst das Kind doch nachts schreien“ waren keine Seltenheit.

Ein weiteres Beispiel für Überraschungen war die Ernährung der Mutter, wenn sie stillt. Eine Fraktion versuchte uns einzureden, dass man nichts essen sollte, was irgendwie sauer, scharf, gewürzt, gesalzen usw. ist. Das würde dauerhaft einen wunden Po bedeuten, da die Kindermilch diese „Würze“ weiterreicht. Die andere Fraktion redete uns ein, dass das alles Quatsch ist. Der Körper der Mutter filtert alles aus und die Muttermilch enthält nur die „ungefährlichen“ Stoffe. Tja, aus eigener Erfahrung kann man sagen, dass letztere Fraktion unrecht hat. In den ersten Monaten merkt man an der Windel bzw. dem Po schon, was die Mutter gegessen hat. Nur ist es nicht so schlimm, wie die erste Fraktion es dazustellen versucht. Das Kind und seine Verdauung muss lernen, damit umzugehen. In jedem Fall sollte sich die Mutter so ernähren, dass sie sich wohl fühlt und auch kräftigt. Denn das Stillen kostet auch viel Kraft.

Womit wir auch beim Thema Drei sind, die Windeln. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein wunder Po sehr oft die Windelsorte als Ursache hat, und nicht das Essen, welches die stillende Mutter zu sich nimmt. Man sollte einige Windelsorten durchprobieren. So kann man feststellen, welche am wenigsten bzw. gar keine Probleme mit wundem Po machen. Und zumindest bei uns sind es die vielbeworbenen Marken, die sich als schlecht herausgestellt haben. Vielmehr boten sich die No-Name Windeln von einigen Drogerien bzw. Lebensmittelläden als zu bevorzugende Alternativen an. Aufgrund der Pleite einer Drogeriekette ist das Angebot allerdings leider geschrumpft.

Die Suche nach einer Kita entwickelt sich zu einem Drama, zumindest hier in Berlin. Wenn man im Sommer 2011 (während der Schwangerschaft) Kitas mit der Ankündigung „Sie können sich schon für Plätze ab August 2013 bewerben“ sieht, glaubt man nicht mehr so sehr an die von den Politikern propagierte Wahlfreiheit. Dass das ganze kein Einzelfall ist, zeigt die Ankündigung im folgenden Jahr:

Außerdem werden in Berlin Kitaplätze nur jeweils zum 1. August angeboten. Nimmt man jetzt die 12 bzw. 14 Monate Elterngeld für die Elternzeit hinzu, müssen die Kinder im Prinzip am 31. Mai bzw. 31. Juli geboren werden. Ansonsten ist man gezwungen, weitere Elternzeit zu nehmen, die vom Staat nicht mehr unterstützt wird. Dies ist ein schönes Beispiel für die fehlende Abstimmung der einzelnen politischen Regelungen. Dazu kommt, dass Kitas Unterlagen verschlampen und sich an Bewerbungen nicht mehr erinnern. Bei manchen Kitas hat man den Eindruck, dass man kräftig schleimen oder sich um Elterndienste reißen muss, um überhaupt in die engere Auswahl zu kommen. Aber dies ist ein Thema, welches in einem gesonderten Blogartikel behandelt werden soll.

Abschließend noch das Wichtigste, die Ernährung der Babys bzw. Kinder. Die speziell angebotene Babynahrung, egal ob Gläschen, Knabberzeug usw., enthält oft viel zugesetzten Zucker. Ein Beispiel waren Tees von Hipp, siehe Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Aber auch, wenn auf der Packung steht, dass kein Zucker zugesetzt wurde, muss man aufpassen. Vielfach enthält das Produkt viel Fruchtsüße in verschiedenen Konstellationen. Finden sich in der Zutatenliste z.B. Apfel- bzw. Birnendicksaft, so kann man davon ausgehen, dass das Lebensmittel mit unnötig viel Zucker angereichert wurde. Das Ganze wird evtl. noch als Bio vermarktet. Daher hier der deutliche Hinweis:

Fruchtzucker ist genauso schädlich wie Industriezucker.

Fruchtzucker ist wie Industriezucker ein Risikofaktor für Karies, Übergewicht und Fettansammlung, Bluthochdruck und Diabetes. Leider fallen viele Menschen auf die Werbung rein, in der Fruchtzucker als natürlich empfohlen wird. Nur ist „natürlich“ nicht mit „gesund“ gleichzusetzen. Oder würde jemand von Ihnen die natürliche Radioaktivität als gesund empfinden? Dies soll kein Plädoyer generell gegen Zucker sein. Nein, es zeigt sich aber heutzutage, dass die Lebensmittelindustrie viele ihrer Nahrungsprodukte mit einem erheblichen Anteil an zusätzlichem Zucker versieht. Und das betrifft nicht nur Kinder, sondern die Nahrung für alle Menschen insgesamt.