Steuerung von Celestron Teleskopen mit iPad / iPhone und SkyQ Link (Teil 4)

Dies ist der vierte Teil meiner Blogartikelserie über die Möglichkeiten, mit dem iPad Celestron Teleskope zu steuern. Wie im vorigen Teil dieser Artikelserie geschrieben, steht seit Ende Mai die neue App „SkyPortal“ von Celestron zur Verfügung. Diese entspricht augenscheinlich der Basisversion von SkySafari 4. Mit SkyPortal kann ein Celestron Teleskop über den SkyQ Link Adapter gesteuert werden. Im Teil 3 habe ich die Konfiguration des Adapters mit SkyPortal beschrieben. Im vierten Teil werde ich nun endlich auf die Erfahrungen im praktischen Einsatz eingehen.

  • Teil 1:
    • Warum Steuerung mit Mobilgeräten anstatt mit Handsteuerung des Teleskops?
    • Das SkyQ Softwaredesaster unter iOS (7)
    • (Unvollständiger) Überblick über WiFi – seriell Adapter für Teleskope
    • Kurze Vorstellung von SkyQ Wifi incl. Betriebsmodi
  • Teil 2:
    • Anschluss SkyQ WiFi Adapter am Teleskop
    • Die WLAN Anbindung des iPads an das Ad Hoc Netzwerk des SkyQ WiFi Adapters (Direct Access Modus)
    • Alignment des Teleskops mit dem iPad und der App Cosmos Celestron Navigator.
    • Ausblick: Steuerung mit weiterer App SkySafari Pro
  • Teil 3:
    • SkyPortal App vom Celestron, am 22.05.14 für iOS veröffentlich
    • Konfiguration des SkyQ Link Adapters mit SkyPortal für die Betriebsmodi “Direct Access” & “Access Point”
    • Alignment des Teleskops mit SkyPortal
  • Teil 4 (dieser Artikel)
    • Allgemeine Eindrücke mit SkyPortal und dem SkyQ WiFi Adapter
    • Funktionen der Teleskopsteuerung
    • Unterschiede in der Qualität des Alignments mit Handcontroller und mit der App?
    • Welche Funktionen fehlen in SkyPortal ggü. SkySafari (Pro)?
    • Ausblick

Allgemeine Eindrücke

Am Anfang sei gesagt, dass die folgenden Eindrücke des SkyQ Link Adapters mit SkyPortal im sogenannten Access Point Modus gewonnen wurden. D.h. SkyQ Link hat sich in mein heimisches WLAN eingebucht. Während der gesamten Himmelsbeobachtung (23:00 bis 1:30 Uhr morgens) funktionierte die WLAN Verbindung ohne Probleme und Aussetzer. Im WLAN (über 2 Stockwerke, 2. Router zur Erweiterung, Terrasse im oberen Stockwerk) waren neben dem iPad noch ein Smartphone und ein AppleTV Gerät im Netz eingebucht.

SkyPortal Teleskopsteuerung

SkyPortal Teleskopsteuerung

Nach erfolgtem Teleskop Alignment werden die Steuerungselemente in der Himmelsansicht mit angezeigt. Die Steuerung erfolgt über 4 Tastenfelder, jeweils 2 davon links und rechts am Bildschirmrand. Sie sind kleiner als bei der ursprünglichen Celestron App. Bei dieser nahm eine Steuerungstaste den gesamten Bildschirmrand einer Seite ein. D.d. die Steuerungstaste für „oben“ war in der gesamten Breite am oberen Rand angesiedelt. Ich bin daher der Meinung, dass ich die Tasten bei der damaligen Celestron App besser ohne Hinzusehen getroffen habe. Bei SkyPortal muss ich da schon öfters den Blick auf das iPad lenken. Dies kann aber auch eine Sache der Gewohnheit und somit in Zukunft kein „Problem“ mehr sein.

Während der gesamten Anwendungszeit konnte ich keine qualitativen Unterschiede zwischen Handcontroller und SkyQ Link / SkyPortal feststellen. D.h. die Steuerung mit SkyPortal wirkte nicht schwammig. Es gab keine für mich feststellbaren Verzögerungen zwischen Tastendruck und Teleskopbewegung mit SkyPortal.

Funktionen der Teleskopsteuerung in SkyPortal

Die App SkyPortal bildet vom Prinzip her alle Möglichkeiten der Handsteuerung ab. So kann das Teleskop natürlich auch in SkyPortal ausgewählte Objekte mittels „GoTo“ direkt ansteuern:

Die Rate (Geschwindigkeit), mit der das Teleskop über die Steuerungstasten bewegt wird, ist mittels Schieberegler einzustellen. Und zusätzlich kann ein Alignment auch noch an weiteren Objekten durchgeführt werden. Für diese drei Funktionen siehe die Abbildung im vorigen Abschnitt.

Unter Settings -\> Telescope -\> Setup and Control finden sich die von der Handsteuerung bekannten Einstellungen:

Unterschiede in der Qualität des Alignments zwischen Handcontroller und SkyPortal?

Ich kann bisher keine erkennbaren Unterschiede feststellen. Sowohl nach dem Alignment mit dem Handcontroller als auch mit der App SkyPortal ist es (bei mir) so, dass die Objekte nie genau in der Mitte des Gesichtsfelds stehen, wenn sie Goto angefahren werden. Mit dem 25 mm Okular habe ich sie aber bisher immer im Sichtfeld gehabt.

Ganz wichtig ist es, vor dem Alignment und in SkyPortal die Einstellung „Use Current Time“ einzuschalten (und eingeschaltet zu lassen). Ansonsten ist eine Ausrichtung natürlich nicht möglich:

SkyPortal Zeiteinstellung

SkyPortal Zeiteinstellung

Diese Einstellung findet sich unter Settings -\> Time & Location -\> Date & Time

Welche Funktionen fehlen in SkyPortal ggü. SkySafari (Pro)?

SkyPortal entspricht der Basisversion von SkySafari. Somit lassen sich Unterschiede in den Funktionen, welche nicht die Teleskopsteuerung betreffen, in der Produktbeschreibung von SkySafari finden.

Für mich sichtbare und relevante Unterschiede:

  • Ein erster, für mich sofort sichtbarer Unterschied ist, dass SkyPortal keine selbstdefinierbaren Beobachtungslisten erlaubt. Somit besteht in SkyPortal keine Möglichkeit, seine vorab herausgesuchten Objekte ablegen und in der Himmelsansicht markiert anzeigen lassen.
  • Natürlich bietet SkySafari Pro ggü. SkyPortal (und damit SkySafari Basisversion) erheblich umfangreichere Objektdatenbanken:
    • über 25 Mio. vs. 120.000 Sterne
    • 740.000 vs. 200 Deep Sky Objekte
    • 630.000 vs. „ein Paar Hundert“ Objekte im Sonnensystem
  • SkySafari Pro bietet die Möglichkeit, sein Equipment (neben Teleskopen auch Okulare, Ferngläser, Sucher und Kameras) einzutragen. Diese können dann dazu verwendet werden, vordefinierte Sichtfelder zu erstellen, die dann für die Himmelsanzeige ausgewählt werden können.
  • Schließlich bietet Sky Safari Pro ggü. SkyPortal noch die Rubrik „ausgesuchte Objekte, Ereignisse“ der nächsten 7-8 Tage aus „Sky & Telescope“

Ausblick

Aufgrund der schlechten Beobachtungsbedingungen – und ich muss zugeben, auch wegen der Fußball WM 😉 – hatte ich in den letzten Wochen so gut wie gar keine Möglichkeiten für Himmelsbeobachtungen. Dazu kamen Tests mit dem Smartphone Adapter für Teleskope (siehe kurzen Beitrag über das Erscheinen dieses Adapters). Diese waren zeitaufwändig, aber leider bisher nicht so erfolgreich. Dazu aber in einem späteren Blogartikel von mir später mehr.

Aus diesen Gründen konnte ich diverse Dinge nur ansatzweise testen. Dazu gehört die Qualität des Alignments, ob es doch Unterschiede zur Teleskopausrichtung mit der Handsteuerung gibt. Außerdem möchte ich noch die Steuerung über den Direct Access Mode testen. Gibt es dort evtl. Aussetzer bzw. Probleme? Wie groß ist die Reichweite? Fühlt sich die Steuerung ggü. dem Handcontroller (und dem Access Point Modus) „anders“ an? Dies werde ich nachholen und auch in meinem Blog dokumentieren.

Sollten Sie selber Erfahrungen mit SkyPortal und dem SkyQ WiFi Adapter haben, wäre ich froh, wenn Sie diese im Kommentarbereich angeben. Dies gilt insbesondere für weiterführende Informationen oder von meiner Beschreibung abweichende Erlebnisse. Leider lassen sich, zumindest im deutschsprachigen Raum, leider sehr wenig Informationen finden zur Unterstützung der Himmelsbeobachtung durch aktuelle Computertechnik.

Steuerung von Celestron Teleskopen mit iPad / iPhone und SkyQ Link (Teil 3)

Dies ist der dritte Teil meiner Blogartikelserie über die Möglichkeiten, mit dem iPad Celestron Teleskope zu steuern.

Im ersten Teil ging es darum, einen Überblick über das Celestron SkyQ Wifi Modul zu geben. Mit diesem ist es möglich ist, Celestron Teleskope via iPad bzw. Modilgeräten zu steuern. Ein Schwerpunkt bildete dabei das Problem der seit September ´13 nicht mehr funktionierenden SkyQ Software für iOS (iPad / iPhone). Der WiFi Adapter wurde dadurch unbrauchbar. Eine (unvollständige) Lösung stellte die Nutzung der Cosmos Celestron Navigator App dar, welche für die Steuerung eines Teleskops (Cosmos 90GT WiFi Telescope) angeboten wurde. Diese App basiert auf der App SkySafari 4 Basisversion.

Im zweiten Teil ging ich auf den Anschluss und Inbetriebnahme des SkyQ WiFi Adapters ein, unter Benutzung der App Cosmos Celestron Navigator. Hier verwies ich auch kurz auf die App SkySafari Pro, die mit einem Update auf Version 4.0.5 auch die (eingeschränkte) Möglichkeit bot, Celestron Teleskope via dem SkyQ WiFi Modul anzusteuern. Dieses Update stellte sich jedoch als „Versehen“ heraus und die Funktion wurde wieder entfernt (siehe auch meinen Blogartikel hierzu). Hier wurde wohl die entsprechende Codebasis für die App Cosmos Celestron Navigator versehentlich veröffentlich.

Im dritten Teil (dieser Artikel) wollte ich nun endlich über Erfahrungen mit der Teleskopsteuerung per Cosmos Celestron Navigator während der nächtlichen Beobachtung schreiben. Aufgrund des Kommentars von einem Mitstreiter (danke Walter) im Blogartikel Update: Steuerung von Celestron Teleskopen mit iPad / iPhone, SkySafari und SkyQ Link wurde ich auf die seit 22.05.14 verfügbare App SkyPortal von Celestron aufmerksam. Auch sie basiert auf SkySafari 4 (Basisversion), so dass die in den vorigen Blogartikeln besprochenen Funktionen zur Inbetriebnahme und zum Teleskopalignment weiterhin gültig sind. Ein wesentlicher Unterschied ist, dass die App SkyPortal es nun zusätzlich ermöglicht, den SkyQ Link WiFi Adapter zusätzlich im Access Point Modus anzusprechen. In diesem Modus klinkt sich der Adapter in das heimische Netzwerk ein, statt ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Aus diesem Grund werde ich diesen dritten Teil der Konfiguration des SkyQ Link Adapters und den Alignment Möglichkeiten mit der App SkyPortal widmen.

Im vierten Teil der Blogartikelserie geht es dann endlich um die praktische Anwendung des SkyQ Link Adapters mit dem iPad bzw. iPhone in der Beobachtungsnacht. Dafür verwende ich dann die App SkyPortal.

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Update: Steuerung von Celestron Teleskopen mit iPad / iPhone, SkySafari und SkyQ Link

In den ersten beiden Teilen meiner Blogartikelserie „Steuerung von Celestron Teleskopen mit iPad / iPhone und SkyQ Link“ (Teil 1 hier, Teil 2 hier) ging es darum, dass die Original-App „SkyQ“ seit ca. September letzten Jahres nicht mehr unter iOS (wahrscheinlich iOS7 insgesamt) funktionierte. Einen Ausweg scheint die neue App Cosmos Celestron Navigator zu bieten, obwohl sie bisher offiziell nur für das Comos 90GT WiFi Telescope beworben wird. Diese App kann auch weitere Celestron Teleskope über das SkyQ Link Wifi Modul steuern. Eine Einschränkung besteht darin, dass dies nur funktioniert, wenn das Modul im Direkt Access Mode betrieben wird. Wenn sich das Modul in das Heimnetzwerk einbucht (Access Point Mode), kann Cosmos Celestron Navigator keine Verbindung zum SkyQ Link Modul aufbauen.

Nun gibt es das allseits bekannte Programm SkySafari. Bisher konnte es allerdings nur die hauseigene Steuerung SkyFi ansteuern. Das von Celestron angebotene SkyQ Modul blieb dieser App verschlossen, zumindest bis zur aktuellen Version 4.0.5. Still und heimlich kam mit dem letzten Update die Option hinzu, genau dieses  Celestron WLAN Modul zu verwenden:

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Update: Red Film für Tabletts, Smartphones, Computer und Digitalkameras

In meinem Blockartikel vom 17.07.13 beschreibe ich den Einsatz von Red Film Folien für Tablets, Smartphones usw.für die Beobachtungsnächte. Durch sie soll die Störung der Augenadaption in der Dunkelheit vermieden werden. Ihr Einsatz empfiehlt sich immer dann, wenn neben dem reinen Einsatz der Astronomie App auch noch andere Aktivitäten auf dem Computer bzw. Mobilgerät erfolgen sollen. Denn dann reicht die obligatorische Nachtsichteinstellung bei der Anzeige des Sternenhimmels in der Astronomie App nicht mehr aus. Als Beispiele seien die Wikipedia-Ansicht in etlichen der Astronomie Apps, als PDF abgelegte Aufsuchhilfen und das Versenden von kurzfristigen Statusmeldungen per Twitter / Google+ usw. genannt. Mit Verlassen der Sternenhimmelanzeige schalten zumindest die Mobilgeräte in die normale Weißlichtbeleuchtung zurück.

Nach längerer Abstinenz in 2013 habe ich jetzt wieder meine Aktivitäten zur Hobbyastronomie aufgenommen. Ich musste dabei feststellen, dass der Einsatz des Red Film auf Probleme stoßen kann. Gründe hierfür sind z.T. die stark geänderten Benutzeroberflächen ab Apples iOS7 für iPhone und iPad. Es scheint derzeit schick zu sein, Elemente in der Benutzeroberfläche mit z.T. schlechten Kontrasten einzubauen.

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Steuerung von Celestron Teleskopen mit iPad / iPhone und SkyQ Link (Teil 2)

Dies ist der 2. Teil der Blogartikelserie „Steuerung von Celestron Teleskopen mit iPad / iPhone und SkyQ Link“:

  • Teil 1:
    • Warum Steuerung mit Mobilgeräten anstatt mit Handsteuerung des Teleskops?
    • Das SkyQ Softwaredesaster unter iOS (7)
    • (Unvollständiger) Überblick über WiFi – seriell Adapter für Teleskope
    • Kurze Vorstellung von SkyQ Wifi incl. Betriebsmodi
  • Teil 2 (dieser Artikel)
    • Anschluss SkyQ WiFi Adapter am Teleskop
    • Die WLAN Anbindung des iPads an das Ad Hoc Netzwerk des SkyQ WiFi Adapters (Direct Access Modus)
    • Alignment des Teleskops mit dem iPad und der App Cosmos Celestron Navigator.
    • Ausblick: Steuerung mit weiterer App SkySafari Pro
  • Teil 3:
    • SkyPortal App vom Celestron, am 22.05.14 für iOS veröffentlich
    • Konfiguration des SkyQ Link Adapters mit SkyPortal für die Betriebsmodi „Direct Access“ & „Access Point“
    • Alignment des Teleskops mit SkyPortal
  • Teil 4:
    • Allgemeine Eindrücke mit SkyPortal und dem SkyQ WiFi Adapter
    • Funktionen der Teleskopsteuerung
    • Unterschiede in der Qualität des Alignments mit Handcontroller und mit der App?
    • Welche Funktionen fehlen in SkyPortal ggü. SkySafari (Pro)?
    • Ausblick

Die folgenden Beschreibungen beziehen sich auf den Einsatz der App Cosmos Celestron Navigator. Wie im Teil 1 dieser Blogserie beschrieben ist schon seit Monaten die Original-App SkyQ unter zumindest iOS7 nicht mehr lauffähig. Dort scheint sich auch keine Lösung des Softwareproblems abzuzeichnen, und das obwohl diese App immer noch offiziell für den Betrieb des SkyQ WiFi Adapters beworben wird.

Mit Cosmos Celestron Navigator funktioniert die Steuerung des Teleskops über den SkyQ Wifi Adapter, obwohl die App nur für das Cosmos 90GT WiFi Telescope beworben wird. Dieses wird mit integriertem WLAN verkauft.

Während der Erstellung dieses Blogartikels erreichte mit der Hinweis eines engagierten Hobbyastronomen und Leidensgenossen bzgl. des Softwaredesasters mit der SkyQ App. Ab der Version 4.0.5 bietet die App SkySafari Pro die Teleskopsteuerung auch über das SkyQ WiFi Modul an. Ich hatte nach dem letzten Update der App nicht mitbekommen, dass die Einstellungen zur Teleskopsteuerung ergänzt wurden. Daher schwieg sich der Teil 1 meiner Blogserie zur Teleskopsteuerung dazu aus. Vielen Dank an den aufmerksamen Hobbyastronom 🙂

Ich werde die Steuerung über SkySafari in diesem Teil nur kurz anreißen, da ich sie selbst noch nicht ausführlich getestet habe. Ein erster Versuch klappte nicht. Dies wird höchstwahrscheinlich an einer falschen Reihenfolge der Teleskop- und App-Initialisierung gelegen haben. Daher werde ich über SkySafari Pro und SkyQ WiFi in einem späteren Blogartikel berichten.

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Wie – Astrofotografie mit dem Smartphone?

In Anbetracht der doch technologisch fortgeschrittenen Astrokameras oder Umbauten von Spiegelreflexkameras für die Astrofotografie, könnte man schon in das Grübeln kommen:

Astrofotografie mit dem Smartphone, das soll funktionieren?

Ich bin vor Kurzem über ein Preisangebot für einen Smartphone Adapter gestolpert. Bisher hatte ich nicht ernsthaft daran gedacht, mein iPhone für die Fotografie einzusetzen. Davon abgesehen kosteten die Adapter doch Preisen ab 60 – 70 Euro doch schon recht viel Geld. Beim Angebot kam ich dann aber doch ins Grübeln und entschloss mich für den Kauf des Adapters.

Ich bin nun gespannt, wie sich die Handhabung bei der Montage gestaltet und was von der Fotoqualität zu halten ist.ist. Insbesondere der Zeitaufwand, bis sich das Objekt im Fokus des Smartphones befindet, interessiert mich. Angepriesen wird es für Mond und Planetenfotografie. Mit Spezialfiltern für das Teleskop sollte es auch für die Sonnenfotografie interessant sein.

Nun muss ich noch auf freie Zeit und wolkenlosen Himmel warten, um den Adapter auszuprobieren. Näheres dazu dann (hoffentlich) demnächst in meinem Blog …

Steuerung von Celestron Teleskopen mit iPad / iPhone und SkyQ Link (Teil 1)

iPad und Handcontroller Teleskop

In dieser Serie von Blogartikeln gehe ich auf das Celestron SkyQ Link Wifi Modul ein. Es handelt sich hierbei um einen Adapter, welcher in den Aux-Port der Celestron Teleskope eingesteckt wird, um sie von via WLAN steuern zu können. Dieses Modul habe ich mir Ende 2012 zugelegt.

Dies ist der 2. Teil der Blogartikelserie „Steuerung von Celestron Teleskopen mit iPad / iPhone und SkyQ Link“:

  • Teil 1 (dieser Artikel):
    • Warum Steuerung mit Mobilgeräten anstatt mit Handsteuerung des Teleskops?
    • Das SkyQ Softwaredesaster unter iOS (7)
    • (Unvollständiger) Überblick über WiFi – seriell Adapter für Teleskope
    • Kurze Vorstellung von SkyQ Wifi incl. Betriebsmodi
  • Teil 2:
    • Anschluss SkyQ WiFi Adapter am Teleskop
    • Die WLAN Anbindung des iPads an das Ad Hoc Netzwerk des SkyQ WiFi Adapters (Direct Access Modus)
    • Alignment des Teleskops mit dem iPad und der App Cosmos Celestron Navigator.
    • Ausblick: Steuerung mit weiterer App SkySafari Pro
  • Teil 3:
    • SkyPortal App vom Celestron, am 22.05.14 für iOS veröffentlich
    • Konfiguration des SkyQ Link Adapters mit SkyPortal für die Betriebsmodi „Direct Access“ & „Access Point“
    • Alignment des Teleskops mit SkyPortal
  • Teil 4:
    • Allgemeine Eindrücke mit SkyPortal und dem SkyQ WiFi Adapter
    • Funktionen der Teleskopsteuerung
    • Unterschiede in der Qualität des Alignments mit Handcontroller und mit der App?
    • Welche Funktionen fehlen in SkyPortal ggü. SkySafari (Pro)?
    • Ausblick

Warum ein Mobilgerät statt der Handsteuerung des Teleskops?

Teleskope mit Goto-Steuerung besitzen von sich aus eine Handsteuerung, um Himmelsobjekte auszuwählen, die dann vom Teleskop angesteuert werden. Dies trifft auch auf mein Celestron NexStar 8 SE zu. Daher stellt sich die Frage, aus welchem Grund das Teleskop jetzt mit dem iPad angesteuert werden soll.

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Hobbyastronomie: Red Film für Tabletts, Smartphones, Computer und Digitalkameras

Tabletts und Smartphones bieten sich als Hilfsmittel für Beobachtungsnächte an. Nur zerstört die helle Anzeige auf dem Bildschirm die sogenannte Dunkeladaption des Auges. Die Gewöhnung des Auges ist für den (Hobby-) Astronomen deshalb wichtig, weil er erst danach in der Lage ist, lichtschwache Objekte am Himmel direkt bzw. mit Teleskop zu erkennen. Genaue Erläuterungen finden sich z.B. unter hier (Messerforum), hier (Spektrum.de) und hier (Taunus Astronomie Blogspot).

Es dauert einige Zeit (30 bis 45 Minuten), bis die Augen sich vollständig auf die Dunkelheit umgestellt haben. Daher ist es sehr wichtig, dass hier kein helles Licht die Gewöhnung unterbricht oder gar zunichte macht, auch nicht das helle Bildschirmlicht elektronischer Geräte.

Eine Standardfunktion bei Astronomiesoftware ist die sogenannte Nachtsicht (Night Vision). Wenn sie eingeschaltet wird, erscheint der gesamte Bildschirm wie durch einen roten Filter. Auf Desktop- und Notebookrechnern wird die Nachtsicht (Night Vision) i.d.R. als generelle Monitordarstellung aktiviert. D.h. hier verbleibt der Monitor in diesem Modus, auch wenn sich das Programm nicht im Vordergrund befindet, z. B. beim Astronomieprogramm Starry Night Pro Plus 6 unter MacOS X.

Rubylith Red Maskin Film für Displays

Bei Tabletts und Smartphones stellt sich die Situation leider anders dar. Konkret bei iOS und den mir bekannten Programmen ist die Nachtsicht nur im Programm aktiv. Sobald man dieses Programm verlässt, schaltet die Bildschirmanzeige wieder zum normalen hellen Darstellung zurück. Etliche Programme, z.B. Starmap HD, besitzen die Möglichkeit, direkt Objektinformationen aus Wikipedia anzuzeigen, ohne das Programm verlassen zu müssen. Aber diese Informationen werden im ebenfalls nur weißen Licht und nicht im Modus der Nachtsicht dargestellt. Siehe hierzu meinen 3. Blogartikel zur Serie „Vorbereitung der Beobachtungsnacht mit dem iPad“.

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Hobbyastronomie: Vorbereitung der Beobachtungsnacht mit dem iPad – Teil 3

Dies ist der 3. Teil meiner Artikelserie darüber, wie ich mit dem iPad eine Beobachtungsnacht vorbereiten kann. Die Rahmenbedingungen und welche Software ich dafür zugrunde gelegt habe, entnehmen Sie bitte Teil 1.

Das beschriebene Anwendungsszenario ist wie folgt gegliedert:

  • Teil 1: Ich weiß, welche Objekte bzw. Ereignisse und Konstellationen ich beobachten möchten. Ich benötige aber die Information zum Objekt über den Tag und die Uhrzeiten für die beste Beobachtungszeit.
  • Teil 2:Ich möchte wissen, welche Objekte und ggf. Konstellationen an einem bestimmten Abend zu welcher Uhrzeit sichtbar sind. Wenn möglich möchte ich die Suche auf bestimmte Objekt-/Ereignisarten einschränken. Beispiele: Eingrenzung auf Sternhaufen, Mondkonstellationen beim Jupiter und Saturn.
  • Teil 3 (dieser Artikel): Der erste Abschnitt dieses Artikels behandelt die Features der Programme bzgl. der Informationen zu den Himmelsobjekten. Im zweiten Abschnitt geht es darum festzustellen, inwieweit ich eigene Informationen und Notizen zum Beobachtungsabend bzw. zu Objekten erfassen kann, ohne das Programm nicht verlassen muss. Der dritte Abschnitt behandelt Aufsuchhilfen, welche sicherstellen sollen, dass der Beobachter letztendlich auch das korrekte Objekt im Sichtfeld hat.

Ursprünglich sollte der Frage

„Inwieweit kann ich eigene Informationen und Notizen zum Beobachtungsabend bzw. zu Objekten erfassen, ohne das Programm nicht verlassen zu müssen?“

ein eigener Teil in dieser Blogserie gewidmet werden. Die angebotenen Funktionen sind allerdings leider recht spärlich bis gar nicht vorhanden. Somit ist ein eigener Blogartikel dafür nicht notwendig. Ein wesentlicher Grund für diesen Teil war die Problematik der Dunkelgewöhnung des Auges. Diese wird durch die Rotlichtanzeige im Programm unterstützt. Dieser Modus funktioniert allerdings nur im Astronomieprogramm selbst. Sobald ich das Programm verlasse, um z.B. Informationen zu einem Beoachtungsojekt zu recherchieren, wird die Dunkelgewöhnung des Auges zerstört. Der Zwang, das Astronomieprogramm zu verlassen, hat sich jetzt allerdings für mich erledigt. Eine durchgehende Rotlichtdarstellung beim iPad (und generell bei mobilen Geräten) lässt sich durch einen sogenannten Red Film herstellen, eine rote Folie, die über dem Display angebracht wird. Näheres dazu werde ich in einem separaten Blogartikel sagen.

Die folgenden Ausführungen sind gegliedert nach:

  • Objektinformationen des Astronomieprogramms
  • Eigene Informationen zum Beobachtungsabend eintragen
  • Aufsuchhilfen

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Hobbyastronomie: Vorbereitung der Beobachtungsnacht mit dem iPad – Teil 2

Dies ist der 2. Teil meiner Artikelserie darüber, wie ich mit dem iPad eine Beobachtungsnacht vorbereiten kann. Die Rahmenbedingungen und welche Software ich dafür zugrunde gelegt habe, entnehmen Sie bitte Teil 1.

Das beschriebene Anwendungsszenario ist wie folgt gegliedert:

  • Teil 1: Ich weiß, welche Objekte bzw. Ereignisse und Konstellationen ich beobachten möchten. Ich benötige aber die Information zum Objekt über den Tag und die Uhrzeiten für die beste Beobachtungszeit.
  • Teil 2 (dieser Artikel):Ich möchte wissen, welche Objekte und ggf. Konstellationen an einem bestimmten Abend zu welcher Uhrzeit sichtbar sind. Wenn möglich möchte ich die Suche auf bestimmte Objekt-/Ereignisarten einschränken. Beispiele: Eingrenzung auf Sternhaufen, Mondkonstellationen beim Jupiter und Saturn.
  • Teil 3Der erste Abschnitt dieses Artikels behandelt die Features der Programme bzgl. der Informationen zu den Himmelsobjekten. Im zweiten Abschnitt geht es darum festzustellen, inwieweit ich eigene Informationen und Notizen zum Beobachtungsabend bzw. zu Objekten erfassen kann, ohne das Programm nicht verlassen muss. Der dritte Abschnitt behandelt Aufsuchhilfen, welche sicherstellen sollen, dass der Beobachter letztendlich auch das korrekte Objekt im Sichtfeld hat.

Die detaillierten Darlegungen erfolgen für jedes Programm (SkySafari Pro, Starmap HD, Redshift) getrennt. Hier aber zunächst eine Übersicht zur Orientierung:

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