Mondfinsternis vom 27.07.18: mein Abschlussbericht

Dieser Blogartikel rundet meine Beschäftigung mit der Mondfinsternis vom 27. Juli 2018 ab:

Das Besondere für mich war, dass die Beobachtung dieses Mal während des Urlaubs im Freien stattfand. Dafür hatte ich mir ein Reiseteleskop zugelegt, das Skywatcher Maksutov Teleskop MC 102/1300 mit der Montierung AZ-GTi GoTo WiFi. Ich habe mir den Handcontroller noch separat gekauft, weil ich die Steuerung nicht dem Smartphone / Tablett überlassen wollte. Ich benötigte das Smartphone für die Fotos am Teleskop und das Tablett für meinen Liveticker und das Abrufen weiterer Informationen und Impressionen aus der Community.

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Liveblog: die Mondfinsternis am 27. Juli 2018

02.08.18 – 09:45 Uhr: Abschlussbericht und einige Gedanken zur Rolle der Astronomie in der Schule

Meinen Abschlussbericht mit allen Fotos und einigen Gedanken zur Rolle und Präsenz der Astronomie in den Schulen habe ich als separaten Blogartikel verfasst.

Den Countdown Ticker im Vorfeld des Ereignisses mit Informationen rund um die Mondfinsternis und Marsopposition können Sie hier nachlesen.

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Astrofotografie mit dem iPhone / Smartphone Teil 5: Celestron NexYZ Universal 3-Axis Smartphone Adapter

Nach langer Zeit widme ich mich wieder einem Smartphone Adapter für die Astrofotografie mit dem iPhone bzw. Smartphone. Als ich mit der Blogartikelserie anfing, gab es so gut wie keine Auswahl. Mittlerweile kommen immer mehr solcher Adapter auf dem Markt. Es folgt die Übersicht meiner bisherigen Blogartikel:

  • Teil 1 (17.10.14): Omegon Adapter für Smartphone / iPhone (vergleichbar mit dem Orion SteadyPix Universal Smartphone Adapter): Dieser Adapter ist flexibel nutzbar für viele Smartphones bis zu einer bestimmten Größe. Er leidet aber an der Komplexität und notwendigen Ausdauer, die es benötigt, ehe das Bild des Okulars korrekt auf den Fotochip der Smartphone Kamera fällt.
  • Teil 2 & Update Teil 2 (18.11.14): Magnifi Adapter für iPhone 4/4S bzw. 5/5S: Dieser Adapter wurde speziell für die genannten iPhones entwickelt. D.h. die Schale kann nur diese Geräte aufnehmen. Der Okularaufsatz wird dann starr vor der Kameraöffnung der Schale eingedreht und dann auf das Okular gesteckt. Dies ist schnell getan und das Okularbild ist wird auch sofort von der Kamera erfasst. Diese starre, auf genau ein Smartphone Modell ausgelegte Konstruktion erlaubt ein schnelles Anbringen an das Teleskop.
  • Teil 3 (16.02.15)Der Lens2Scope Adapter. Dieser Adapter erlaubt das Anbringen von vielen Smartphonemodellen bis zu einer bestimmten Größe. Und er zeichnet sich dadurch aus, dass Smartphones ohne viel herum probieren und ausrichten am Okular befestig werden können. Im Prinzip muss man nur das Okular mittig im Befestigungsring anbringen und das war es schon. Es gibt kein Gefummel an 2 bis 3 Befestigungsschienen, um das Smartphone exakt im Lichtsstrahl des Okulars auszurichten.
  • Teil 4 (06.05.16): TS-Optics universal Smartphone iPhone Adapter. Dieser zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass dieser mittels M43/T2-Adapterring direkt auf die Baader Hyperion Okulare aufgeschraubt werden kann.

Insofern stellt sich die Frage, aus welchem Grund ich mir den Celestron NexYZ Universal 3-Axis Smartphone Adapter genauer anschauen wollte. In den letzten Jahren benutzte ich wechselnd folgende Adapter:

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Mondmosaik und MondX vom 20.06.18

An diesem Abend zeichnete sich der Mond am klaren, aber noch etwas aufgehellten Himmel ab. Daher stellte ich mein Teleskop auf die Terrasse heraus und ließ es ein bisschen abkühlen. Dann machte ich mich daran, die Videos für das Mondmosaik zu erstellen.

Daten vom Mond:

  • Mondalter: 7,8 Tage
  • Beleuchtete Fläche der zur Erde gewandten Seite: 54,3%

Gerätedaten:

  • Teleskop: Celestron NexStar 8SE
  • Okular: Baader Hyperion 5mm
  • Kamera: iPhone X, CameraPro App
  • Smartphone Adapter: Celestron NexYZ Universaler 3-Achsen Smartphone Adapter

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Beobachtungsabend 26.05.18: Jupiter und Mondmosaik

Am Samstag, den 26.05.18 standen wir knapp 3 Tage vor dem Vollmond. D.h. der Nachthimmel hier in der Stadt wird mehr als normal üblich erhellt. Ich nutzte dennoch eine kurze Zeit in dieser Nacht, um ein weiteres Mondmosaik zu erstellen. Nach Mitternacht nahm ich dann auch den Jupiter auf.

Die Wetterbedingungen waren allerdings nicht günstig. Immer wieder traten Wolkenfelder auf, so dass es doch erst ca. 30 Minuten vor Mitternacht möglich war, genügend große Zeitfenster für die einzelnen Videoaufnahmen zu finden.

Hier ein Beispiel für den Mond hinter Wolken. Belichtung und Fokus waren auf Automatik gestellt. Also bitte nicht wundern, wenn das Bild streckenweise pumpt oder überbelichtet scheint:

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Beobachtungsabend 20.05.18: Mond mit Mare Nectaris, Jupiter, ISS-Trail, M3, M92

Heute nahm ich mir vor, neben Mond- und Jupiterfotografien auch noch klassisch mit „Papier und Bleistift“ (bei mir: iPad und Pencil) zu beobachten. Beim Mond war wieder ein Mosaikbild geplant. Dies fiel aber gründlich ins Wasser, denn ich trödelte und vergaß, dass der Mond für mich vorzeitig verschwinden würde. Er stand ziemlich weit im Westen, so dass eine vorstehende Dachkante unseres Dachs an der Seite der Balkonterrasse das Sichtfeld einschränkte. Als im letzten Drittel der Mondoberfläche ankam, verdunkelte der Mond immer stärker und verschwand. Das Versetzen des Teleskops brachte nichts, da die Restzeit für die Ablichtung des gesamten Monds nicht mehr reichte. Außerdem waren die vorher erstellten Bilder selbst nach Stacking und Schärfung zum Teil recht mies. Die von der Dachkante abstrahlende Wärme vom Tag forderten ihren Tribut. Bei den letzten Aufnahmesitzungen stand der Mond frei im Süden und dort hatte ich nur mit der „normalen“ Wärmestrahlung der Stadt zu tun. Verblieben ist somit das Ablichten des Gebiets Mare Nectaris, welches ich mir dann genauer anschauen und mit offiziellen Fotos vergleichen wollte.

Beobachtungsobjekte:

  • Mond: Mare Nectaris – Krater Theophilus, Cyrillus & Catharina
  • ISS-Trail
  • Jupiter
  • Kugelsternhaufen M3
  • Kugelsternhaufen M92

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Astronomie mit dem Fernglas am 19.05.18 & 25.05.18: Mond, Goldener Henkel, Mel 111 und ein bisschen Jupiter

Beobachtung am 19.05.18

An zwei Tagen habe ich die Gelegenheit genutzt, um das Fernglas für schnelle Astrofotos einzusetzen. Mein Fernglas ist auf 10-fache Vergrößerung mit 50mm Objektivdurchmesser ausgelegt. Es befindet sich daher im Grenzbereich zwischen ruhigem und wackeligem Bild, weswegen ich es an meinem Fotostativ befestigte. Das Fernglas verfügt nämlich am vorderen Ende des Mittelsteges über ein Innengewinde. Das ist für den Anschluss an ein Fotostativ gedacht. In dieses Gewinde passt die 1/4″ Schraube vom Stativadapter , den ich mir extra dafür kaufte.

Um das Smartphone am Fernglas zu befestigen, habe ich mir einen speziellen Adapter zugelegt, der auch bei Spektiven und Mikroskopen verwendet werden kann (siehe hier).

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Und wir verabschieden uns von einem missratenen, abgebrochenen Beobachtungsabend

Es fing eigentlich vielversprechend an, der Abend vom 12. Mai: ein wolkenloser Himmel und die Familienerlaubnis für eine Beobachtungsabend.

Wolkenfreier Abend am 12. Mai 2018

Doch schon beim Dunkelwerden traute ich meinen Augen nicht. In zwei nahegelegenen Häusern waren einige Bewohner der Meinung, ihre Umwelt mit blendendem Licht beglücken zu können. Im näher gelegenen Haus war das Licht sogar schon tagsüber zu sehen und verpestete jetzt die komplette Umgebung inkl. Innenhof (rechtes Licht auf dem nachfolgenden Bild). Die Wohnung schien leer zu sein, da alle weiteren Fenster dunkel waren. Nur die Lampen bei einem Dachfenster schienen nicht den Raum hinein, sondern nur die Außenwelt zu (ver-) bestrahlen. Der entfernte Flakscheinwerfer ist auf dem Dach montiert.

Lichtverschmutzung

Naja, für die Jupiterbeobachtung ginge das vielleicht noch. Aber Deep Sky Beobachtung wird dadurch zunichte gemacht. Ich behalf mir mit diversen Pappen, die ich seitlich abstehen von der Terrassenwand anklebte. Dadurch wurde ich nicht direkt geblendet.

Ich wandte mich dem Jupiter zu und nahm den ersten Film auf. Eigentlich hatte ich noch ca. 1,5 Std. Zeit, bevor er den Meridian überschreiten und am höchsten Punkt der Nacht stehen würde. Aber der Sonnenuntergang war noch nicht lange her, so dass der Himmel zu hell für Deep Sky war. Die 30 Sekunden des Videos waren noch nicht vorbei und ich wurde von kaum merklichen Schatten im Film irritiert. Ich schaute zum Himmel und traute zu zweiten Mal meinen Augen nicht. Eine massive Wolkenwand schob sich über den Jupiter! Die Radarbilder aller Wetter-Apps zeigten die Wolken noch in ca. 200 km an! Da sich keine Besserung zeigte, wurde die Ausrüstung wieder zurück in die Wohnung gestellt und das nachfolgende Jupiterbild aus dem Video erstellt.

Ausrüstung und Verarbeitung

  • Teleskop: Celestron NexStar 8 SE
  • Okular: Baader Hyperion 5 mm (= 406-fache Vergrößerung)
  • Aufnahme: iPhone X, App ProCamera, kein Zoom
  • Stacken: autostakkert!
  • Nachverarbeitung: Photoshop CC, Helligkeit, Kontraste, Sättigung, Gradationskurve, Gammakorrektur, Belichtung, Crop

Der Jupiter steht in dieser Beobachtungssaison tiefer als sonst. Dies macht sich in einer Großstadt mit der Wärmeabstrahlung ganz besonders bemerkbar.

 

First Light mit dem Skywatcher Maksutov Teleskop MC 102/1300 am 05.05.2018

Ich habe mir nun ein kleines Teleskop für Reisen oder sonstige auswärtige astronomische Aktivitäten gekauft: das Skywatcher Maksutov Teleskop MC 102/1300 mit der Montierung SkyMax-102 AZ-GTi GoTo WiFi.

SkyWatcher AZ-GTi Montierung

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Die Nacht vom 29. zum 30. April 2018: Vollmond beim Jupiter, Mars und Saturn am Morgenhimmel

Eine Vollmondnacht ist für (Hobby-) Astronomen oft nur von geringem Interesse. Prinzipbedingt scheint der helle Mond die gesamte Nacht und lässt den Himmel stark erleuchten. So ist es i.d.R. nicht möglich,Deep-Sky Objekte wie Sternhaufen, Nebel und Galaxien zu betrachten. Ich nutzte dennoch die Möglichkeit, bei wolkenlosem Himmel mein Teleskop auf den Balkon zu stellen. Hauptziel war es ein Mosaikbild mit dem iPhone vom Vollmond zu erstellen. Der Fotoapparat war die Nacht über beschäftigt, Fotos für einen Zeitrafferfilm der Vollmondnacht zu erstellen.

Der Vollmond erschien gegen 20:35 über den Dächern von Berlin Friedenau:

Vollmond am Abend des 29.04.18

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