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Geklemmte Astronomie mit der alpinen Sternwarte: Ach ja, da gibt es doch noch das Teleskop (Abschluss der Artikelserie)

Posted on 14.05.202614.05.2026 By vnawrath No Comments on Geklemmte Astronomie mit der alpinen Sternwarte: Ach ja, da gibt es doch noch das Teleskop (Abschluss der Artikelserie)
Astronomie, Unterhaltung, Wissen

Mit diesem Beitrag kommt meine Artikelserie zum Klemmbaustein-Set „Alpine Sternwarte“ von Lumibricks zum Ende. Dieses Set enthält vele Bauelemente, die astronomische Themen repräsentieren. Ich wollte daher Informationen zu diesen Themen mit dem Erfahrungsbericht für dieses Set verknüpfen. Hier ein Überblick zu den Beiträgen:

  • Startartikel: Klemmst Du noch oder astronomisierst Du schon?
  • Thema 1: Licht in der Astronomie
  • Thema 2: Voyager Raumsonden – Alles V’ger oder was?
  • Thema 3: Beobachtungsnächte, Hobby-Astrofotografie und heiße Getränke
  • Thema 4: Urknall und Entwicklung des Universums
  • Thema 5: Gravitationswellendetektoren für die Erweiterung der kosmologischen Beobachtung
  • Thema 6: Das Hertzsprung-Russel-Diagramm
  • Thema 7: Dieser Artikel

Mit Abschluss des Baus kommt nun endlich das Teleskop. Lumibricks hat es als Miniprojektor designt. Erwartungshaltungsmanagment: Es ist als Spaßfeature gedacht, welches etwas Comic-Astronomie-Flair in dunkle Räume bringt. Dennoch ist es der Firma hoch anzurechnen, dass sie neben all den Details im Gebäude auch noch daran gedacht haben. Und man im Gegensatz zu Lego weder eine Monatsmiete aufbringen noch seine Seele verkaufen muss.

Natürlich steht jetzt das Teleskop im Mittelpunkt der inhaltlichen Aufarbeitung. Danach zeige ich noch im Überblick weitere Bausteine, die sich auf astronomische Themen beziehen, die sogenannten „honorable Mentions“. Bilder vom Bauabschnitt und die Bauerfahrung schließen den Blogartikel dann ab.

Kapitelübersicht

  1. Teleskope
  2. Weitere Elemente mit Astronomiebezug (honorable Mentions) – Seeing
  3. Bauerfahrung

Teleskope

In Thema 1: Licht der Astronomie habe ich schon einen Blick auf die verschiedenen Arten von Teleskopen geworfen. Allerdings unter dem Blickwinkel Licht und weitere Signale für die Beobachtung. Mit diesen Beitrag schließe ich den Kreis mit dem Fokus auf die Entwicklung und dahinterstehende technische Entwicklungen sowie konkreten Teleskopen.

Im Kern ist ein Teleskop ein Instrument, das Signale aus dem Universum sammelt, bündelt und für die Auswertung zugänglich macht. Das muss nicht immer sichtbares Licht sein – heute „sehen” Teleskope Radiowellen, Röntgenstrahlung, Gammastrahlen, und sie „hören” Gravitationswellen oder registrieren Neutrinos. Im Laufe der Geschichte hat das Teleskop also eine bemerkenswerte Metamorphose durchgemacht.

Der Refraktor – Licht durch Linsen

  • Das Prinzip: Eine Sammellinse (Objektiv) bündelt das Licht, eine zweite Linse (Okular) vergrößert das entstehende Bild
  • Patentiert 1608 von Hans Lipperhey in den Niederlanden
  • Galileo Galilei richtete 1609 ein verbessertes Exemplar erstmals konsequent auf den Himmel – und sah: Jupitermonde, die Phasen der Venus, die raue Oberfläche des Mondes
  • Problem: chromatische Aberration – Licht verschiedener Wellenlängen wird unterschiedlich stark gebrochen, es entstehen Farbsäume
  • Lösungsversuch im 17. Jahrhundert: extrem lange Brennweiten, sogenannte Luftteleskope ohne Rohr mit Längen von 40 m und mehr – praktisch kaum nutzba

Der Reflektor – Licht durch Spiegel

  • Isaac Newton entwickelte 1668 die Lösung: Ein konkaver Hohlspiegel ersetzt die Sammellinse
  • Keine chromatische Aberration, da Spiegel Licht reflektieren statt brechen
  • Spiegel können von hinten gestützt werden – viel größere Öffnungen möglich als bei Linsen
  • William Herschel baute 1789 ein Teleskop mit 122 cm Spiegeldurchmesser – damals das größte der Welt; mit einem kleineren Vorgängerinstrument hatte er 1781 den Uranus entdeckt
  • Grundprinzip fast aller modernen Großteleskope bis heute

Mit dem 20. Jahrhundert entstand eine neue Strategie: Teleskope auf Berggipfel zu bauen, um über den dichtesten Teil der Atmosphäre hinauszukommen.

Warum Berge?

  • Weniger atmosphärische Turbulenzen = schärfere Bilder
  • Häufig über der Wolkendecke
  • Weniger Lichtverschmutzung

Wichtige Standorte und Instrumente:

  • Mauna Kea, Hawaii (4205 m): Einer der wichtigsten Teleskopstandorte der Welt, mit zahlreichen Instrumenten verschiedener Nationen
  • Atacama-Wüste, Chile: Cerro Paranal und Cerro Pachón gehören zu den trockensten Orten der Erde – ideal für Infrarot- und Millimeterwellenastronomie
    • Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Cerro Paranal: vier Teleskope mit je 8,2 m Spiegeldurchmesser, seit 1998 in Betrieb, interferometrisch zusammenschaltbar
    • Vera C. Rubin Observatory auf dem Cerro Pachón: 2025 in Betrieb genommen; seine 3,2-Gigapixel-Kamera fotografiert den gesamten sichtbaren Südhimmel alle paar Nächte vollständig neu – ideal für die Suche nach Ereignissen wie Supernovae oder erdnahen Asteroiden
    • Extremely Large Telescope (ELT) der ESO auf dem Cerro Armazones (3046 m): im Bau, segmentierter Hauptspiegel mit 39,3 m Durchmesser, Fertigstellung für 2028 geplant – dann das mit Abstand größte optische Teleskop der Welt
  • La Palma, Kanarische Inseln: Hier steht das derzeit größte optische Einzelspiegelteleskop der Welt, das Gran Telescopio Canarias mit 10,4 m Durchmesser

Ein modernes Großteleskop kämpft trotz Berglage noch immer gegen atmosphärische Turbulenzen. Die Lösung: verformbare Spiegel, die bis zu tausendmal pro Sekunde ihre Form anpassen und die Störungen in Echtzeit korrigieren. Damit erreichen heutige Erdteleskope eine Bildschärfe, die früher nur dem Weltraum vorbehalten war.

Optische Teleskope erfassen nur einen winzigen Ausschnitt des elektromagnetischen Spektrums. Karl Jansky entdeckte zwischen 1931 und 1933, dass das Zentrum der Milchstraß Radiowellen aussendet – ein Zufallsfund, denn er suchte eigentlich nach Störquellen für Telefonleitungen. Grote Reber baute daraufhin 1937 das erste echte Radioteleskop in seinem Garten. Sozusagen das erste Hobby-Projekt dieser Technologie. 😄

Wie funktionieren Radioteleskope?

  • Im Prinzip: riesige Parabolantennen
  • Je größer die Fläche, desto besser die Auflösung – Radiowellen sind sehr viel länger als sichtbares Licht
  • Radioteleskope können Gaswolken, Pulsare und ferne Galaxien beobachten, die im sichtbaren Licht unsichtbar sind

Wichtige Instrumente:

  • Arecibo-Observatorium, Puerto Rico, 305 m Durchmesser: jahrzehntelang das größte der Welt – leider 2020 kollabiert
  • FAST (Five-hundred-meter Aperture Spherical Telescope), China, 500 m Durchmesser: aktuell das größte Einzelteleskop der Welt, in eine natürliche Karstsenke gebaut
  • Very Long Baseline Array (VLBA): zehn Antennen quer durch die USA, interferometrisch zusammengeschaltet
  • Event Horizon Telescope (EHT): globales Netzwerk von Radioteleskopen; 2019 erstes Bild eines schwarzen Lochs (M87), 2022 Bild von Sgr A im Zentrum der Milchstraße

Interferometrie

Mehrere Radioteleskope, die über Kontinente verteilt ihre Signale kombinieren, erreichen eine Winkelauflösung, die der eines einzelnen Teleskops von Erdgröße entspräche. Das EHT ist das beeindruckendste Ergebnis dieser Methode.

Röntgen- und Gammastrahlung wird von der Erdatmosphäre vollständig absorbiert – für uns Menschen ein Glück, für die Astronomen eine Herausforderung. Diese Beobachtungsfenster sind dem Weltraum vorbehalten.

Röntgenteleskope

  • Röntgenstrahlen durchdringen normale Spiegel – klassische Optik funktioniert nicht.
  • Lösung: Streifspiegeloptik (grazing incidence) – die Strahlen treffen Spiegeloberflächen in einem sehr flachen Winkel und werden umgelenkt; die Spiegel sind konzentrisch angeordnete, gebogene Metallzylinder
  • Chandra X-ray Observatory (NASA, seit Juli 1999): eines der produktivsten Röntgenobservatorien der Geschichte
  • XMM-Newton (ESA, seit Dezember 1999): europäisches Pendant, ebenfalls seit fast drei Jahrzehnten im Betrieb
  • eROSITA (SRG-Satellit): hat in den letzten Jahren den gesamten Röntgenhimmel mehrfach kartiert

Gammateleskope

  • Gamma-Photonen sind so energiereich, dass selbst Streifspiegeloptik versagt
  • Stattdessen: Paarbildungsdetektoren – ein Gamma-Photon erzeugt beim Auftreffen auf Materie ein Elektron-Positron-Paar, dessen Spuren im Detektor rekonstruiert werden
  • Fermi Gamma-ray Space Telescope (NASA, seit 2008): hat Tausende Gammaquellen katalogisiert – aktive Galaxienkerne, Pulsare, Gammastrahlenblitze (GRBs)

Eine besondere Klasse von „Teleskopen” steht nicht auf einem Berg, sondern tief im Antarktiseis oder im Tiefseewasser. Nachgewiesen wird dabei Tscherenkow-Strahlung: ein schwacher bläulicher Lichtblitz, der entsteht, wenn ein hochenergetisches Neutrino mit einem Wassermolekül reagiert und dabei ein geladenes Teilchen erzeugt, das sich schneller als Licht im Wasser bewegt.

Wichtige Instrumente:

  • IceCube Neutrino Observatory, Südpol: ein Kubikkilometer Antarktiseis, 86 Kabel mit 5160 Lichtdetektoren, in 1450–2450 m Tiefe; hat erstmals hochenergetische astrophysikalische Neutrinos nachgewiesen und 2022 die Galaxie NGC 1068 als Neutrinoquelle identifiziert
  • KM3NeT/ARCA, Mittelmeer (vor Sizilien, ~3500 m Tiefe): zielt auf hochenergetische kosmische Neutrinos
  • KM3NeT/ORCA, bei Toulon: ausgerichtet auf atmosphärische Neutrinos und Neutrinos aus Teilchenbeschleunigern
  • Borexino, Gran-Sasso-Labor (Abruzzen, unterirdisch): primär ein Solarneutrino-Detektor
  • Super-Kamiokande, Japan: 50.000 Tonnen ultrareines Wasser in einem stillgelegten Bergwerk, 1000 m unter der Erde; seit 1996 in Betrieb

Den ersten historischen Beweis für die Neutrinoastronomie lieferte 1987 Kamiokande-II, der kleinere Vorgänger von Super-Kamiokande im selben Bergwerk: Er registrierte elf Neutrinos aus der Supernova SN 1987A in der Großen Magellanschen Wolke – zeitgleich mit acht weiteren Ereignissen im amerikanischen IMB-Detektor. Zum ersten Mal hatte die Menschheit Neutrinos aus einer kosmischen Katastrophe nachgewiesen.

Auf Gravitationswellendetektoren wie LIGO, Virgo und KAGRA bin ich schon im Artikel „Geklemmte Astronomie mit der alpinen Sternwarte: Thema – Gravitationswellendetektoren für die Erweiterung der kosmologischen Beobachtung“ eingegangen. Dher nur kurz zur Einordnung:

  • Keine klassischen Teleskope, sondern Laserinterferometer
  • Messen winzigste Längenänderungen durch vorbeiziehende Gravitationswellen (kleiner als ein Atomkern)
  • LIGO detektierte 2015 erstmals Gravitationswellen – von zwei fusionierenden schwarzen Löchern, rund 1,3 Milliarden Lichtjahre entfernt
  • Öffnen ein vollständig neues Beobachtungsfenster: das Universum nicht mehr nur „sehen”, sondern „hören”

Alle erdgebundenen Teleskope kämpfen gegen dasselbe Problem: die Atmosphäre. Sie verwackelt, trübt und blockiert große Teile des Spektrums.

Wichtige Instrumente:

  • Hubble Space Telescope (NASA/ESA, seit 1990): bekanntestes Weltraumteleskop; nach einem Spiegelfehler beim Start im Dezember 1993 durch Astronauten repariert; liefert seit Jahrzehnten ikonische Bilder im sichtbaren und ultravioletten Bereich
  • James Webb Space Telescope (JWST, NASA/ESA/CSA, Wissenschaftsbetrieb seit 2022):
    • Beobachtet primär im Infrarotbereich – kann durch Staubwolken schauen, die für optische Teleskope undurchdringlich sind
    • Steht am Lagrange-Punkt L2, 1,5 Millionen km von der Erde entfernt
    • Reparaturen – anders als bei Hubble – nicht möglich
    • Liefert bisher atemberaubende Bilder: Exoplanetenatmosphären, früheste Galaxien des Universums, neue Details in Nebeln und Galaxien
  • Kepler / TESS (NASA): Suche nach Exoplaneten via Transit-Methode
  • Gaia (ESA): vermisst Positionen und Bewegungen von über einer Milliarde Sternen in der Milchstraße
  • Planck (ESA): kartierte die kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung und vermaß die Geometrie des Universums
  • SOHO (Solar and Heliospheric Observatory, ESA/NASA, seit 1995): steht am Lagrange-Punkt L1 zwischen Erde und Sonne; beobachtet die Sonnenatmosphäre, Sonnenwind und Kometen im Anflug auf die Sonne – eines der am längsten laufenden Weltraumsatelliten der ESA/NASA überhaupt
  • SDO (Solar Dynamics Observatory, NASA, seit 2010): liefert hochauflösende Bilder der Sonne in mehreren Wellenlängen gleichzeitig, insbesondere im UV- und Röntgenbereich; beobachtet Sonnenflecken, Sonneneruptionen und koronale Massenauswürfe (CMEs)
  • STEREO (Solar TErrestrial RElations Observatory, NASA, seit 2006): zwei Raumsonden, die die Sonne aus verschiedenen Blickwinkeln gleichzeitig beobachten – ermöglicht erstmals dreidimensionale Ansichten von CMEs
  • Solar Orbiter (ESA/NASA, seit 2020): nähert sich der Sonne auf bis zu 42 Millionen km – näher als Merkur; liefert die bisher detailliertesten Bilder der Sonnenoberfläche und beobachtet erstmals die Sonnenpole aus großer Nähe
  • Parker Solar Probe (NASA, seit 2018): fliegt direkt in die Korona der Sonne hinein – das bisher der Sonne am nächsten gebrachte von Menschen gebaute Objekt; misst Sonnenwind und Magnetfelder direkt vor Ort
  • DSCOVR (Deep Space Climate Observatory, NOAA/NASA, seit 2015): am Lagrange-Punkt L1; primär für Weltraumwetter-Frühwarnung zuständig – misst den ankommenden Sonnenwind und schlägt rechtzeitig Alarm vor geomagnetischen Stürmen

Blick in die Zukunft:

  • LISA (Laser Interferometer Space Antenna): geplantes ESA-Weltraum-Gravitationswellenobservatorium aus drei Satelliten in einem gleichseitigen Dreieck mit 2,5 Millionen km Kantenlänge; soll Gravitationswellen in tieferen Frequenzbereichen als LIGO messen – z. B. von massereichsten schwarzen Löchern

Kein einzelnes Instrument, kein einzelnes Spektralfenster reicht für ein vollständiges Bild des Universums. Dieses sendet seine Botschaften auf viele Arten:

  • Als Photonen jeder Energie (sichtbares Licht, Radio, Röntgen, Gamma, Infrarot, UV)
  • Als Gravitationswellen
  • Als Neutrinos
  • Als kosmische Strahlung

Die Multimessenger-Astronomie verbindet diese Kanäle. Das Schlüsselereignis war GW170817 im Jahr 2017: die Kollision zweier Neutronensterne, zeitgleich nachgewiesen als Gravitationswellensignal (LIGO/Virgo), als kurzer Gammastrahlenblitz (Fermi) und als optisches Ereignis (Kilonova). Zum ersten Mal beobachtete die Menschheit dasselbe kosmische Ereignis durch mehrere „Sinne” gleichzeitig.

Online-Artikel

  • Clearsky Blog: Welches Teleskop soll sich ein Hobbyastronom kaufen?
  • Sterngucker.de: Teleskop kaufen [2025] – Worauf achten
  • Spektrum Verlag: Teleskope: Wie alles begann
  • ESO offizielle Webseite: Das Very Large Telescope
  • IceCube: Ein Teleskop aus Eis – IceCube Neutrino Observatory: Einstiegsseite (englisch) des Südpoldetektors
  • NASA offizielle Webseite: James Webb Space Telescope – mit aktuellen Bildern und Missionsinfos
  • Spektrum der Wissenschaft: Radioastronomie
  • Welt der Physik: James-Webb-Teleskop
  • Spektrum Verlag: IceCube – Erstmals hochenergetische Neutrinos aus Milchstraße nachgewiesen
  • DLR offizielle Webseite: Solar Orbiter
  • DLR offizielle Webseite: Parker Solar Probe
  • Welt der Physik: Folge Einzigartiges Instrument für die Astronomie – 4MOST. Es soll einzigartige Details über eine riesige Anzahl astronomischer Objekte liefern“

Videos

Von Galilei bis zum James Webb-Teleskop | Terra X plus:

Max-Planck-Institut für Astronomie: Die Entwicklung der Teleskope von Galilei bis 2020. In: Uni(versum) für alle! (Spektrum der Wissenschaft):

Urknall, Weltall und das Leben: Aktuelle Forschung mit Hubble & JWST (2024):

Weitere Elemente mit Astronomiebezug (honorable Mentions)

In dem letzten Bauabschnitt stellt die Kuppel mit dem Telekop das einzige Highlight mit theoretischem /praktischem Astronomiebezug dar. Erwähnenswert wäre noch die Vorhersage der Wetterbedingungen. Selbst dieses Detail wurde nicht vergessen 😀

Neben der Bewölkung kann auch der Mond negativen Einfluss auf astronomische Beobachtungen haben. Die Zeit vor und nach dem Vollmond gilt als ungünstig für die Betrachtung von Deep Sky Objekten. Der Mond strahlt dann so hell, dass es sich auf doe Hintergrundhelligkeit des Himmels auswirkt. Je nach Beobachtungsstandort streut das Mondlicht dermaßen stark, dass eine Betrachtung von lichtschwachen Objekten erschwert wird, genauer gesagt die resultierenden Bilder nicht die Qualität erreichen, die unter dunklem Himmel möglich ist.

Was in der oben gezeigten Brick Plate nicht eingetragen fehlt, ist die Angabe des Seeings:

  • AstroSolar.com:
    • Das Seeing der oberen Atmosphäre
    • Der richtige Beobachtungsstandort – Das lokale und instrumentelle Seeing
  • Astrozoom.de: Seeing und seine Wirkungen auf astronomische Beobachtungen
  • Astrofotografie : Seeing und seine Beurteilung

Bauerfahrung

Die grundsätzliche Bauerfahrung bleibt auch im letzten Bauabschnitt sehr positiv, sodass ich gleich auf das Teleskop der Sternwarte eingehe. Dieses ist als Miniprojektor ausgelegt. Erwartungshaltungsmanagement: Hierbei handelt es sich natürlich nicht um einen richtigen Projektor. Man muss sich ihn als spielerische Designergänzung zu diesem Klemmbaudsteinset denken. Die Bilder sind im Comic-Stil gehalten. Bei der Beleuchtung reden wir über eine Mini-LED, wie sie für das Beleuchten von Klemmbausteinsets im Einsatz sind. Im abgedunkelten Raum erhält man ein knackiges, helles und buntes Bild. Je nach Entfernung zur Wand kann dieses Bild auch recht groß werden und gut erkennbar bleiben. Bei Tageslicht und im beleuchteten Raum ist vom Projektorbild dann aber wenig zu sehen. Siehe hier die Beispiele:

Unbeleuchtetes Zimmer
Licht vom Nachbarzimmer
Licht vom Nachbarzimmer
Deckenbeleuchtung an
Deckenbeleuchtung an

Hier noch ein kurzes Testvideo (englisch), um einen Eindruck zu erhalten:

Ich muss allerdings sagen, dass auch ohne den eingeschalteten Projektor die Sternwarte durch ihre Innen- und Außenbeleuchtung sehr beeindruckend wirkt:

Nachfolgend ist das Ensemble mit den Sets Aurora Cabin (links, Aurora Licht ist woanders eingesetzt) und Chili Hotdog Stand zu sehen. Die Story hierfür ist, dass die gerade im Einsatz befindliche Crew sich in der Sternwarte mit den dortigen Schlafgelegenheiten aufhält. Im Wechsel dazu die andere Schicht, die sich im Blockhaus aufhält. Es bietet zwar eine Küche an. Der Hotdog-Stand ergänzt das Nahrungsangebot aber entsprechend 😀

Wer genau hinschaut, wird das Amateurteleskop auf dem Balkon im 1. Stock des Blockhauses erkennen.

Zum Abschluss noch ein paar Bilder vom letzten Bauabschnitt:

So sieht die Sternwarte im Endergebnis aus:

Es gibt insgesamt vier Bilder, die an die Wand projiziert werden können:

Die Stromversorgung der Gebäudebeleuchtung und des Teleskopprojektors erfolgt getrennt. Für beide gibt es eine eigene Batteriebox. Die Box für das Gebäude ist im Felsen untergebracht und kann für den Batteriewechsel herausgezogen werden. Die Box für den Projektor wird an die Rückseite der Teleskopkuppel geklemmt.

Lumibricks legt zusätzlich noch Konverter mit USB A Stecker bei. Damit können beide Stromkreise alternativ über schaltbare Steckdosen versorgt werden. Somit kann die Sternwarte ohne großen Aufwand in eine Hausautomation für Lichtsteuerung zu integrieren. Zur Information: diese Möglichkeit besteht mindestens auch bei den Lumibricks Sets

  • „Aurora Cabin“ (für Haus und Rentierschlitten und sein Licht für die Projektion eines Polarlichts an der Wand),
  • die Steampunk Sets „Mobiles Labor des Alchemisten“ und „Time Rift Bibliothek“,
  • sowie dem „Chili Hotdog Stand“.
Kabelverlegung zum Platz der Batteriebox
Kabelverlegung zum Platz der Batteriebox
Batteriebox für das Gebäude
Batteriebox für das Gebäude
Batteriebox für den Projektor
Batteriebox für den Projektor
Stromanschluss via USB Stecker
Stromanschluss via USB Stecker

Damit schließe ich meine Serie über die alpine Sternwarte ab. Vielen Dank für die von Euch aufgebrachte Zeit und Euer Interesse. Das Set hat mir als Hobbyastronom viel Freude bereit. Ich kann mir vorstellen, dass auch nicht astronomisch Interessierte Bauspaß an diesem Set haben können. Denn es gibt viel zu entdecken und hinsichtlich der Bedeutung zu recherchieren. 😀

Ausblick: Es steht wieder ein Set bereit, welches dieses Mal einen Bezug zur historischen Astronomie hat: die Prager astronomische Uhr von Pantasy.

Hier der offizielle Link: https://www.merlinssteine.de/sets/pant-85045/

Die Preisspanne zeigt den Unterschied zwischen empfohlenem Verkaufspreis des Herstellers und aktuellen Rabatten. Mit Stand von Mitte Mai 26 liegen die rabattierten Preise bei ungefähr 139 EUR. Für rund 2.400 Steine mit integrierter Beleuchtung wie bei Lumibricks. Aber erst einmal muss die Nautilus fertig gebaut werden. 😉

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Tags: Astromomie Klemmbausteine Lumibricks Sternwarte

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