Für die Nacht vom 12. zum 13. August (genauer: den Morgen des 13.) war das Maximum der Perseiden vorausgesagt. Die Perseiden sind bekannt für ihre zahlreichen und hellen Meteore, die oft leuchtende Streifen am Himmel hinterlassen. Es ist einer der aktivsten und zuverlässigsten Meteorströme. In Spitzenzeiten können Beobachter bis zu 60 oder mehr Meteore pro Stunde unter idealen Bedingungen sehen. Diese Bedingungen umfassen dunklen Himmel, weit entfernt von Stadtlichtern, und natürlich klares Wetter. Der Radiant liegt im Sternbild des Perseus:
Ich schaute also nach, ob meine Allsky Kamera in den beiden Nächten vor und nach dem 13. August etwas eingefangen hat. Denn die Perseiden sind nicht auf einen Tag festgelegt. Sie treten im Zeitraum vom 17. Juli bis 24. August auf. Das folgende Bild zeigt mithilfe eines überlagernden Ausschnitts vom Astronomieprogramm SkySafari, dass der Ausgangspunkt der Perseiden von unserer Hauswand verborgen ist. Dennoch zeigten sich einige Meteore (Sternschnuppen) im frei sichtbaren Himmelsbereich:

Vor den Bildern verweise ich noch auf eine Infoseite, welche den Unterschied zwischen den Begriffen Meteoroide, Meteore und Meteoriten erläutert: Link
Noch ein letzter Hinweis: Die Belichtungszeit der Bilder beträgt 30 Sekunden. Bis auf eine Ausnahme sind die Sternschnuppen immer nur auf einem Bild zu sehen. Ich zeige die Bilder in zeitlicher Reihenfolge über die Nächte hinweg:


Beim folgenden Bild bin ich mir nicht sicher, ob es ein Meteorit ist. Mein zweiter Gedanke nach „Cooler Perseid“ war, dass es ein aufblitzender Satellit ist. Nach dem Maximum geht die Helligkeit in Richtung Südwesten (also nach unten) zu gleichmäßig zurück. Man sollte sich nicht täuschen lassen, dass diese abnehmende Spur kürzer ist, als diejenige, die von oben kommt. Denn in die Richtung Südwesten nahm die Winkelgeschwindigkeit von sich bewegenden Objekten bezogen auf die Position der Allsky Kamera ab:

Weitere Perseiden:




Hier ein besonders beeindruckendes Exemplar, welches sich auf zwei Bildern wiederfindet:


Weitere Perseiden:





