Astronomie ohne Teleskop: Vorschau für Mai 2020

In dieser Blogartikelserie gebe ich eine Vorschau auf astronomische Ereignisse und Konstellationen, die mit bloßem Auge oder maximal einem Fernglas beobachtet werden können. Bitte beachten Sie: die Uhrzeiten für den Mai sind in Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) angegeben und entsprechen dem Standort Berlin.

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Sonnenaufgang und -untergang, Mondsichtbarkeiten

Die Sonnenaufgangs- und untergangszeiten im Mai sind wie folgt:

  • 01.05.20: Aufgang: 05:34, Untergang: 20:33
  • 16.05.20: Aufgang: 05:08, Untergang: 20:58
  • 31.05.20: Aufgang: 04:50, Untergang: 21:18

Die folgende Tabelle der Monddaten wurde mit calsky.com erstellt. Sie gelten für Berlin:

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Die Sichel der Venus vom 18. April

Ich nutzte die gute Wetterlage vom Samstag, den 18. April für eine weitere Aufnahme der Venus. Das Problem von unserem Standort aus ist, dass sie am Abend relativ schnell hinter dem Dach oben bei unserer Balkonterrasse untergeht. So müssen die Aufnahmen noch am hellen Himmel zur Zeit des Sonnenuntergangs erfolgen.

Venus am 18.04.20

Vergleicht man sie mit meinen vorigen Aufnahmen vom und , so bemerkt man die immer schmaler werdende Sichel:

Warum wird die Venus eigentlich zur Sichel? Sie nähert sich gerade auf ihrer Bahn zwischen Sonne und Erde der Verbindungslinie Sonne – Erde. Somit wird der scheinbare seitliche Abstand zwischen Sonne und Venus von der Erde aus gesehen geringer. Daher schaut man auch mehr auf die Nachtseite der Venus und sieht weniger von ihrer Tagseite. Die Bewegung und relativen Positionen der Planeten zueinander im April 2020 sieht man in folgendem Film. Diesen habe ich als Begleitmaterial zu meiner Monatsvorschau erstellt:

Die Aufnahmen entstanden mit folgendem Equipment:

  • Teleskop: Celestron NexStar 8 SE
  • Kamera: ASI ZWO 385 MC
  • Video erstellt: 500 Frames (Zeit war knapp wegen Dachkante)
  • Uhrzeit: ca. 20:20 Uhr
  • Exposure: 4 msec
  • Gain: 0
  • Stacking: autostakkert
  • Nachbearbeitung Ergebnisbild: Gradationskurve mit Affinity Photo

Venus: wenn der AstroZwerg Interesse am hellen Punkt zeigt

Derzeit lernt unser Junior mehr und mehr Funktionen seines Fotoapparats kennen. Die praktische Anwendung kommt zusammen mit dem Interesse am hellen Punkt im Abendhimmel, die Venus. Er hat jetzt auch zwei Zeitrafferfilme erstellt. Dazu passt, dass die Klasse ihr erstes Referat schreiben sollen. Er hat sich das Thema Wandelsterne aus der Auswahl von zwei Schulstoffplattformen herausgesucht.

Die Zeitrafferfilme habe ich dann ein bisschen ergänzt 😀

Venus und Vollmond gehen sich aus dem Weg

Die Nacht vom 7. zum 8. April gehörte dem Vollmond. Hier wollte ich den zweiten Versuch eines Mondmosaiks mit meiner neuen Astrokamera und dem Raspberry Pi Equipment am Teleskop unternehmen. Vorab: im Gegensatz zum letzten Mal klappte es. Dieses Mal gelangen mir alle Fotos so, dass sie sich für das Zusammenfügen geeignet überlappten.

Zuerst musste aber die Venus in Visier genommen werden:

Der Planet steht derzeit prominent am westlichen Abend- und Nachthimmel. Sogar schon vor dem Sonnenuntergang kann man dieses helle Objekt am Himmel sehen. Und so nahm ich einige kurze Videos auf, um daraus dann ein finales Bild zu erzeugen. Ein Vergleich mit meiner Astronomie Session vom 14. März zeigt, dass die Sichel der Venus schmaler geworden ist:

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Astronomie am 04.04.20: Missglücktes Mondpanorama mit schicken Bildern

Am Samstag Abend nahm ich wie viele andere Hobbyastronomen den Mond ins Visier. Immerhin ist bald Vollmond. Beobachtungstechnisch ist jetzt noch eine gute Möglichkeit, den Mond mit Terminator, d.h. mit Tag-/Nachtgrenze zu betrachten. Mein Ziel waren Aufnahmen für ein Mondmosaik mit meiner Astrokamera ASI ZWO MC385 zu erstellen. Sie ist relativ neu und beim Mond habe ich sie noch nicht ausprobiert. Bisher habe ich dies immer „nur“ mit meinem iPhone am Teleskop Smartphone-Adapter vorgenommen. Natürlich durfte auch jetzt mein nerdiges Rasperry Pi Equipment am Teleskop 😉.

Schritte der Bilderstellung und -bearbeitung:

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Ladys Night – Die Venus bei den Plejaden am Abend des 02.04.20

Mit Fernglas, oder bei guten Sichtverhältnissen auch mit bloßem Auge, kann der Abendstern heute nach Sonnenuntergang ganz nahe beim Sternhaufen der Plejaden (das Siebengestirn) betrachtet werden.

Die Aufnahmen erfolgten mit einer Olympus M10. Das zweite Bild wurde mit 150 mm plus doppeltem Digitalzoom geschossen.

#AstronomietagOnline: Mondsichel, Venus, Plejaden, Hyaden und ISS

Heute ist der bundesweite Astronomietag. Leider fallen alle Veranstaltungen vor Ort wegen Corona / Covid-19 / SARS-CoV-2 aus. Aber viele Astronomievereinigungen, -freunde, Planetarien und Sternwarten bieten online Möglichkeiten, astronomische Themen oder den aktuellen Nachthimmel zu präsentieren. Ich schließe mich mal mit der heutigen markanten Konstellation am abendlichen Himmel an.

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Astronomie ohne Teleskop: Vorschau für April 2020

In dieser Blogartikelserie gebe ich eine Vorschau auf astronomische Ereignisse und Konstellationen, die mit bloßem Auge oder maximal einem Fernglas beobachtet werden können. Bitte beachten Sie: die Uhrzeiten für den April sind in Mitteleuropäischer Zeit (MESZ) angegeben und entsprechen dem Standort Berlin.

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Sonnenaufgang und -untergang, Mondsichtbarkeiten

Die Sonnenaufgangs- und untergangszeiten im April sind wie folgt:

  • 01.04.20: Aufgang: 06:40, Untergang: 19:41
  • 16.04.20: Aufgang: 06:05, Untergang: 20:07
  • 30.04.20: Aufgang: 05:36, Untergang: 20:32
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#AlleBeobachtenDieISS: Dritte und vierte ISS-Beobachtung in dieser Woche am 25.03.20

Diesem Aufruf bin ich gerne gefolgt. Zumal ich diese Woche ja schon zwei ISS Überflüge dokumentiert habe: hier und hier.

Und hier kommt nun meine Aufnahme der ISS als Strich am abendlichen Himmel:

ISS Trail: Olympus M10, Live Composite mit 1 Sek. Integration, ISO 1600

Die hohe ISO Zahl ist notwendig, damit die ISS bei dem noch aufgehellten Himmel gut erfasst wird. Dass ist mir vor zwei Tagen (siehe Blogbeitrag) nicht so ganz gelungen. Da waren es nur ISO 500 bei 10 Sek. Integrationszeit.

Linker Rand unten: Sirius – Rechter Rand oben: Venus – Mitte: ISS
ISS bei Dachantenne

[Update 25.03.20, 21:00 Uhr]:

Und hier ist die ISS mit ihrem zweiten Überflug am Abend. Dieses Mal steil im Westen emporsteigend. Im Zenit verschwand sie dann, weil das Sonnenlicht in dem Winkel nicht mehr in unsere Richtung reflektiert wurde:

ISS Trail: Olympus M10, Live Composite mit 5 Sek. Integration, ISO 1600

Astronomie ohne Teleskop am 24.03.20: Drei Planeten, Star Trail und ein ISS Überflug

Wer gegen 5:00 Uhr morgens aufsteht und den Blick Richtung Südosten wendet, kann drei auffällige Punkte tief über dem Horizont sehen. Es sind die Planeten Jupiter, Saturn und Mars. Das Morgengrauen macht den bloßen Anblick allerdings nicht einfach und verkürzt die Zeitdauer, in der alle drei Objekte gut zu sehen sind:

Jupiter, Mars und Saturn am 24.03.20 morgens um 5:00 Uhr

Der Mars wandert derzeit an den beiden Gasriesen vorbei und wird zum Monatswechsel ganz eng am Saturn vorbeiziehen:

Mars zieht am Saturn vorbei

In der Nacht vom 23. zum 24. März habe ich für den Zeitraum von ca. 22:00 bis 05:00 Uhr alle 40 Sekunden ein 20-Sekunden-Foto geschossen und daraus ein Star Trail Bild erstellt. Die Blickrichtung ist zum Zenit, leicht nach Süden gekippt. Beim nächsten Mal werde ich die Kamera mehr zum Horizont kippen. Dann sieht man nämlich die Kreise Sterne um beide Drehpunkte:

Star Trail

Und am Abend habe ich diesem Mal bei dunklerem Himmel die ISS gut erwischt. Sie flog knapp über dem Sternbild Orion (rechter Rand) hinweg. Die Aufnahme erfolgte mit der Olympus M10 im Live Composite Modus mit einer Integrationszeit von 15 Sekunden:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Schon gestern habe ich die ISS fotografiert, allerdings beim Überflug kurz nach dem Sonnenuntergang. Da der Himmel zu dem Zeitpunkt noch recht hell war, ist die ISS Spur dort nicht so gut zu erkennen.