Beobachtungsabend 29.09.17 – Mondfotografie

Mit dem Sonnenuntergang sah das Wetter mit seinem klaren Himmel noch verheißungsvoll aus, wenn sich auch horizontnahe Wolken zeigten:

Ausblick von der Terrasse bei Sonnenuntergang mit dem Mond am Himmel (29.09.17)

Ausblick von der Terrasse in Richtung Westen bei Sonnenuntergang (29.09.17)

Leider verschlechterten sich die Bedingungen. Es kam recht starker Wind auf, so dass ich leider oft ein unruhiges Bild im Okular hatte bzw. die Videos vom Mond verwackelten. Außerdem wurde es streckenweise sehr diesig, so dass der Mond im einem Halo leuchtete. Dennoch hielt ich durch und wurde mit recht guten Bildern belohnt. Leider erreichte ich mein Ziel leider nicht, ein Mosaikbild vom Mond aus von Videos nachbearbeiteten Bildern zu erstellen. Doch davon gleich mehr.

Infos zum Mond:

  • Mondalter: 9,5 Tage
  • Beleuchtet: 66%

Verwendetes Equipment:

  • Teleskop: Celestron NexStar 8
  • Kamera: iPhone 6 S Plus, Apple Kamera App
  • Verwendetes Okular wird beim Bild angegeben

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ISS Überflug am 30.09.17 und Zeitraffer vom Tag

Da sich morgens schon schönes Wetter ansagte, entschloss ich mich kurzfristig, von unserer Terrasse aus Zeitrafferbilder den ganzen Samstag über bis in die Nacht zu schießen. Daraus sollten dann schöne Filme entstehen. Und da die Zeit ab 18 Uhr sowieso für Überstunden im Home Office verplant war, konnte ich die Kamera auch abends ruhigen Gewissens so lange draußen stehen lassen, bis das angesagte Schlechtwetter eintrifft. Gegen 0:30 Uhr holte ich die Kamera dann vorsichtshalber zurück in die Wohnung. Der Himmel hatte sich schon bedrohlich zugezogen.

Während die Kamera abends schön vor sich hinfotografierte, poppte am Smartphone plötzlich ein Alarm vom Astronomieprogramm Sky Safari auf: die ISS wird in 5 Minuten am Himmel zu sehen sein. Ich ging schnell auf die Terrasse, um die Time Lapse Aufnahmen des Fotoapparats zu unterbrechen und den Live Composite Modus für die ISS-Trail Aufnahme einzustellen. Die ISS flog dann schön vom Südwesten über den Mond hinweg Richtung Osten:

ISS Trail vom 29..09.17, ab 19:26 Uhr

Danach setzte ich die Zeitrafferaufnahmen fort. Daraus ist folgender Film entstanden:

Astronomie ohne Teleskop am 02.01.17: Mondsichel zwischen Venus und Mars

Seit dem Silvesterabend lässt sich der Vorbeizug des Mondes an Venus und Mars am früh-abendlichen Himmel beobachten. Dazu muss es nicht einmal dunkel sein. Es fing am 30. Dezember mit einer sehr schmalen Mondsichel nach dem Neumond vor der Venus an. Meine Beobachtung vom 31.12.16 habe ich in diesem Blogartikel dokumentiert.

Heute war wieder ein freier Himmel, den ich ausnutzte. Der Mond nimmt weiter zu und befindet sich jetzt zwischen Venus und Mars:

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Konstellation Mond zwischen Venus und Mars

Nachfolgend eines der ersten Fotos gegen 16:50 Uhr

Mond zwischen Venus und Mars über Wolken am 02.01.2017

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Astronomie ohne Teleskop am 31.12.16: Mondsichel – Venus – Mars im Sonnenuntergang

Der Silvestertag war bis ca. 18 Uhr bei uns in Berlin sehr sonnig und wolkenfrei. Daher habe ich mich nachmittags nochmal auf die Terrasse gestellt, um mir die beim Sonnenuntergang sichtbare Konstellation der schmalen Mondsichel, Venus und Mars anzuschauen:

Warten auf die Mondsichel beim Sonnenuntergang am 31.12.16

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Astrofotografie mit dem iPhone Teil 4: TS-Optics universal Smartphone iPhone Adapter

Vor längerer Zeit habe ich mich mit dem Thema „Astrofotografie mit dem iPhone“ beschäftigt. In mehreren Blogartikeln testete ich die Anbringung meines iPhones mittels verschiedener Adapter am Teleskop, genauer am Okular. Nun wurde in einem kürzlich zurückliegenden Artikel vom Clear Sky-Blog ein weiterer Adapter erwähnt, der meine Aufmerksamkeit erregte: der „TS-Optics universal Smartphone iPhone Adapter mit direktem T2 Anschluß für Fotografie durch Teleskop oder Spektiv„. Dieser machte mich insbesondere dadurch neugierig, weil er sich über Schraubgewinde direkt mit meinen Baader Hyperion Okularen verbinden lassen kann. In diesem Blogartikel schreibe ich, wie sich dieser Adapter ggü. meinem bisherigen Favoriten behaupten würde, den Lens2Scope.

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Der Hesiodusstrahl am 17.03.16

Wie in meinem Blogartikel „Meine astronomischen Vorsätze für 2016“ und meinem Tweet

angekündigt, wollte ich am 17. März die Gelegenheit nutzen, den Hesiodusstrahl auf dem Mond zu beobachten. Bei diesem Ereignis scheint zu einem bestimmten Mondalter die Sonne durch eine Lücke im Ringwall vom Hesioduskrater. Die Lücke befindet sich auf der östlichen Seite (Achtung: auf meinen Bildern links) des Kraters und stellt den Durchgang zum benachbarten Krater Pitatus dar. Genaueres ist u.a. im Blogartikel von Astroshop beschrieben.

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Doppelter Mondschatten auf dem Jupiter in der Nacht zum 08.03.16

Wie in meinem Blogartikel „Sieben doppelte Sonnenfinsternisse im März 2016 zu beobachten“ beschrieben, haben wir im März 2016 sieben Mal die Gelegenheit, einen Doppelschatten auf dem Jupiter zu sehen. Da der Himmel am 7. März gegen Abend aufklarte und die Vorhersage für die Nacht gut aussah,  stellte ich guter Hoffnung mein Teleskop auf den Balkon:

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Wie bekomme ich die Olympus OM-D E-M10 an die Baader Hyperion Okulare?

In den letzten 12 Monaten habe ich mich mit der Mond- und Planetenfotografie per iPhone beschäftigt. Hiermit kann man sehr gute Fotos schießen und Videos erstellen. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass man seine Fotos gleich online posten kann.

Für Deep Sky Objekte (Sternhaufen, Nebeln, Galaxien usw.) ist eine Smartphone Kamera ungeeignet. In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, bzgl. Astrofotografie die Fühler in Richtung Benutzung unserer Systemkamera oder sogar spezieller Astrokameras auszustrecken. Siehe hier meinen Blogartikel „Meine astronomischen Vorsätze in 2016„.

Jetzt habe ich Nägel mit Köpfen gemacht und mir die entsprechenden Adapter gekauft, um unsere Olympus M10 Kamera an die Baader Hyperion Okulare anzuschließen. Man muss hier schon ein bisschen suchen, da die sogenannten Four-Thirds Kameras nicht gerade der Standard für Astrofotografie sind. Außerdem muss man bei der Olympus M10 den nicht  lang ausdauernden Akku berücksichtigen. Gerade bei Langzeiteinsätzen in kühlen Nächten macht er schnell schlapp. Ein Akkuwechsel verbietet sich aber während  Langzeitbelichtungen und Serienaufnahmen. Also musste ein sogenannter Dummy-Akku her, der aber von Olympus nicht angeboten wird.

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Der Mond am 25. August 2015 – Mondalter 11,5 d

Trotz Wochentag und frühem Aufstehen am nächsten Arbeitstag wollte ich mich heute dem Mond widmen. Noch ist er nicht voll und ich versprach mir einige gute Bilder gerade vom Gebiet um den Terminator. Außerdem war der Plan, wieder Mosaikbilder für ein großes Mondbild zu erstellen.

Leider versprach die Abenddämmerung bzgl. Wolkenlosigkeit mehr als später eintraf. Der Himmel war zuerst noch so gut wie wolkenfrei. Es waren nur horizontnahe Wolken zu sehen. Daher wartete ich gespannt auf die Dunkelheit:

Leider zogen immer wieder Wolken vor den Mond. Ich musste also meine Beobachtungen immer wieder unterbrechen. Das Gemeine war, dass der Himmel ab einer gewissen Höhe über dem Horizont dagegen wolkenfrei war. Die Sterne funkelten dort ungehindert, wie es in der Stadt möglich ist. Es machte den Eindruck, dass jemand immer wieder Wolken vor den Mond schob, um mich zu ärgern.

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Neue Kamera, Saturn verfolgt Mond und Star Trail

Der Urlaub ist vorbei, die Nächte werden wieder Länger: es ist also Zeit, sich mal wieder um die Himmelsbeobachtung zu kümmern.

Seit Kurzem haben wir eine neue Kamera, die ein aus meiner Sicht cooles Feature hat. Sie ist in der Lage, Star Trail Fotos und vergleichbare Aufnahmen mittels des Modus „Live Composite“ zu erstellen. D.h. man braucht nicht mehr Einzelbilder aus der Kamera zu exportieren und sie mit Hilfe eines Programms entsprechend zusammenfügen zu lassen. Das Resultat wird von der Kamera direkt geliefert.

Das Prinzip ist wie folgt:

  • Zuerst ist natürlich der entsprechende Aufnahmemodus einzustellen.
  • Danach gibt man die Belichtungszeit der Einzelfotos an.
  • Zusätzlich kann man ISO und Blende einstellen.
  • Mit dem ersten Auslösen wird vorbereitend ein Darkframe erzeugt.
  • Mit dem zweiten Auslösen erfolgt dann die Aufnahme. Im Display sieht man dann alle x Sekunden (x = Belichtungszeit des Einzelfotos) das bisher addierte Bild. Das Besondere hier ist, dass die Kamera mit jedem Folgebild prüft, was zu bisherigen „Summenbild“ an Helligkeit dazugekommen ist. Und nur diese Bestandteile fließen in das „Summenbild“. D.h. Lichthalos von z.B. der Stadt in Horizontnähe führen nicht zur Überbelichtung.
  • Im Display sieht man die Anzahl der bisher aufgenommenen Bilder und die Gesamtbelichtungszeit.
  • Mit dem erneuten Auslösen wird die Aufnahme beendet. Es dauert dann ein bisschen, bis die Kamera das resultierende Bild erstellt hat.

Damit habe ich z.B. mein Headerbild beim Twitter Account erstellt.

Derzeit nähert sich der Mond wieder dem Saturn. Da habe ich die Gelegenheit ergriffen, die Kamera entsprechend auszuprobieren. Zuerst folgen ein paar Fotos am frühen Abend vor dem Sonnenuntergang. Diese sind freihändig geschossen worden (40mm Objektiv):

Gegen 21:45 ging es dann ans Eingemachte. Es war dunkel genug, um mit der Star Trail Aufnahme zu beginnen. Mond und Jupiter waren im Südwesten gut in der Nähe des Horizonts zu erkennen:

Saturn hinter Mond

Saturn hinter Mond

Das Star Trail Foto wurde mit folgenden Einstellungen vorgenommen:

  • Belichtungszeit der Einzelfotos: 5 Sekunden
  • Blende: 4,5
  • ISO: 400
  • Objektiv: 40 mm
Star Trail Saturn verfolgt Mond

Star Trail Saturn verfolgt Mond

Ach ja, drei Informationen noch:

Wenn man das Star Trail Foto vom Fotoapparat erstellt, sollte man beachten, dass einem zwischenzeitlich auftretende Helligkeit das Bild nicht versaut. Insbesondere bei einer Aufnahme des Nachhimmels sollte man die Belichtung rechtzeitig beenden, bevor der Himmel wieder aufhellt.

Natürlich eignet sich dieser Aufnahmemodus der Kamera auch für andere Szenerien. Insbesondere Feuerwerke dürften ein gutes Motiv hierfür abgeben. Aber auch Aufnahmen vom Straßenverkehr in der Nacht und Light Painting dürften zu den Anwendungsgebieten gehören.

Und abschließend handelt es sich bei der Kamera um die Olympus M10. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich weder gebeten / beauftragt worden bin, noch Geld für diesen Blogartikel von Olympus erhalte.