Astrofotografie mit dem iPhone Teil 4: TS-Optics universal Smartphone iPhone Adapter

Vor längerer Zeit habe ich mich mit dem Thema „Astrofotografie mit dem iPhone“ beschäftigt. In mehreren Blogartikeln testete ich die Anbringung meines iPhones mittels verschiedener Adapter am Teleskop, genauer am Okular. Nun wurde in einem kürzlich zurückliegenden Artikel vom Clear Sky-Blog ein weiterer Adapter erwähnt, der meine Aufmerksamkeit erregte: der „TS-Optics universal Smartphone iPhone Adapter mit direktem T2 Anschluß für Fotografie durch Teleskop oder Spektiv„. Dieser machte mich insbesondere dadurch neugierig, weil er sich über Schraubgewinde direkt mit meinen Baader Hyperion Okularen verbinden lassen kann. In diesem Blogartikel schreibe ich, wie sich dieser Adapter ggü. meinem bisherigen Favoriten behaupten würde, den Lens2Scope.

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Der Hesiodusstrahl am 17.03.16

Wie in meinem Blogartikel „Meine astronomischen Vorsätze für 2016“ und meinem Tweet

angekündigt, wollte ich am 17. März die Gelegenheit nutzen, den Hesiodusstrahl auf dem Mond zu beobachten. Bei diesem Ereignis scheint zu einem bestimmten Mondalter die Sonne durch eine Lücke im Ringwall vom Hesioduskrater. Die Lücke befindet sich auf der östlichen Seite (Achtung: auf meinen Bildern links) des Kraters und stellt den Durchgang zum benachbarten Krater Pitatus dar. Genaueres ist u.a. im Blogartikel von Astroshop beschrieben.

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Doppelter Mondschatten auf dem Jupiter in der Nacht zum 08.03.16

Wie in meinem Blogartikel „Sieben doppelte Sonnenfinsternisse im März 2016 zu beobachten“ beschrieben, haben wir im März 2016 sieben Mal die Gelegenheit, einen Doppelschatten auf dem Jupiter zu sehen. Da der Himmel am 7. März gegen Abend aufklarte und die Vorhersage für die Nacht gut aussah,  stellte ich guter Hoffnung mein Teleskop auf den Balkon:

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Wie bekomme ich die Olympus OM-D E-M10 an die Baader Hyperion Okulare?

In den letzten 12 Monaten habe ich mich mit der Mond- und Planetenfotografie per iPhone beschäftigt. Hiermit kann man sehr gute Fotos schießen und Videos erstellen. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass man seine Fotos gleich online posten kann.

Für Deep Sky Objekte (Sternhaufen, Nebeln, Galaxien usw.) ist eine Smartphone Kamera ungeeignet. In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, bzgl. Astrofotografie die Fühler in Richtung Benutzung unserer Systemkamera oder sogar spezieller Astrokameras auszustrecken. Siehe hier meinen Blogartikel „Meine astronomischen Vorsätze in 2016„.

Jetzt habe ich Nägel mit Köpfen gemacht und mir die entsprechenden Adapter gekauft, um unsere Olympus M10 Kamera an die Baader Hyperion Okulare anzuschließen. Man muss hier schon ein bisschen suchen, da die sogenannten Four-Thirds Kameras nicht gerade der Standard für Astrofotografie sind. Außerdem muss man bei der Olympus M10 den nicht  lang ausdauernden Akku berücksichtigen. Gerade bei Langzeiteinsätzen in kühlen Nächten macht er schnell schlapp. Ein Akkuwechsel verbietet sich aber während  Langzeitbelichtungen und Serienaufnahmen. Also musste ein sogenannter Dummy-Akku her, der aber von Olympus nicht angeboten wird.

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Der Mond am 25. August 2015 – Mondalter 11,5 d

Trotz Wochentag und frühem Aufstehen am nächsten Arbeitstag wollte ich mich heute dem Mond widmen. Noch ist er nicht voll und ich versprach mir einige gute Bilder gerade vom Gebiet um den Terminator. Außerdem war der Plan, wieder Mosaikbilder für ein großes Mondbild zu erstellen.

Leider versprach die Abenddämmerung bzgl. Wolkenlosigkeit mehr als später eintraf. Der Himmel war zuerst noch so gut wie wolkenfrei. Es waren nur horizontnahe Wolken zu sehen. Daher wartete ich gespannt auf die Dunkelheit:

Leider zogen immer wieder Wolken vor den Mond. Ich musste also meine Beobachtungen immer wieder unterbrechen. Das Gemeine war, dass der Himmel ab einer gewissen Höhe über dem Horizont dagegen wolkenfrei war. Die Sterne funkelten dort ungehindert, wie es in der Stadt möglich ist. Es machte den Eindruck, dass jemand immer wieder Wolken vor den Mond schob, um mich zu ärgern.

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Neue Kamera, Saturn verfolgt Mond und Star Trail

Der Urlaub ist vorbei, die Nächte werden wieder Länger: es ist also Zeit, sich mal wieder um die Himmelsbeobachtung zu kümmern.

Seit Kurzem haben wir eine neue Kamera, die ein aus meiner Sicht cooles Feature hat. Sie ist in der Lage, Star Trail Fotos und vergleichbare Aufnahmen mittels des Modus „Live Composite“ zu erstellen. D.h. man braucht nicht mehr Einzelbilder aus der Kamera zu exportieren und sie mit Hilfe eines Programms entsprechend zusammenfügen zu lassen. Das Resultat wird von der Kamera direkt geliefert.

Das Prinzip ist wie folgt:

  • Zuerst ist natürlich der entsprechende Aufnahmemodus einzustellen.
  • Danach gibt man die Belichtungszeit der Einzelfotos an.
  • Zusätzlich kann man ISO und Blende einstellen.
  • Mit dem ersten Auslösen wird vorbereitend ein Darkframe erzeugt.
  • Mit dem zweiten Auslösen erfolgt dann die Aufnahme. Im Display sieht man dann alle x Sekunden (x = Belichtungszeit des Einzelfotos) das bisher addierte Bild. Das Besondere hier ist, dass die Kamera mit jedem Folgebild prüft, was zu bisherigen „Summenbild“ an Helligkeit dazugekommen ist. Und nur diese Bestandteile fließen in das „Summenbild“. D.h. Lichthalos von z.B. der Stadt in Horizontnähe führen nicht zur Überbelichtung.
  • Im Display sieht man die Anzahl der bisher aufgenommenen Bilder und die Gesamtbelichtungszeit.
  • Mit dem erneuten Auslösen wird die Aufnahme beendet. Es dauert dann ein bisschen, bis die Kamera das resultierende Bild erstellt hat.

Damit habe ich z.B. mein Headerbild beim Twitter Account erstellt.

Derzeit nähert sich der Mond wieder dem Saturn. Da habe ich die Gelegenheit ergriffen, die Kamera entsprechend auszuprobieren. Zuerst folgen ein paar Fotos am frühen Abend vor dem Sonnenuntergang. Diese sind freihändig geschossen worden (40mm Objektiv):

Gegen 21:45 ging es dann ans Eingemachte. Es war dunkel genug, um mit der Star Trail Aufnahme zu beginnen. Mond und Jupiter waren im Südwesten gut in der Nähe des Horizonts zu erkennen:

Saturn hinter Mond

Saturn hinter Mond

Das Star Trail Foto wurde mit folgenden Einstellungen vorgenommen:

  • Belichtungszeit der Einzelfotos: 5 Sekunden
  • Blende: 4,5
  • ISO: 400
  • Objektiv: 40 mm
Star Trail Saturn verfolgt Mond

Star Trail Saturn verfolgt Mond

Ach ja, drei Informationen noch:

Wenn man das Star Trail Foto vom Fotoapparat erstellt, sollte man beachten, dass einem zwischenzeitlich auftretende Helligkeit das Bild nicht versaut. Insbesondere bei einer Aufnahme des Nachhimmels sollte man die Belichtung rechtzeitig beenden, bevor der Himmel wieder aufhellt.

Natürlich eignet sich dieser Aufnahmemodus der Kamera auch für andere Szenerien. Insbesondere Feuerwerke dürften ein gutes Motiv hierfür abgeben. Aber auch Aufnahmen vom Straßenverkehr in der Nacht und Light Painting dürften zu den Anwendungsgebieten gehören.

Und abschließend handelt es sich bei der Kamera um die Olympus M10. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich weder gebeten / beauftragt worden bin, noch Geld für diesen Blogartikel von Olympus erhalte.

Der Mond am 30. Juni 2015 – Mondalter 13,5 d

Heute war eigentlich eine Konstellation sehenswert, die nichts mit dem Mond zu tun hatte. Venus und Jupiter standen sich  so nahe, dass man beide sogar durch das Teleskop hätte beobachten können. Leider standen beide Planeten zur beobachtbaren Zeit leider schon zu tief für uns. Es war aber absehbar, da ich dies mit meiner App Redshift vorab prüfen konnte:

 

Redshift Planetenpositionen & Kameradurchsicht

Redshift Planetenpositionen & Kameradurchsicht

Daher wollte ich die Gelegenheit nutzen, mir den Mond genauer anzuschauen. Ziel war es auch, Fotos für ein größeres Mondmosaik zu schießen. Außerdem wollte ich mein neues 17mm Okular ausprobieren, weil bei den letzten Mondbeobachtungen und Fotografien das 24mm Okular zu Einsatz kam.

Also wurde das Teleskop aufgebaut. Einen Teil der Wartezeit konnte ich aber auf der Terrasse beim Sonnenuntergang verbringen:

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Ladies Night, der Herr der Nacht und kein Saft mehr für das Fadenkreuz

Für den Abend und die Nacht vom 10. April 2015 hatte ich mir einiges an Beobachtungen des Himmels vorgenommen. Zum Anfang stand natürlich der Besuch der Venus bei den Plejaden auf dem Programm. Da der Jupiter immer noch das beherrschende Objekt am nächtlichen Himmel ist, wollte ich wieder Aufnahmen machen, diesmal mit dem Großen Roten Fleck. Schließlich wollte ich auch noch mit dem Sternbild Hydra und einigen Sternhaufen darin anfangen. Doch dies scheiterte an leeren Batterien. Aber der Reihe nach.

Ladies Night oder der Besuch der Venus bei den Plejaden

In den Abendstunden vom 9. April bis 12. April zog der Planet Venus an dem offenen Sternhaufen der Plejaden vorbei. Der engste Abstand wurde dabei am 11. April erreicht. Da der 10. April an meinem Standort wolkenlos war, nutzte ich die Chance. Eine Vorabprüfung mit der Augmented Reality Funktion der Redshift App für iOS ergab, dass ich diese Konstellation nicht vom gewohnten Beobachtungsstandort auf Südterrasse sehen kann. Die Objekte würden hinter der Hausdach verschwinden. Zum Glück kamen sie auf der Nordseite wieder hervor, so dass ich von unserem kleinen Nordbalkon fotografieren konnte.

Der Himmel war allerdings stark aufgehellt, insbesondere der Bereich zwischen Horizont und ca. 25 Grad Höhe. Dadurch war die Venus für mich sichtbar, die Plejaden aber nicht. Erst mit längerer Belichtung (25 Sekunden) konnte ich ein zufriedenstellendes Ergebnis erhalten. Das jeweils linke der beiden nachfolgenden Bilder ist das Original. Das jeweils rechte Bild habe ich  mit Photoshop bearbeitet. Der Himmel wurde mit der Tonwertkorrektur dunkler gemacht. Bitte klicken Sie zumindest die oberen Bilder an, um sie in Orginalgröße anzuzeigen. Dann werden Sie dort die Plejaden sehen.

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Mond am 27.02.15 mit Teleskop und iPhone

Heute Abend hatte ich wieder Glück. Die Familie genehmigte mir Beobachtungszeit. Nachmittags war der Himmel beim Nachhausekommen klar und wolkenfrei. Vorgenommen hatte ich mir den Mond, den Jupiter und als Versuch den Orionnebel. Letzterer wäre nur ein Versuch gewesen, da der Mond über dem Orion stand. Aber ich war halt neugierig, inwieweit doch Aufnahmen mit dem iPhone gelingen würden.

Tja, beim Aufbau des Teleskops kam dann aber von Westen her eine Wolkenfront, die vom Radarfilm meiner Wetter-App auch noch bestätigt wurde. Schließlich konnte ich noch vor dem Abendessen Fotos und Filme mit dem iPhone vom Mond erstellen. Nach dem Zubettbringen von Junior ging es dann weiter. Der Himmel aber aber nun von Wolken bedeckt, so dass sich meine Beobachtung dann auf dem Mond beschränken musse. Um ca. 22 Uhr war dann endgültig Schluss. Eine dichte Wolkenfront kam nun endgültig in Berlin an und der Mond war nicht mehr durch das Teleskop beobachtbar.

Achso, für alle Bilder gilt, dass aufgrund der Teleskopoptik links und rechts vertauscht sind.

Gesamtsicht des Mondes

An diesem Abend hat der Mond hatte zwei Tage vorher das zweite Viertel überschritten. Die Mondphase des (zunehmenden) Mondes betrugt jetzt schon ca. 71%.

Mond am 27.02.15 - 71%

Mond am 27.02.15 – 71%

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Jupiter am 13.02.15 mit Teleskop, iPhone und Hyperion Clickstop Zoom Okular 8-24 mm

Jupiter am 13.02.15: 254-fache Vergrößerung und 6-fach Digitalzoom iPhone 5S (ProCamera)

Nachdem ich am 1. Februar den Jupiter mit dem iPhone an einem 25 mm Plössl Okular fotografiert und gefilmt habe, machte ich am 13.02.15 weitere Aufnahmen mit dem neu erworbenen Hyperion Clickstop  Zoom Okular 8-24 mm. Da dieses Okular einen erheblichen Durchmesser hatt, konnte ich den Magnifi Adapter für die iPhonebefestigung am Okular nicht benutzen. Dafür habe ich mir den Smartphone Adapter Lens2Scope zugelegt, ich berichtete in diesem Blogartikel.

Während der Himmel zum Abend hin wegen Wolkenlosigkeit sehr vielversprechend aussah, war das Seeing später von meinem Standpunkt (Berlin Friedenau) dann doch nicht so gut. In Berlin hat man sowieso mit großer Lichtverschmutzung zu tun. Die Grenzgrößen, die ich bei meinen Beobachtungen hatte, liegen zwischen 4,2 bis max. 5,0 Magnituden. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich an diesem Abend die Grenzgröße für das bloße Auge nicht erfasst habe. Aber vom Gefühl her würde ich sagen, dass sie am unteren Ende bei etwas über 4 Magnituden lag. Es waren bis kurz nach Mitternacht nämlich nicht so viele Sterne wie ich gewohnt war zu sehen.

Aus diesem Grund sind die resultierenden Aufnahme vom Jupiter auch nicht so gut, wie sie hätten sein können. Insgesamt habe ich fünf Filme aufgenommen, von denen ich drei für das Stacken der Einzelbilder nutzte. Alle Filme sind mit 8mm Brennweite aufgenommen und haben eine Länge von ca. 30 Sekunden. Das ist bei meinem Celestron Nexstar 8 SE eine Vergrößerung von 254-fach.

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