Countdown-Ticker zur totalen Mondfinsternis am 21.01.19

18.07.19, 18:45 Uhr: Start des Countdown-Tickers

Diese erste von Deutschland aus sichtbare Mondfinsternis in diesem Jahr findet am frühen Morgen des 21. Januar statt. Es handelt sich um eine totale Finsternis, die allerdings nicht vollständig zu sehen sein wird. In der Nacht vom 16. zum 17. Juli gibt es dann noch eine partielle Mondfinsternis. Die nächste vollständig von Deutschland aus beobachtbare totale Mondfinsternis erfolgt übrigens erst am 20.12.2029.

Die aktuelle Finsternis wird vielfach aber nur schlecht zu sehen sein. Denn der Mond steht schon zu Beginn der Totalität recht niedrig. Der Austritt aus dem Kernschatten beginnt erst 1 – 1,5 Stunden vor dem Monduntergang.

Der Verlauf der Finsternis ist wie folgt:

  • 03:35 Uhr: Eintritt des Mondes in den Halbschatten
  • 04:34 Uhr: Eintritt des Mondes in den Kernschatten
  • 05:41 Uhr: Beginn der Totalität
  • 06:12 Uhr: Mitte der Finsternis
  • 06:44 Uhr: Ende der Totalität
  • 07:51 Uhr: Austritt des Mondes aus dem Kernschatten
  • 08:16 Uhr: Monduntergang in Berlin
  • 08:50 Uhr: Austritt des Mondes aus dem Halbschatten

Genauere Beschreibungen lassen sich unter anderem auf folgenden Webseiten nachlesen:

Weitere allgemeine Informationen zu Mondfinsternissen werden von Astrodicticum Simplex (Florian Freistetter) in seiner Podcastfolge „Mondfinsternisse und Blutmond“ präsentiert. Der Link führt zum Transkript des Postcasts.

Die Erstausgabe „Der Kleine Astroview“ von Spektrum der Wissenschaft befasst sich mit der himmelsmechanischen Erklärung der Mondfinsternisse (nach einer einführenden Eigenwerbung zu diesem neuen Videoformat). Es wird auch die Frage geklärt, warum man i.d.R. mehr Mond- als Sonnenfinsternisse sieht, obwohl beide Finsternisarten ungefähr gleichoft vorkommen:

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Kurzberichte aus dem Spätsommer und Herbst (3/3): Goldener Henkel, vom Winde verweht, Flugverkehr und implodierender Mond

Der Grund für die heutige Beobachtung war der Lichtstrahleffekt „Goldener Henkel“ auf dem Mond. Leider hatte ich mit drei Dingen zu kämpfen:

  • miesen Sichtbedingungen mit sehr unruhiger Luft,
  • starkem Wind,
  • reichlichem Flugverkehr und
  • dem frühen Zeitpunkt, an dem der Goldene Henkel am besten zu beobachten war.

Mein Ziel war es, heute Abend ein Mosaikbild des Mondes mit dem Goldenen Henkel zu erstellen. Ich verwende dafür mein 5mm Okular, womit ich eine 406-fache Vergrößerung erreiche. Dies entspricht auch der max. sinnvollen Vergrößerung an meinem Teleskop. Höhere Vergrößerungsraten bringen keinen zusätzlichen Informationsgewinn mehr. Mit dieser Vergrößerung benötigt es rund 45 Einzelbilder, um ein Mosaikbild des gesamten Mondes in dieser Phase (76%) zu erstellen. Ich schieße allerdings keine Fotos, sondern erstelle von jedem der 45 Gebiete ein Video. Dieses bearbeitet ich mit Autostakkert 3, um daraus ein Ergebnisbild berechnen zu lassen – Stichwort „Lucky Imaging“.

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Astronomie ohne Teleskop: Überblick zu Ereignissen in 2019

In Ergänzung meiner Rubrik Monatsvorschau Astronomie ohne Teleskop gebe ich mit diesem Artikel eine kurze Übersicht wesentlicher astronomischer Ereignisse im Jahr 2019. Bitte beachten Sie folgendes:

  • Es handelt sich hierbei um Ereignisse oder Konstellationen, die mit bloßem Auge oder maximal mit einem Fernglas beobachtet werden können.
  • Es werden nur Ereignisse angegeben, die von Deutschland aus zu sehen sind.
  • Eine wesentliche Motivation für diesen Artikel ist es, meinen astronomischen Twitterbot @RaspiVoNa mit Daten zu füttern, die über den jeweiligen kommenden Monat hinausgehen. Infos zum Twitterbot finden Sie hier.
  • Im Verlauf des Jahres werde ich die detaillierten Monatsvorschauartikel hier verlinken.
  • Es kann sein, dass dieser Artikel im Lauf des Jahres bzgl. noch ausstehender Ereignisse ergänzt und präzisiert wird.
  • Wenn nicht anderweitig angegeben, handelt es sich bei den Uhrzeiten um die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Gilt die Sommerzeit, MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit angegeben. Ich gehe nach aktuellem Stand (06.01.19) davon aus, dass die Sommerzeit nur vom 31.03.19 bis 27.10.19 gilt. Sollte tatsächlich noch der Beschluss gefasst werden, dass auch im Winter die Sommerzeit gelten soll – und die Sonne damit noch eine Stunde später aufgeht – passe ich die Uhrzeitangaben entsprechend an.

Eine abschließende Anmerkung: die illustrierten Sternhimmel und Planetenabbildungen habe ich mit dem Programm Sky Safari Pro erstellt

Direkte Links zu den Monaten

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Beobachtungsabend 02.01.19, klassisch mit Zeichnen: Plejaden, Mel 31, (kein) IC405, M47 & NGC 2423, M35 & NGC 2158

Trotz Wolken, Wind und Hagel wurde es eine wolkenlose Nacht für astronomische Beobachtungen. Ich entschloss mich für eine klassische Beobachtung mit Zeichnen. D.h. es wurden nicht viele Objekte. Aber es macht Spaß, die Aufmerksamkeit zu trainieren und das, was man sieht bzw. meint zu sehen, zu Papier zu bringen. OK, in meinem Fall war das Papier ein iPad 😉

Beobachtete Objekte

  • Plejaden (M45)
  • Offener Sternhaufen Melotte 31 (Mel 31)
  • (kein) IC405 (Flaming Star Nebula)
  • Offene Sternhaufen M47 und NGC 2423
  • Offene Sternhaufen M35 und NGC 2158
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Kurzberichte aus dem Spätsommer und Herbst (2/3): (keine) ISS, Startrail, Mondimpressionen und Bommelmütze – Astronomie ohne Teleskop am 08., 09. und 13. Oktober 2018

Hier kommt der zweite verspätete Kurzbericht meiner astronomischen Beobachtungen. Dieses Mal gibt es einige Impressionen ohne Teleskop aus dem Oktober.

ISS Trail am 08.10.18

Den Anfang macht ein ISS Überflug am frühen Abend. Im Bild ist noch das letzte Leuchten vom Sonnenuntergang zu sehen. Im Gegensatz zum Beobachtungsabend am 12.10.18 hatte ich die ISS während des Dämmerlichts aber noch fotografisch einfangen können. Die Strichspur ist allerdings sehr schwach, obwohl die Raumstation mit bloßem Auge als heller Punkt prominent am Himmel zu sehen war. Hier muss ich noch experimentieren, wie ich die ISS bei beleuchtetem Himmel noch besser aufnehmen kann, ohne dass der restliche Himmel überbelichtet wird. Das nachfolgende Bild entstand mit der Olympus M10 im Live Composite Modus mit einer Belichtungszeit von 15 Sekunden pro Einzelbild.

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Kurzberichte aus dem Spätsommer und Herbst (1/3): Mondmosaik und schwammige Planetenparade am 16.08.18

Mit einiger Verspätung gibt es noch einige kurze Blogartikel zu kleineren astronomischen Beobachtungen, die ich nach dem Sommerurlaub unternommen habe. Den Anfang macht ein Abend aus dem August mit Mondmosaik und die Planetenparade Venus, Jupiter, Saturn und Mars. Die Venus war noch in der Zeit um den Sonnenuntergang und kurz danach zu sehen. Jupiter, Saturn und Mars ergaben ein Trio am späteren Abend. Hier sind ihre Positionen um 21 Uhr:

Planetenparade

Planetenparade

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Astronomie ohne Teleskop: Vorschau für Januar 2019

In dieser Blogartikelserie gebe ich eine Vorschau auf astronomische Ereignisse und Konstellationen, die mit bloßem Auge oder maximal einem Fernglas beobachtet werden können.

Bitte beachten Sie: die Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben und entsprechen dem Standort Berlin.

Verlinkung innerhalb dieser Serie:

Sonnenaufgang und -untergang, Mondsichtbarkeiten

Die Sonnenaufgangs- und untergangszeiten im Dezember sind wie folgt:

  • 01.01.19: Aufgang: 08:17, Untergang: 16:02
  • 16.01.19: Aufgang: 08:09, Untergang: 16:23
  • 31.01.19: Aufgang: 07:50, Untergang: 16:50

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Astronomie ohne Teleskop: Vorschau für Dezember 2018

In dieser Blogartikelserie gebe ich eine Vorschau von astronomischen Ereignissen und Konstellationen, die ohne Teleskop betrachtet werden können. D.h. es werden nur das bloße Auge oder ein Fernglas benötigt.

Bitte beachten Sie: die Uhrzeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben und entsprechen dem Standort Berlin.

Verlinkung innerhalb dieser Serie:

Sonnenaufgang und -untergang, Mondsichtbarkeiten

Die Sonnenaufgangs- und untergangszeiten im Dezember sind wie folgt:

  • 01.12.18: Aufgang: 07:54, Untergang: 15:56
  • 16.12.18: Aufgang: 08:11, Untergang: 15:52
  • 31.12.18: Aufgang: 08:17, Untergang: 16:01

Die folgende Tabelle der Monddaten wurde mit calsky.com erstellt. Sie gelten für Berlin:

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Monatsvorschau für Astronomie ohne Teleskop goes Twitter

Na gut, die Artikel meiner monatlichen Blogartikelserie „Astronomie ohne Teleskop: Vorschau für …“ wurden schon früher auf Twitter angekündigt 😀. Nun habe begonnen, einen Twitterbot für Astronomie zu entwickeln. Seine erste Funktion ist die Abfrage der besagten Artikelserie. Der Twitterbot liefert bei Angabe eines Datums astronomische Ereignisse zurück, wenn ich sie in meiner Monatsvorschau beschrieben habe.

Der Account vom Twitterbot heißt @RasPiVoNa. Beispiel solch einer Anfrage:

„@raspivona Was ist am 16.11.18 zu beobachten? #AstroEvent

Wesentlich sind drei Elemente in der Tweetanfrage:

  • Der Tweet ist an den Twitterbot zu senden: „@raspivona“
  • Im Tweet ist das Hashtag „#AstroEvent“ anzugeben.
  • Im Tweet muss ein Datum im Format „tt.mm.jj“ oder „tt.mm.jjjj“ angegeben werden. Das Jahr kann also zwei- oder vierstellig angegeben werden.

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Telrad Finder Schablone für den Pocket Sky Atlas (Jumbo Edition) von Sky & Teleskope’s

Ich habe schon vor langer Zeit für den Deep Sky Beobachteratlas von Gerhard Stropek eine Telradschablone erstellt. Siehe hierzu meinen Blogartikel. Für die Ausrichtung meines Teleskops nutze ich u.a. einen Telrad Sucher, so dass eine transparente Schablone für diesen Atlas das Aufsuchen erleichtert. Eine etwas detailliertere Beschreibung des Anwendungszwecks findet sich in besagtem Blogartikel.

Da im Pocket Sky Atlas (Jumbo Edition) von Sky & Telescope’s keine Schablone beiliegt, es gibt nur einen Vordruck auf der Innenseite des Buchdeckels, erstellte ich mir selbst dieses Hilfsmittel.

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