Jupiter am 13.02.15 mit Teleskop, iPhone und Hyperion Clickstop Zoom Okular 8-24 mm

Nachdem ich am 1. Februar den Jupiter mit dem iPhone an einem 25 mm Plössl Okular fotografiert und gefilmt habe, machte ich am 13.02.15 weitere Aufnahmen mit dem neu erworbenen Hyperion Clickstop  Zoom Okular 8-24 mm. Da dieses Okular einen erheblichen Durchmesser hatt, konnte ich den Magnifi Adapter für die iPhonebefestigung am Okular nicht benutzen. Dafür habe ich mir den Smartphone Adapter Lens2Scope zugelegt, ich berichtete in diesem Blogartikel.

Während der Himmel zum Abend hin wegen Wolkenlosigkeit sehr vielversprechend aussah, war das Seeing später von meinem Standpunkt (Berlin Friedenau) dann doch nicht so gut. In Berlin hat man sowieso mit großer Lichtverschmutzung zu tun. Die Grenzgrößen, die ich bei meinen Beobachtungen hatte, liegen zwischen 4,2 bis max. 5,0 Magnituden. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich an diesem Abend die Grenzgröße für das bloße Auge nicht erfasst habe. Aber vom Gefühl her würde ich sagen, dass sie am unteren Ende bei etwas über 4 Magnituden lag. Es waren bis kurz nach Mitternacht nämlich nicht so viele Sterne wie ich gewohnt war zu sehen.

Aus diesem Grund sind die resultierenden Aufnahme vom Jupiter auch nicht so gut, wie sie hätten sein können. Insgesamt habe ich fünf Filme aufgenommen, von denen ich drei für das Stacken der Einzelbilder nutzte. Alle Filme sind mit 8mm Brennweite aufgenommen und haben eine Länge von ca. 30 Sekunden. Das ist bei meinem Celestron Nexstar 8 SE eine Vergrößerung von 254-fach.

Jupiter bei 254-facher Vergrößerung ohne Digitalzoom des iPhones

Nach dem Stacken mit der Software Autostakkert (siehe „Mein Equipment“ unten) erfolgte noch eine manuelle Bearbeitung der Bilder in Photoshop. Neben direkter Einstellung der Helligkeit und des Kontrasts habe ich noch die Gradationskurven angepasst.

 

Jupiter am 13.02.15 - 245-fache Vergrößerung
Jupiter am 13.02.15 – 245-fache Vergrößerung

Die wesentlichen Wolkenstrukturen sind hier zu erkennen. Die bräunliche Färbung habe ich durch die Photoshop Anpassung des Kontrasts und der Gradationskurven hinbekommen. Da ist aber viel eigenes ästhetisches Empfinden und eine Vorstellung aufgrund anderer Fotos vom Jupiter im Spiel. Der Jupiter wirkt in den Filmaufnahmen recht blass, undeutlich und sehr verrauscht. Hier einer der von mir aufgenommenen Filme auf YouTube:

 

Jupiter bei 254-facher Vergrößerung und 6-fachem Digitalzoom des iPhones

Um dem Vergrößerungswahn einen drauf zu setzen habe ich zusätzlich mit der ProCamera App des iPhones den digitalen Zoom auf 6-fach eingestellt. Natürlich ist hier die Lichtausbeute sehr schlecht. Außerdem sind die Originalbilder des Videofilms noch mehr verrauscht. Und im resultierenden gestackten Bild wirkt der Jupiter noch verwaschener. Auch hier habe ich eine Anpassung von Kontrast, Helligkeit und Gradationskurven in Photoshop vorgenommen.

Zum Vergleich habe ich die Größenverhältnisse der nachstehenden Fotos zum obigen Jupiterbild belassen:

Jupiter am 13.02.15: 254-fache Vergrößerung und 6-fach Digitalzoom iPhone 5S (ProCamera)
Jupiter am 13.02.15: 254-fache Vergrößerung und 6-fach Digitalzoom iPhone 5S (ProCamera)

 

Jupiter am 13.02.15: 254-fache Vergrößerung und 6-fach Digitalzoom iPhone 5S (ProCamera)
Jupiter am 13.02.15: 254-fache Vergrößerung und 6-fach Digitalzoom iPhone 5S (ProCamera)

Mein Equipment

  • Teleskop Celestron NexStar SE8
  • iPhone 5S, Kamera App „ProCamera 8 (v6.1), am Adapter Lens2Scope
  • Hyperion Clickstop Zoom Okular 8-24mm
  • iPhone ist direkt vor dem Okular angebracht. Keine Verwendung einer Barlowlinse
  • iPad zur Steuerung des Teleskops.

Als Stacking Software zur Verbesserung des Jupiter Bilds habe ich diesmal Autostakkert 2.5 verwendet. Im Gegensatz zu meinen vorangegangenen Jupiter- und Mondbildern habe ich es zwar geschafft, dass Autostakkert meine erstellten AVI-Filme erkennt (Installation von ffmpeg). Er bricht beim Einlesen der Filme aber mit einer Meldung „…Huge Filesize …“ ab, obwohl es jeweils nur 30 Sekunden sind. Daher habe ich die Filme vorher mittels GraphicConverter (Mac) in Einzelbilder umgewandelt. Diese wurden nach der Installation von ffmpeg in der Version 2.5 dann schließlich auch erkannt, was vorher bei mir nicht klappte.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s