Beobachtungsabend 15.10.17 – Jungfernbeobachtung mit Teleskop-Akku

Der wolkenlose Himmel des schönen Herbsttags setzte sich am Abend und in der Nacht fort. Daher nutzte ich die Gelegenheit, mein Teleskop aufzubauen. Heute sollte auch der neue Teleskop-Akku zu Einsatz kommen, den ich mir vor kurzem gekauft habe. Damit soll das nervige Verlegen der Steckerleisten aus dem Wohnzimmer heraus auf die Terrasse entfallen. Außerdem stellen die auf dem Boden liegenden Kabel außerdem Stolperfallen dar.

Folgende Objekte habe ich beobachtet:

  • Doppelsternhaufen NGC 884 & 869
  • Kugelsternhaufen M15
  • Ein kurzer Blick auf die Planeten Uranus und Neptun
  • Andromedagalaxie (M31)
  • Besuch bei den Plejaden

Viel ist es nicht geworden. Ich hatte mir gerade beim Doppelsternhaufen viel Zeit mit der Beobachtung gelassen. Hier hatte ich dann auch versucht, meine Beobachtung ein bisschen zu zeichnen. Außerdem verschwendete ich anfangs viel Zeit mit dem Alignment des Teleskops. Die Steuerung war nämlich der Meinung, die ersten drei Versuche mit dem Fehler „Mismatch“ zu kommentieren. Erst die vierte Sternauswahl wurde mit einem OK quittiert. Die Ausrichtung schien mir heute aber sehr gelungen zu sein. Selbst mit einem 10mm Okular (ca. 203-fache Vergrößerung) gelang es der GoTo Steuerung, das angesteuerte Objekt fast zentral in das Sichtfeld zu bringen.

Zum Abschluss des Beobachtungsprotokolls gehe ich dann noch ein bisschen auf die verwendeten Hilfsmittel ein (Akku, iPad als Notizbuch und Zeichenbrett).

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Beobachtungsabend 29.09.17 – Mondfotografie

Mit dem Sonnenuntergang sah das Wetter mit seinem klaren Himmel noch verheißungsvoll aus, wenn sich auch horizontnahe Wolken zeigten:

Ausblick von der Terrasse bei Sonnenuntergang mit dem Mond am Himmel (29.09.17)
Ausblick von der Terrasse in Richtung Westen bei Sonnenuntergang (29.09.17)

Leider verschlechterten sich die Bedingungen. Es kam recht starker Wind auf, so dass ich leider oft ein unruhiges Bild im Okular hatte bzw. die Videos vom Mond verwackelten. Außerdem wurde es streckenweise sehr diesig, so dass der Mond im einem Halo leuchtete. Dennoch hielt ich durch und wurde mit recht guten Bildern belohnt. Leider erreichte ich mein Ziel leider nicht, ein Mosaikbild vom Mond aus von Videos nachbearbeiteten Bildern zu erstellen. Doch davon gleich mehr.

Infos zum Mond:

  • Mondalter: 9,5 Tage
  • Beleuchtet: 66%

Verwendetes Equipment:

  • Teleskop: Celestron NexStar 8
  • Kamera: iPhone 6 S Plus, Apple Kamera App
  • Verwendetes Okular wird beim Bild angegeben

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ISS Überflug am 04.06.17 – Berlin

In diesen Tagen lässt sich die Internationale Raumstation (ISS) wieder über Berlin beobachten. Sie erreicht dabei die Helligkeit des Jupiter, der schon in der Abenddämmerung sichtbar ist.

Erste Sichtbarkeit war um ca. 21:57 Uhr. Die Aufnahme erfolgte mit einer Olympus M10 im Live Composite Modus mit 2 Sekunden Belichtungszeit:

ISS Überflug über Berlin am 02.06.17 um 21:57 Uhr

Zweite Sichtbarkeit erfolgte um ca. 23:34 Uhr. Auch hier erfolgte die Aufnahme mit Olympus M10 im Live Composite Modus, allerdings mit 15 Sekunden Belichtungszeit. Im Gegensatz zum vorigen Überflug endet die Sichtbarkeit der Raumstation schon vor der Mitte des Bildes:

ISS Überflug über Berlin am 02.06.17 um 23:37 Uhr

Beobachtungsabend 02.06.17 – Mond, ISS, Jupiter, Saturn

Nach 4-monatiger Abstinenz bei der praktische Hobbyastronomie habe ich mein Teleskop wieder auf unsere Terrasse gestellt. Trotz kurzer Sommernacht lohnte sich der Blick an den Himmel: Der Mond hatte sein erstes Viertel vollendet, die ISS war noch vor Mitternacht zwei Mal am Berliner Himmel zu sehen und sowohl Jupiter und Saturn stehen derzeit prominent am Himmel. Und für den gesamten Tag incl. Abend und Nacht wurde ein klarer Himmel vorhergesagt.

Verwendetes Material:

  • Teleskop Celestron NexStar 8 (2032 mm Brennweite)
  • Zenitspiegel, so dass „rechts“ und „links“ beim Anblick durch das Okular vertauscht sind.
  • Okular Baader Hyperion 36 mm (72° Eigengesichtsfeld)
  • Okular Baader Hyperion 24 mm (69° Eigengesichtsfeld)
  • Okular Baader Hyperion 5 mm (69° Eigengesichtsfeld)
  • iPhone 6S Plus, Kamera App „ProCamera“, Fotos und Videos
  • TS Optics Smartphone Adapter mit direktem Anschrauben an Okular

Trails von der Internationalen Raumstation ISS

Die ISS sollte sich an diesem Abend zweimal zeigen. Der zweite Überflug war richtig lange sichtbar, was sich auch an den längeren Strichspuren von Mond, Jupiter, Spica und Arkturus bemerkbar machte:

ISS Überflug am 02.06.17, ca. 22:10 Uhr
ISS Überflug am 02.06.17, ca. 23:41 Uhr

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Es ist wieder ISS Saison

Nach längerer Abstinenz kann man die ISS wieder von Berlin aus bewundern. Gestern und heute war sie in den frühen Abendstunden zu sehen.

Da ich gestern (09.02.17) allerdings erst spät von der Arbeit kam, stand mir für die Fotografien nur das iPhone zur Verfügung. Neben Einzelaufnahmen wie dieser

iss-iphone-am-09-02-17
ISS – iPhone am 09.02.17

versuchte ich zum Spaß dann auch mal eine Serienaufnahme des iPhones als ISS-Trail Foto darzustellen. Ich kann da nur sagen: da hat bei der Steuerungskontrolle wohl jemand zu tief in die Flasche geschaut 😀:

iss-trail-mit-smartphone
ISS-Trail Foto mit dem iPhone am 09.02.17

Heute war ich hingegen schon zu Hause. Allerdings war es noch recht hell. Die Fotos wurden mit einer Belichtungszeit von 1/8 Sekunde aufgenommen. Die Serienbildfunktion des Fotoapparats ließ als kürzeste Pause zwischen den Serienfotos nur 1 Sekunde zu. Da die ISS sich ziemlich schnell über den Himmel bewegte, kam leider keine durchgängige Strichspur heraus:

iss-trail-10-02-2017
ISS-Trail am 10.02.17 – Venus befindet sich mittig auf der rechten Seite.

Abschließend sei noch ein iPhone-Panoramafoto mit der ISS auf der rechten und der Venus auf der linken Seite:

venus-und-iss-iphone-panoramafoto-10-02-17
Venus und ISS – iPhone Panoramafoto am 10.02.17

Übrigens:

Die Überflugzeiten lassen sich z.B. auf der Webseite Calsky.com anzeigen. Diese sind recht zuverlässig. Das Problem mit zumindest längerfristigen Vorhersagen ist, dass die ISS von Zeit zu Zeit ihre Bahn ändern muss. Ein Grund hierfür ist der sogenannte Weltraumschrott, dem sie dann ausweichen muss. Calsky hat eigentlich oft die genauen Bahndaten für, um kurzfristig die entsprechenden Zeiten darzustellen.