ISS Überflug am 04.06.17 – Berlin

In diesen Tagen lässt sich die Internationale Raumstation (ISS) wieder über Berlin beobachten. Sie erreicht dabei die Helligkeit des Jupiter, der schon in der Abenddämmerung sichtbar ist.

Erste Sichtbarkeit war um ca. 21:57 Uhr. Die Aufnahme erfolgte mit einer Olympus M10 im Live Composite Modus mit 2 Sekunden Belichtungszeit:

ISS Überflug über Berlin am 02.06.17 um 21:57 Uhr

Zweite Sichtbarkeit erfolgte um ca. 23:34 Uhr. Auch hier erfolgte die Aufnahme mit Olympus M10 im Live Composite Modus, allerdings mit 15 Sekunden Belichtungszeit. Im Gegensatz zum vorigen Überflug endet die Sichtbarkeit der Raumstation schon vor der Mitte des Bildes:

ISS Überflug über Berlin am 02.06.17 um 23:37 Uhr

Beobachtungsabend 02.06.17 – Mond, ISS, Jupiter, Saturn

Nach 4-monatiger Abstinenz bei der praktische Hobbyastronomie habe ich mein Teleskop wieder auf unsere Terrasse gestellt. Trotz kurzer Sommernacht lohnte sich der Blick an den Himmel: Der Mond hatte sein erstes Viertel vollendet, die ISS war noch vor Mitternacht zwei Mal am Berliner Himmel zu sehen und sowohl Jupiter und Saturn stehen derzeit prominent am Himmel. Und für den gesamten Tag incl. Abend und Nacht wurde ein klarer Himmel vorhergesagt.

Verwendetes Material:

  • Teleskop Celestron NexStar 8 (2032 mm Brennweite)
  • Zenitspiegel, so dass „rechts“ und „links“ beim Anblick durch das Okular vertauscht sind.
  • Okular Baader Hyperion 36 mm (72° Eigengesichtsfeld)
  • Okular Baader Hyperion 24 mm (69° Eigengesichtsfeld)
  • Okular Baader Hyperion 5 mm (69° Eigengesichtsfeld)
  • iPhone 6S Plus, Kamera App „ProCamera“, Fotos und Videos
  • TS Optics Smartphone Adapter mit direktem Anschrauben an Okular

Trails von der Internationalen Raumstation ISS

Die ISS sollte sich an diesem Abend zweimal zeigen. Der zweite Überflug war richtig lange sichtbar, was sich auch an den längeren Strichspuren von Mond, Jupiter, Spica und Arkturus bemerkbar machte:

ISS Überflug am 02.06.17, ca. 22:10 Uhr
ISS Überflug am 02.06.17, ca. 23:41 Uhr

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Es ist wieder ISS Saison

Nach längerer Abstinenz kann man die ISS wieder von Berlin aus bewundern. Gestern und heute war sie in den frühen Abendstunden zu sehen.

Da ich gestern (09.02.17) allerdings erst spät von der Arbeit kam, stand mir für die Fotografien nur das iPhone zur Verfügung. Neben Einzelaufnahmen wie dieser

iss-iphone-am-09-02-17
ISS – iPhone am 09.02.17

versuchte ich zum Spaß dann auch mal eine Serienaufnahme des iPhones als ISS-Trail Foto darzustellen. Ich kann da nur sagen: da hat bei der Steuerungskontrolle wohl jemand zu tief in die Flasche geschaut 😀:

iss-trail-mit-smartphone
ISS-Trail Foto mit dem iPhone am 09.02.17

Heute war ich hingegen schon zu Hause. Allerdings war es noch recht hell. Die Fotos wurden mit einer Belichtungszeit von 1/8 Sekunde aufgenommen. Die Serienbildfunktion des Fotoapparats ließ als kürzeste Pause zwischen den Serienfotos nur 1 Sekunde zu. Da die ISS sich ziemlich schnell über den Himmel bewegte, kam leider keine durchgängige Strichspur heraus:

iss-trail-10-02-2017
ISS-Trail am 10.02.17 – Venus befindet sich mittig auf der rechten Seite.

Abschließend sei noch ein iPhone-Panoramafoto mit der ISS auf der rechten und der Venus auf der linken Seite:

venus-und-iss-iphone-panoramafoto-10-02-17
Venus und ISS – iPhone Panoramafoto am 10.02.17

Übrigens:

Die Überflugzeiten lassen sich z.B. auf der Webseite Calsky.com anzeigen. Diese sind recht zuverlässig. Das Problem mit zumindest längerfristigen Vorhersagen ist, dass die ISS von Zeit zu Zeit ihre Bahn ändern muss. Ein Grund hierfür ist der sogenannte Weltraumschrott, dem sie dann ausweichen muss. Calsky hat eigentlich oft die genauen Bahndaten für, um kurzfristig die entsprechenden Zeiten darzustellen.

 

Beobachtungsabend am 27.01.17: Plejaden, M44 Beheeve Cluster, 55 Cancri, NGC 2392 Eskimonebel, Startrail

Beobachtungsstandort

  • Geografischer Ort: Berlin, Friedenau, Südterrasse im 6. Stockwerk
  • Höhe über Meer: ca. 50 Meter (34 Meter lt. Lexikon plus 6 Stockwerke)
  • Zeitbasis: MEZ (UT + 1 Std.)

Verwendetes Instrument, verwendete Optik

  • Instrumententyp: Schmidt- Cassegrain
  • Teleskop: Celestron NexStar SE 8
  • Instrumentendaten: Brennweite = 2032mm, Öffnung: 203 mm, f/x = 1/10
  • Sucherfernrohr: Skywatcher 9×50 Sucherfernrohr
  • Okulare:
    • Baader Hyperion 10mm (68°) = 203,2-fache Vergrößerung
    • Baader Hyperion Aspheric 36mm (72°) = 56,4-fache Vergrößerung
  • Filter:
    • Baader UHC-S Nebelfilter 2“, planoptisch poliert
  • Fotoapparat
    • iPhone 6S Plus, 128 GB / Fotoapp: ProCamera
    • Olympus M10 mit Olympus Body Cap Objektiv 9mm 1:8.0 fisheye schwarz

Beobachtungsbedingungen

Visuelle Grenzgröße

Der Himmel war wolkenfrei, aber natürlich wegen der Nähe zum Stadtzentrum von der Lichtverschmutzung betroffen. Die App Dark Sky Meter gab mir folgende Wert für die Helligkeit am Himmel (kurze Information zur App, siehe meinen Blogartikel https://vnawrath.blog/2016/12/31/beobachtungsabend-am-301216/):

22:30 Uhr = SQM 19,8 (5,96 m)

Als Referenz für die Grenzgröße der visuellen Sichtbarkeit nahm ich mir das Sternbild Krebs. Die Sterne sind nicht sehr lichtstark. Ich gehe von einer Grenzgröße von ca. 4,7 bis 4,8 aus. Der Stern Asellus Borealis (Gamma Cancri) mit der scheinbaren Leuchtstärke von +4,67 war nur mit sehr großer Mühe für mich sichtbar.

Insgesamt schienen mir am von Berlin erhellten Himmel diese Nacht weniger Sterne sichtbar als sonst. Es fiel auf, dass östlich vom Orion sehr wenig Sterne zu sehen waren. Man siehe das Startrail Bild, welches den Zeitraum von ca. 21.30 bis 01:18 umfasst:

Die Aufnahmedauer der Einzelaufnahmen beträgt 2 Sekunden bei ISO 1.600.

Grenzgröße Teleskop

Die Grenzgröße beim Teleskop schätze ich mit ca. 10,9 mag. ein. Später im Beobachtungsbericht mehr.

Beobachtungsbericht

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Astronomie ohne Teleskop am 02.01.17: Mondsichel zwischen Venus und Mars

Seit dem Silvesterabend lässt sich der Vorbeizug des Mondes an Venus und Mars am früh-abendlichen Himmel beobachten. Dazu muss es nicht einmal dunkel sein. Es fing am 30. Dezember mit einer sehr schmalen Mondsichel nach dem Neumond vor der Venus an. Meine Beobachtung vom 31.12.16 habe ich in diesem Blogartikel dokumentiert.

Heute war wieder ein freier Himmel, den ich ausnutzte. Der Mond nimmt weiter zu und befindet sich jetzt zwischen Venus und Mars:

bildschirmfoto-2017-01-02-um-21-59-23
Konstellation Mond zwischen Venus und Mars

Nachfolgend eines der ersten Fotos gegen 16:50 Uhr

Mond zwischen Venus und Mars über Wolken am 02.01.2017

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