Streiflichter: Womit man sich im ersten Jahr nach der Geburt seines Kindes herumschlagen muss

Rückblickend auf das erste Jahr unseres Sohnes muss ich sagen, dass einige Dinge, mit denen wir uns vorbereitend vor der Geburt auseinander gesetzt haben, überraschende Wendungen genommen haben.

Nehmen wir z.B. das Thema Stillen. Offiziell wird zum Stillen geraten, wenn die Mutter es kann. Ab dem 4. bis 6. Monat soll dann mit der Beikost begonnen werden und es wird ein Stillen bis zum 2. Geburtstag empfohlen. Womit wir nicht rechneten, waren etliche Reaktionen zu diesem Thema, die aus Ahnungslosigkeit bis hin zum Unverständnis resultierten. Z.T. blanker Hohn wurde uns entgegengebracht, wenn herauskam, dass unser Kind gestillt wurde. „Stillen nach dem 1. Lebensjahr ist Inzest“ ist ein Beispiel, welches von einem Arzt (!) kam. Aber auch Aussagen wie „Lasst das Kind doch nachts schreien“ waren keine Seltenheit.

Ein weiteres Beispiel für Überraschungen war die Ernährung der Mutter, wenn sie stillt. Eine Fraktion versuchte uns einzureden, dass man nichts essen sollte, was irgendwie sauer, scharf, gewürzt, gesalzen usw. ist. Das würde dauerhaft einen wunden Po bedeuten, da die Kindermilch diese „Würze“ weiterreicht. Die andere Fraktion redete uns ein, dass das alles Quatsch ist. Der Körper der Mutter filtert alles aus und die Muttermilch enthält nur die „ungefährlichen“ Stoffe. Tja, aus eigener Erfahrung kann man sagen, dass letztere Fraktion unrecht hat. In den ersten Monaten merkt man an der Windel bzw. dem Po schon, was die Mutter gegessen hat. Nur ist es nicht so schlimm, wie die erste Fraktion es dazustellen versucht. Das Kind und seine Verdauung muss lernen, damit umzugehen. In jedem Fall sollte sich die Mutter so ernähren, dass sie sich wohl fühlt und auch kräftigt. Denn das Stillen kostet auch viel Kraft.

Womit wir auch beim Thema Drei sind, die Windeln. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein wunder Po sehr oft die Windelsorte als Ursache hat, und nicht das Essen, welches die stillende Mutter zu sich nimmt. Man sollte einige Windelsorten durchprobieren. So kann man feststellen, welche am wenigsten bzw. gar keine Probleme mit wundem Po machen. Und zumindest bei uns sind es die vielbeworbenen Marken, die sich als schlecht herausgestellt haben. Vielmehr boten sich die No-Name Windeln von einigen Drogerien bzw. Lebensmittelläden als zu bevorzugende Alternativen an. Aufgrund der Pleite einer Drogeriekette ist das Angebot allerdings leider geschrumpft.

Die Suche nach einer Kita entwickelt sich zu einem Drama, zumindest hier in Berlin. Wenn man im Sommer 2011 (während der Schwangerschaft) Kitas mit der Ankündigung „Sie können sich schon für Plätze ab August 2013 bewerben“ sieht, glaubt man nicht mehr so sehr an die von den Politikern propagierte Wahlfreiheit. Dass das ganze kein Einzelfall ist, zeigt die Ankündigung im folgenden Jahr:

Außerdem werden in Berlin Kitaplätze nur jeweils zum 1. August angeboten. Nimmt man jetzt die 12 bzw. 14 Monate Elterngeld für die Elternzeit hinzu, müssen die Kinder im Prinzip am 31. Mai bzw. 31. Juli geboren werden. Ansonsten ist man gezwungen, weitere Elternzeit zu nehmen, die vom Staat nicht mehr unterstützt wird. Dies ist ein schönes Beispiel für die fehlende Abstimmung der einzelnen politischen Regelungen. Dazu kommt, dass Kitas Unterlagen verschlampen und sich an Bewerbungen nicht mehr erinnern. Bei manchen Kitas hat man den Eindruck, dass man kräftig schleimen oder sich um Elterndienste reißen muss, um überhaupt in die engere Auswahl zu kommen. Aber dies ist ein Thema, welches in einem gesonderten Blogartikel behandelt werden soll.

Abschließend noch das Wichtigste, die Ernährung der Babys bzw. Kinder. Die speziell angebotene Babynahrung, egal ob Gläschen, Knabberzeug usw., enthält oft viel zugesetzten Zucker. Ein Beispiel waren Tees von Hipp, siehe Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Aber auch, wenn auf der Packung steht, dass kein Zucker zugesetzt wurde, muss man aufpassen. Vielfach enthält das Produkt viel Fruchtsüße in verschiedenen Konstellationen. Finden sich in der Zutatenliste z.B. Apfel- bzw. Birnendicksaft, so kann man davon ausgehen, dass das Lebensmittel mit unnötig viel Zucker angereichert wurde. Das Ganze wird evtl. noch als Bio vermarktet. Daher hier der deutliche Hinweis:

Fruchtzucker ist genauso schädlich wie Industriezucker.

Fruchtzucker ist wie Industriezucker ein Risikofaktor für Karies, Übergewicht und Fettansammlung, Bluthochdruck und Diabetes. Leider fallen viele Menschen auf die Werbung rein, in der Fruchtzucker als natürlich empfohlen wird. Nur ist „natürlich“ nicht mit „gesund“ gleichzusetzen. Oder würde jemand von Ihnen die natürliche Radioaktivität als gesund empfinden? Dies soll kein Plädoyer generell gegen Zucker sein. Nein, es zeigt sich aber heutzutage, dass die Lebensmittelindustrie viele ihrer Nahrungsprodukte mit einem erheblichen Anteil an zusätzlichem Zucker versieht. Und das betrifft nicht nur Kinder, sondern die Nahrung für alle Menschen insgesamt.

Der Fachkräftemangel ist im Alltag schon deutlich zu spüren

Beispiel 1: Die Fußgängerampel

Eine Ampel für Fußgänger an der Schlossallee in Berlin Steglitz wurde umgestellt, dass sie nur noch auf Knopfdruck auf grün schaltet. Die Schlossallee hat einen Mittelstreifen, so dass es also 2 Ampelpaare zum überqueren gibt. Drücke ich nun den Knopf auf der einen Seite, wird erst das Ampelpaar auf der anderen Seite grün. An die Ingenieure: welchen Sinn soll dies haben?

Beispiel 2: Nachrichtenschreiber

In den ZDF Heute-Nachrichten gab es einen Beitrag über Internetsucht. Es wurde von Menschen gesprochen, die ständig online sein müssen. Dem Internet, speziell den sozialen Netzwerken, wurde ein größeres Suchtpotenzial zugesprochen als Alkohol, Nikotin und Heroin. Der Artikel schloss mit der Ansage:

„Diskutieren Sie zum Thema Internetsucht bei uns auf ZDF.de“

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Psychopathen an der Kasse

Man kann nicht einmal im beschaulichen Friedenau in Ruhe einkaufen gehen, ohne von rücksichtslosen Menschen belästigt zu werden.

Ich lege meine Waren auf das Band. Die Frau hinter mir ist der Meinung, dies auch zu machen, so dass mir kein Platz bleibt. Immerhin sind noch 3/4 meiner Waren  im Einkaufswagen. Meinen Hinweis, dass ich den Platz noch benötige, kontert sie mit „Ich kann die Waren nicht so lange tragen.“ Wohlgemerkt, es standen noch Dutzende von den Einkaufswagen bereit. Wie dumm ihre Antwort war, ist ihr scheinbar nicht klar geworden.

Nun, jedenfalls dauerte es jetzt erheblich länger, meine Waren auf das Laufband zu legen, da ich keinen Platz mehr hatte und darauf warten musste, dass die Kassiererin die Waren einscannte. Dadurch konnte ich die Zeit während des Einscannens nicht nutzen, um meine Einkäufe wieder in den Wagen zu nehmen.

Nun kommt der Clou: nach dem Bezahlen war ich noch mit dem Wegräumen beschäftigt. Da meint die Frau mir echt sagen zu müssen, dass ich zu lange brauche und ihr den Platz wegnehme.

Nach meiner Antwort, dass

  1. „Dass ich von ihr ja aufgehalten wurden, weil sie das Band blockierte.“
  2. „Mir ja keiner hilft, die Waren wegzuräumen.“ und
  3. „Dass ihre Anmache mein Einräumen wohl kaum beschleunigt.“

kam von ihr nur ein hilfloses „Tja“. Vielleicht ist ihr ja zu diesem Zeitpunkt doch bewusst geworden, wie lächerlich sie sich vor den Leuten gemacht hat.

Ich schaue mir ja keine sog. Reality Shows an. Nun treffe ich aber immer öfter im richtigen Leben auf solche verstörten Leute. Ich weiß nicht, ob ich dies mit Humor nehmen soll, weil ich solche Slapstick Szenen kostenfrei live präsentiert bekomme, oder ob ich mir Sorgen um die Zukunft der Gesellschaft zumindest in Berlin machen sollte.

 

Schießwütige Alienhasser in den Südstaaten

Ich lese derzeit einen Artikel über Ballon-Astronomie in der Zeitschrift „Sterne und Weltraum“, Ausgabe 09.2010.

Diese Form der Astronomie ist in den Mainstream Medien nicht sehr präsent. Sie liefert aber dennoch viele Erkenntnisse, die sonst nur mit Hilfe der teureren Raumfahrt möglich wären.

Ein Abschnitt hat mich sehr zum Schmunzeln gebracht. Es sind auch technische Verluste bei der Landung zu beklagen. Ich zitiere:

„Schwierig sind Landungen und Bergungen in den Südstaaten der USA. Auch Verluste sind zu beklagen, wenn der Fallschirm versagt oder Anwohner die landende Gondel mit Schusswaffen durchlöchern, um das Aussteigen der vermuteten außerirdischen Invasoren zu verhindern.“ (Seite 38)

Wer hat da noch Angst vor einer außerirdischen Eroberung? Zumindest wenn die Angreifer so dumm sind, als erstes in den USA zu landen. 😉

Jedenfalls lassen es solche Ereignisse doch plausibel erscheinen, dass der Roswell Vorfall eher irdische Ursachen hatte. Wenn noch heute in unserer technisierten Welt Ballons mit außerirdischen Fahrzeugen verwechselt werden, wie mag seinerzeit solch ein Gerät oder Flugkörper gewirkt haben?