Astronomie ohne Teleskop: Überblick zu Ereignissen in 2019

In Ergänzung meiner Rubrik Monatsvorschau Astronomie ohne Teleskop gebe ich mit diesem Artikel eine kurze Übersicht wesentlicher astronomischer Ereignisse im Jahr 2019. Bitte beachten Sie folgendes:

  • Es handelt sich hierbei um Ereignisse oder Konstellationen, die mit bloßem Auge oder maximal mit einem Fernglas beobachtet werden können.
  • Es werden nur Ereignisse angegeben, die von Deutschland aus zu sehen sind.
  • Eine wesentliche Motivation für diesen Artikel ist es, meinen astronomischen Twitterbot @RaspiVoNa mit Daten zu füttern, die über den jeweiligen kommenden Monat hinausgehen. Infos zum Twitterbot finden Sie hier.
  • Im Verlauf des Jahres werde ich die detaillierten Monatsvorschauartikel hier verlinken.
  • Es kann sein, dass dieser Artikel im Lauf des Jahres bzgl. noch ausstehender Ereignisse ergänzt und präzisiert wird.
  • Wenn nicht anderweitig angegeben, handelt es sich bei den Uhrzeiten um die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Gilt die Sommerzeit, MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit angegeben. Ich gehe nach aktuellem Stand (06.01.19) davon aus, dass die Sommerzeit nur vom 31.03.19 bis 27.10.19 gilt. Sollte tatsächlich noch der Beschluss gefasst werden, dass auch im Winter die Sommerzeit gelten soll – und die Sonne damit noch eine Stunde später aufgeht – passe ich die Uhrzeitangaben entsprechend an.

Eine abschließende Anmerkung: die illustrierten Sternhimmel und Planetenabbildungen habe ich mit dem Programm Sky Safari Pro erstellt

Direkte Links zu den Monaten

Januar 2019

Siehe die detaillierte Monatsvorschau auf meinem Blog.

Februar 2019

Siehe die detaillierte Monatsvorschau auf meinem Blog.

März 2019

Siehe die detaillierte Monatsvorschau auf meinem Blog.

April 2019

04.04.19, 10:50 Uhr (MESZ) – Neumond

13.04.19, Hesiodusstrahl – Mond

Dieses Ereignis gehört zu den sogenannten Lichtstrahleffekten, welche zu bestimmten Mondaltern auftreten. Beim Hesiodusstrahl scheint die Sonne in spitzem Winkel durch eine Lücke im Ringwall vom Hesioduskrater. Die Lücke befindet sich auf der östlichen Seite des Kraters und stellt den Durchgang zum benachbarten Krater Pitatus dar. Siehe z.B. meinen Beobachtungsbericht vom 17.03.16.

 

19.04.19, 13:12 Uhr (MESZ) – Vollmond

Vollmond

 

26.04.19, Mars beim Kugelsternhaufenkomplex NGC 1746, NGC 1750, NGC 1758

Am frühen Abend kurz nach Sonnenuntergang bietet sich für Fernglasbeobachter die Gelegenheit, den Mars bei / in den Sternhaufen NGC 1746, BGC 1750 und NGC 1758 betrachten. Teleskopbenutzer achten hier auf eine geringe Vergrößerung.

 

Mai 2019

05.05.19, 00:46 Uhr (MESZ) – Neumond

Neumond

14.05.19, 19:00 Uhr bis 15.05.19, 4:30 Uhr (MESZ) – Goldener Henkel

Am Abend des 14. Mai bis zum darauf folgenden Morgen lässt sich der Lichtstrahleffekt Goldener Henkel beobachten. Bei diesem Ereignis sind die Juraberge bereits beleuchtet, während Sinus Iridum noch im Schatten liegt. Somit ergibt sich mit den beleuchteten Bergen der Eindruck eines Henkels von einer Tasse. Im Prinzip tritt der Goldene Henkel jeden Monat ca. 24 Stunden nach Sonnenaufgang über dem Krater Kopernikus auf. Das entspricht einem Mondalter von ca. 10 Tagen. Allerdings ist dieser Effekt nicht immer beobachtbar. Mal steht der Mond unter dem Horizont, mal steht er für uns nicht sichtbar am Tageshimmel. Zur Beobachtung reicht ein Fernglas.

 

18.05.19, 23:11 Uhr (MESZ) – Vollmond

Vollmond

23.05.19, 01:26 Uhr (MESZ) – Mond bei Saturn

In tiefer Nacht wird der Mond dem Saturn ganz nahe kommen. Zur Zeit der größten Annäherung stehen beide allerdings noch sehr tief kurz über dem Horizont. Der gemeinsame Anblick im Fernglas ist möglich (hier: 9-fache Vergrößerung bei 50 mm Objektivdurchmesser). Im Verlauf der zweiten Nachthälfte entfernen sich beide Himmelskörper wieder voneinander.

 

Juni 2019

03.06.19, 12:02 Uhr (MESZ) – Neumond

Neumond

08.06.18, abends und bis kurz nach Mitternacht – Mond bei Regulus

Am 8 Juni abends bis kurz nach Mitternacht ist der Mond nahe dem Stern Regulus im Sternbild Löwe zu sehen. Bei einigermaßen Vergrößerung reicht es für einen gemeinsamen Anblick im Fernglas. Nach Mitternacht gehen beide Himmelskörper dann unter.

 

10.06.19, 17:28 Uhr (MESZ) – Jupiter in Opposition

Der Jupiter steht am 10. Juni in Opposition. Somit kann er die ganze, wenn auch kurze Nacht beobachtet werden. Ob man daran aufgrund seiner niedrigen Position am Himmel seine Freude hat, darf bezweifelt werden. Die Beobachtung wird wegen der hohen Luftunruhe knapp über dem Horizont nicht einfach sein.

 

16.06.19, 21:32 Uhr (MESZ) – Mond bei Jupiter

An diesem Abend stattet der Mond dem Planeten Jupiter einen Besuch ab. Die Sonne geht im Hochsommer recht spät unter, heute gegen halb Zehn Uhr abends, zum Zeitpunkt des engsten Abstands von Mond und Jupiter. Da stehen beide noch recht tief über dem westlichen Horizont. während der Nacht

 

17.06.19, 10:31 Uhr (MESZ) – Vollmond

 

18.06.19, 19:58 Uhr (MESZ) – Merkur bei Mars

Zum Sonnenuntergang und kurz danach können der Merkur und Mars mit dem Fernglas ganz eng beieinander betrachtet werden. Auch Teleskopbeobachter werden in den Genuss kommen, wenn die Vergrößerung nicht zu hoch ist.

 

21.06.19, 17:54 Uhr (MESZ) – Astronomischer Sommeranfang, Sommersonnenwende

Die Sommersonnenwende findet prinzipiell an dem 20., 21. oder 22. Juni (nördliche Hemisphäre) statt. Die Sonne erreicht dann ihren mittäglichen Höchststand über dem Horizont. Wir haben den längsten Tag des Jahres. Das ist aber nicht gleichbedeutend damit, dass heute auch der früheste Sonnenauf- und späteste Sonnenuntergang stattfindet. Warum das so ist, wird u.a. hier erklärt.

Die Sommersonnenwende markiert den astronomischen Sommeranfang. Der Sommeranfang fällt also nicht auf den 1. Juni. Auf diesen Tag wurde der meteorologische Sommeranfang gelegt. Dieser hat aber keinen Bezug zur Erdbewegung um die Sonne und deren Einfluss auf die Jahreszeiten. Er ist wahrscheinlich nur aus Bequemlichkeit dorthin gelegt worden. Mit dem Ersten eines Monats rechnet es sich wohl besser!?

Nach der Sommersondenwende werden die Tage wieder kürzer. Dies geschieht in den ersten darauf folgenden Wochen eher unmerklich. In den Tagen vor und nach diesem Termin scheinen sich die Aufgangszeiten der Sonne praktisch gar nicht zu verändern. Man spricht daher auch vom Solstitium für die Sonnenwende. Dieses Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Stillstand der Sonne“.

Und es gibt auf dem Breitengrad von Berlin und weiter nördlich keine richtig dunkle Nacht mehr, da die Sonne nicht tief genug unter den Horizont kommt. Die sogenannte astronomische Dämmerung dauert die gesamte Nacht. Man unterscheidet hierbei zwischen den folgenden Dämmerungserscheinungen:

  • Bürgerliche Dämmerung: sie beginnt morgens und endet abends, wenn die Sonne 6° unter dem Horizont steht. Vorgänge in Freien sind dann ohne künstliche Beleuchtung nicht mehr genau zu verfolgen. Die hellsten Sterne können mit bloßen Auge gesehen werden.
  • Nautische Dämmerung: hier steht die Sonne zwischen 6° und 12° unter dem Horizont.
  • Astronomische Dämmerung: dies ist die Zeit, in der die Sonne zwischen 12° und 18°unter dem Horizont steht.

 

Juli 2019

02.07.19, 21:16 Uhr (MESZ) – Neumond

Neumond

09.07.19, abends – Saturn in Opposition

Der Saturn steht am 9. Juli in Opposition und ist daher die gesamte Nacht zu beobachten, so kurz sie auch derzeit ist. Allerdings steht er sehr niedrig. Damit werden Beobachtungen nicht gerade einfach, da die Luftunruhe höher ist.

Anblick um 23 Uhr:

 

16.07.19, Vollmond & Partielle Mondfinsternis

In der Nacht zum 17. Juli kommt es zum zweiten Mal zu einer Mondfinsternis im deutschen Sprachraum. Allerdings schafft es der Mond nicht komplett in den Kernschatten der Erde. Daher wird es auch nur eine partielle Mondfinsternis. Der Verlauf ist wie folgt:

  • 20:43 Uhr (MESZ): Eintritt in den Halbschatten
  • 22:01 Uhr (MESZ): Eintritt in den Kernschatten
  • 23:30 Uhr (MESZ): Maximum dieser Finsternis
  • 00:59 Uhr (MESZ): Austritt aus dem Kernschatten
  • 02:17 Uhr (MESZ): Austritt aus dem Halbschatten

 

August 2019

01.08.19, 05:12 Uhr (MESZ) – Neumond

Neumond

09.08.19, nachts – Mond bei Jupiter

In der Nacht vom 9. zum 10. August steht der Mond nahe Jupiter. Der engste Abstand wird um 00:15 Uhr am 10. August erreicht. Dann befinden sich beide Himmelsobjekte allerdings kurz vor ihrem Untergang. Mond und Jupiter stehen eng genug beieinander, um zusammen im Fernglas beobachtet zu werden.

 

11.08.19, 00:00 Uhr bis 02:00 Uhr (MESZ) – Goldener Henkel

In der Nacht vom 10. bis 11. August lässt sich der Lichtstrahleffekt Goldener Henkel beobachten. Bei diesem Ereignis sind die Juraberge bereits beleuchtet, während Sinus Iridum noch im Schatten liegt. Somit ergibt sich mit den beleuchteten Bergen der Eindruck eines Henkels von einer Tasse. Im Prinzip tritt der Goldene Henkel jeden Monat ca. 24 Stunden nach Sonnenaufgang über dem Krater Kopernikus auf. Das entspricht einem Mondalter von ca. 10 Tagen. Allerdings ist dieser Effekt nicht immer beobachtbar. Mal steht der Mond unter dem Horizont, mal steht er für uns nicht sichtbar am Tageshimmel. Zur Beobachtung reicht ein Fernglas.

 

12.08.19, nachts zum 13.08.19 – Maximum des Meteorstroms der Perseiden

Siehe 13.08.19.

 

13.08.19, 04:00 Uhr (MESZ) – Maximum des Meteorstroms der Perseiden

Der Perseiden Meteorstrom zeigt sich in der Zeit vom 17. Juli bis 24. August. Sein diesjähriges Maximum ist drei Tage vor dem Vollmond. Damit stört der Mond die Beobachtung des Maximums gewaltig. Ab 23 Uhr (MESZ) des 12. August lohnt sich die Beobachtung der Perseiden in der Hinsicht, als dass sie hoch stehen und somit alle Meteore theoretisch zu sehen wären, wenn der Mond nicht stören würde. Außerdem ist Himmel in der Mitte der Nacht auch derjenige, der in Bewegungsrichtung der Erde liegt. D.h. der Perseidenschwarm trifft auf den Nachthimmel der Erde wie Insekten auf die Windschutzscheibe auf eines Autos. Auch in den Tagen davor und danach sind nach Mitternacht meist viele Perseiden-Schnuppen zu sehen.

Wie bei jedem anderen Meteorstrom auch sollte man bei der Beobachtung der Perseiden eine möglichst dunkle Umgebung aufsuchen und vermeiden, direkt auf die Position des Radianten zu schauen. Stattdessen sollte die Blickrichtung 20 bis 40° abseits des Radianten liegen, da die Schnuppen mit zunehmender Nähe zum Radianten immer kürzer werden.

Außerdem sollte man den Mond aus dem Gesichtsfeld verbannen. Ideal schirmt ein Gebäude, ein Wald oder sogar ein Sonnenschirm dieses helle Himmelsobjekt ab. Ansonsten kann es passieren, dass der Beobachter viele Meteore nicht sieht.

Perseiden Radiant um 4 Uhr morgens (auch gültig für 2019)

16.08.19, 14:29 Uhr (MESZ) – Vollmond

Vollmond

 

24.08.18, 02:00 – 06:00 Uhr (MESZ) – Mond durchquert die Hyaden

Am Morgen des 24. August passiert dier zu 39% beleuchtete Mond den offenen Sternhaufen der Hyaden. Die Hyaden können mit bloßem Auge gesehen werden, wenn der Himmel nicht zu sehr vom Licht verschmutzt wird. Aber auch im Fernglas wird es großartiger Anblick sein. In der Folge der Durchquerung wird es zu einigen Bedeckungen von Sternen kommen. Davon berichte ich dann in der detaillierten Monatsvorschau.

 

September 2019

08.09.19, 20:04 Uhr (MESZ) – Mond bei Saturn

Am 8. September können Mond und Saturn gemeinsam im Fernglas betrachtet werden (hier: 9-fache Vergrößerung, 50 mm Objektivdurchmesser).

 

09.09.19, 18:00 – 20:30 Uhr (MESZ) – Goldener Henkel

In den frühen Abendstunden des 9. September lässt sich der Lichtstrahleffekt Goldener Henkel beobachten. Bei diesem Ereignis sind die Juraberge bereits beleuchtet, während Sinus Iridum noch im Schatten liegt. Somit ergibt sich mit den beleuchteten Bergen der Eindruck eines Henkels von einer Tasse. Im Prinzip tritt der Goldene Henkel jeden Monat ca. 24 Stunden nach Sonnenaufgang über dem Krater Kopernikus auf. Das entspricht einem Mondalter von ca. 10 Tagen. Allerdings ist dieser Effekt nicht immer beobachtbar. Mal steht der Mond unter dem Horizont, mal steht er für uns nicht sichtbar am Tageshimmel. Zur Beobachtung reicht ein Fernglas.

 

14.09.19, 06:33 Uhr (MESZ) – Vollmond

Vollmond

 

23.09.19, 09:50 Uhr (MESZ) – Astronomischer Herbstanfang

Die Tag-und-Nacht-Gleiche findet zweimal im Jahr statt. Diejenige vom März markiert den kalendarischen Frühlingsanfang und die im September läutet den Herbst ein. Die Tag-und-Nacht-Gleiche wird auch Äquinoktium genannt. In der Astronomie handelt es sich um jenen Moment, zu dem die Sonne den Himmelsäquator im Frühlings- beziehungsweise im Herbstpunkt am Himmelsäquator passiert.

In diesem Zusammenhang sollte man sich nicht von Aussagen verwirren lassen, dass der Herbst am 1. September beginnt. Dies wird kalendarischer Herbstanfang genannt. Er ist willkürlich gewählt, da er keinen Bezug zu natürlichen bzw. himmelsmechanischen Ereignissen hat. Diesen hat nur der astronomische Herbstanfang.

 

28.09.19, 20:26 Uhr (MESZ) – Neumond

Neumond

Oktober 2019

03.10.19, 20:52 Uhr (MESZ) – Mond bei Jupiter

Am 3. Oktober befindet sich der Mond eng beim Jupiter. Diese Konstellation ist allerdings nur kurz zu sehen. Denn nur knapp drei Stunden nach Sonnenuntergang werden auch diese beiden Objekte unter dem Horizont verschwinden. Mond und Jupiter stehen so eng zusammen, dass sie bei niedriger Vergrößerung sogar gemeinsam im Teleskop gesehen werden können.

 

05.10.19, 22:36 Uhr (MESZ) – Mond bei Saturn

Am zweiten Tag nach seiner Begegnung mit dem Jupiter kommt der Mond sehr eng am Saturn vorbei. Allerdings ist die Begegnung nicht sehr lange gut zu sehen. Jupiter und Mond stehen dafür nach Sonnenuntergang zu tief. Kurz vor deren Untergang stehen sie sich so nahe, dass sogar dann ein gemeinsamer Anblick durch das Teleskop möglich ist.

 

08.10.19, 22:30 Uhr bis 09.10.19, 02:30 Uhr (MESZ) – Goldener Henkel

In den Nacht vom 8. zum 9. Oktober lässt sich der Lichtstrahleffekt Goldener Henkel beobachten. Bei diesem Ereignis sind die Juraberge bereits beleuchtet, während Sinus Iridum noch im Schatten liegt. Somit ergibt sich mit den beleuchteten Bergen der Eindruck eines Henkels von einer Tasse. Im Prinzip tritt der Goldene Henkel jeden Monat ca. 24 Stunden nach Sonnenaufgang über dem Krater Kopernikus auf. Das entspricht einem Mondalter von ca. 10 Tagen. Allerdings ist dieser Effekt nicht immer beobachtbar. Mal steht der Mond unter dem Horizont, mal steht er für uns nicht sichtbar am Tageshimmel. Zur Beobachtung reicht ein Fernglas.

 

13.10.19, 23:08 Uhr (MESZ) – Vollmond

Vollmond

 

17.10.19, 22:05 Uhr (MESZ) – Mond bei Aldebaran

An diesem Abend befindet sich der Mond wieder beim Stern Aldeberan im Sternbild Stier. Allerdings findet der Durchgang des Mondes durch die Hyaden noch vor dem Mondaufgang statt und ist daher vom deutschen Raum aus nicht zu verfolgen.

 

28.10.19, 04:38 Uhr – Neumond

Neumond

 

31.10.19, kurz nach Sonnenuntergang – Mond nahe Jupiter

Und wieder kommt der Mond als schmale Sichel dem Jupiter nahe, sehr nahe sogar. Am Tag um 15:37 Uhr erreichen beide ihre größte Annäherung von 0,1°. Aber auch noch kurz nach Sonnenuntergang stehen beide Objekte sehr eng zusammen.

 

November 2019

07.11.19, 15:30 Uhr bis 21:30 Uhr – Goldener Henkel – Mond

Der Lichtstrahleffekt Goldener Henkel beginnt heute schon tagsüber, kann aber noch am frühen Abend beobachtet werden. Bei diesem Ereignis sind die Juraberge bereits beleuchtet, während Sinus Iridum noch im Schatten liegt. Somit ergibt sich mit den beleuchteten Bergen der Eindruck eines Henkels von einer Tasse. Im Prinzip tritt der Goldene Henkel jeden Monat ca. 24 Stunden nach Sonnenaufgang über dem Krater Kopernikus auf. Das entspricht einem Mondalter von ca. 10 Tagen. Allerdings ist dieser Effekt nicht immer beobachtbar. Mal steht der Mond unter dem Horizont, mal steht er für uns nicht sichtbar am Tageshimmel. Zur Beobachtung reicht ein Fernglas.

 

11.11.19, 13:35 Uhr – Merkurtransit (nur mit Teleskop und zertifizierten Sonnenfilter zu beobachten)

Nach dem Transit vom Mai 2016 ist der Merkur wieder vor der Sonne zu sehen. Dieses Mal wird leider nur die erste Hälfte des Ereignisses zu sehen sein, da die Sonne dann untergehen wird:

  • 13:35 Uhr: Merkurscheibchen berührt den Sonnenrand
  • 13:37 Uhr: Merkur ist vollständig vor die Sonne getreten
  • 19:04 Uhr: Nach dem Sonnenuntergang in Deutschland tritt der Merkur ist der Merkur vollständig aus der Sonne ausgetreten.

 

12.11.19, 14:34 Uhr – Vollmond

Vollmond

 

13.11.19, abends und nachts – Mond bei den Hyaden

Siehe 14.11.19, Mond bei Aldebaran.

 

14.11.19, 5:39 Uhr – Mond bei Aldebaran

Vom gestrigen Abend bis heute morgen zieht der Mond durch den offenen Sternhaufen der Hyaden im Sternbild Stier. Er „trifft“ sie zwar nicht mittig, aber die Begegnung endet dann doch mit einem Vorbeizug am Stern Aldebaran, der im Fernglas betrachtet werden kann.

 

24.11.19, sichtbar kurz nach Sonnenuntergang – Venus bei Jupiter

Venus und Jupiter stehen heute ganz eng zusammen. Die größte Annäherung erfolgt allerdings schon tagsüber. Ab Sonnenuntergang kann diese Begegnung allerdings noch für kurze Zeit knapp über dem Horizont beobachtet werden.

 

26.11.19, 16:06 Uhr – Neumond

Neumond

Dezember 2019

05.12.19, Hesiodusstrahl – Mond

Dieses Ereignis gehört zu den sogenannten Lichtstrahleffekten, welche zu bestimmten Mondaltern auftreten. Beim Hesiodusstrahl scheint die Sonne in spitzem Winkel durch eine Lücke im Ringwall vom Hesioduskrater. Die Lücke befindet sich auf der östlichen Seite des Kraters und stellt den Durchgang zum benachbarten Krater Pitatus dar. Siehe z.B. meinen Beobachtungsbericht vom 17.03.16.

 

11.12.19, Venus bei Saturn

Venus und Saturn stehen heute ganz eng zusammen. Die größte Annäherung erfolgt allerdings schon tagsüber. Ab Sonnenuntergang kann diese Begegnung allerdings noch für kurze Zeit knapp über dem Horizont beobachtet werden. Neben einer gemeinsamen Betrachtung im Fernglas sollte es sogar noch für ein Teleskop reichen.

 

12,12,19, 06:12 – Vollmond

Vollmond

 

12.12.19, Maximum des Meteorstroms Geminiden (siehe 14.12.19)

13.12.19, Maximum des Meteorstroms Geminiden (siehe 14.12.19)

14.12.19, abends – Maximum des Meteorstroms Geminiden

Die Geminiden gelten als eine der schönsten Meteorströme. Ihr Maximum liegt in den Nächten vom 12. bis 14. Dezember. Allerdings wird dieses Jahr wohl jegliche Beobachtung durch den Mond, vor zwei Tagen war Vollmond ruiniert werden, da er außerdem nahe beim Radianten der Geminiden steht.

 

22.12.19, 05:19 Uhr – Astronomischer Winterbeginn, Wintersonnenwende

Der kürzeste Tag in 2018 fällt auf den 22.12., die Wintersonnenwende. Ab jetzt werden die Tage wieder länger – und ärgerlich für die Hobbyastronomen – die Nächte wieder kürzer. Die Wintersonnenwende markiert den astronomischen Beginn des Winters.

Doch diese Sonnenwende ist nicht immer am 22.12. Sie kann auch mal auf den 20.12. oder 22.12. fallen. Der Grund dafür liegt darin, dass das Sonnenjahr knapp sechs Stunden länger ist die 365 kalendarischen Tage. Damit verschiebt sich der Zeitpunkt der Wintersonnenwende jährlich um ungefähr sechs Stunden nach vorne. In einem Schaltjahr erfolgt ein Zeitsprung von ca. 18 Stunden zurück.

Übrigens:

Wer glaubt, dass der früheste Sonnenuntergang bzw. späteste Sonnenaufgang des Jahres mit der Wintersonnenwende zusammenfällt, irrt sich. Als Stichwort sei die Zeitgleichung genannt, welche die Abweichung der wahren zur mittleren Sonnenzeit beschreibt. Siehe hierzu die Erklärungen hier und im Artikel „Analemma“ von Florian Freistetter (Astrodicticum Simplex). Im letzteren Artikel werden die Zusammenhänge der Zeitgleichung detailliert dargestellt, insbesondere, wie sich diese künstlerisch als Analemma-Fotomontage der Sonne über das Jahr präsentieren.

Die Sonnenaufgangszeiten werden noch bis zum 1. Januar (08:19 Uhr) jeweils später als am Vortag erfolgen. Der früheste Sonnenuntergang des Jahres 2019 mit 16:18 Uhr war am 12. Dezember.

 

23.12.19, Mond bei Mars

Am Morgen des 23. September kann die schmale Mondsichel (zwei Tage vor Neumond) in der Nähe des Mars betrachtet werden. Man muss hierzu rund 2-3 Stunden vor dem Sonnenaufgang abpassen.

 

25.12.19, 06:13 Uhr – Neumond

Neumond

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