Deutsche Post lässt Sendungen zurückgehen (Teil 2)

Ich habe schon mehrfach (z.B. siehe hier) über die Unzuverlässigkeit der Deutschen Post geschrieben. Leider scheint es zum Normalfall zu werden, dass die Post zumindest Briefsendungen teilweise nicht mehr zustellt.

Am 1. Dezember bestellte ich ein Buch. Nach 4 Wochen fragte ich nach, wo das Buch bliebe. Der Versender antwortete, dass er das Buch am 27. Dezember mit dem Vermerk „Unbekannter Empfänger“ zurückerhalten hat. Das Buch wurde übrigens umgehend versandt. Nun frage ich mich, wieso der Zusteller ca. 3 Wochen mit dem Buch herumläuft.

Oder hat mich der Zusteller nicht angetroffen und hat das Buch in der zuständigen Postfiliale abgegeben? Das würde bedeuten, dass ich keine Benachrichtigung erhalten habe. Dann ist es klar, warum die Filiale die Sendung nach einiger Zeit zurückschickte. Es bleiben dann aber folgende Fragen:

  • Wieso habe ich keine Benachrichtigung erhalten? Meine Vermutung ist, dass der Zusteller nicht in das Haus kam, weil zu der Zeit keiner zu Hause war. In solchen Fällen wird die Benachrichtigung per Briefpost verschickt. Diese wurde ja z.T. schon als unzustellbar zurückgeschickt. Siehe Link oben.
  • Übrigens war ich im fraglichen Zeitraum zweimal bei der Post, um andere Sendungen abzuholen. Warum mir diese eine dann nicht mit übergeben wurde, bleibt wohl auch ein Geheimnis der Organisation in dieser Filiale.
  • Wenn die Sendung 3 Wochen in der Filiale gelagert wurde, warum wird als Grund der Rücksendung „Unbekannter Empfänger“ angegeben? Die Adresse wurde in diesem Fall doch gefunden.

Dieses Spiel wiederholte sich mit einer weiteren Buchsendung, die ich am 14. Dezember bestellt habe. Auch hier kam vom Verlag die Antwort, dass die Lieferung sofort erfolgte. Auch hier habe ich keine Benachrichtigung erhalten und die Sendung von der Filiale zurückgeschickt.

Auf meine letzte Beschwerde im August antwortete die Assistenz der Geschäftsleitung übrigens wie folgt:

Sehr geehrter …

Sie haben sich die Mühe gemacht, uns über Ihre Erfahrungen mit unserem Zustellservice zu in- formieren. Dafür danken wir Ihnen ganz herzlich.

Zu Recht erwarten Sie von uns, dass Ihre Post pünktlich und zuverlässig ankommt. Deshalb können wir Ihre Verärgerung darüber, dass Sendungen trotz korrekter Anschrift an die Absender zu- rückgesandt wurden, sehr gut verstehen. Für die Ihnen dadurch entstanden Unannehmlichkeiten bitten wir Sie mit den beiliegenden Sondermarken vielmals um Entschuldigung.

Selbstverständlich haben wir mit den verantwortlichen Briefträgern ein intensives Gespräch geführt und sie dabei mit deutlichen Worten dazu aufgefordert, noch gewissenhafter zu arbeiten und die vorliegenden Sendungen mit größter Sorgfalt und Zuverlässigkeit auszuliefern.

Sehr geehrter … , bitte glauben Sie uns, wir legen großen Wert darauf, dass Sie unseren Zustellservice in Zukunft wieder positiv beurteilen können. Wir sind sicher, unsere Mitarbeiter werden ihr Bestes geben.

Die Formulierung „Bitte glauben Sie uns, …“ klingt aus meiner Sicht schon ziemlich peinlich. Und leider hat es mit dem Vorsatz nicht geklappt. Immerhin passierte das alles vor dem sogenannten Winterchaos. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Post ihre Organisation derartig durch Sparmaßnahmen ruiniert hat, dass man Angst haben muss, dass auch sehr wichtige Anschreiben verloren gehen. Die Berliner S-Bahn und auch die Deutsche Bahn seien hier als prominente Beispiele verfehlter Geschäftspolitik genannt.

Ein Gedanke zu “Deutsche Post lässt Sendungen zurückgehen (Teil 2)

  1. Phaiger

    Ich bin momentan auch ziemlich sauer auf die Post.

    Ende November habe ich mich gefragt, wann denn endlich meine neue EC-Karte der Deutschen Bank ankommt, da die alte ja bald ungültig ist.

    Nachdem ich dann bei meiner Bank nachgefragt habe hieß es, die ging im März 2010 raus! Ahja, nagut, neue zuschicken lassen, die innerhalb von zwei Tagen kommen sollte. Fünf Tage später sollte die dazugehörige PIN kommen, die kam auch auch pünktlich, nur die EC-Karte kam nie.

    Also wieder ab zur Bank: Die EC-Karte kam als unzustellbar zurück. Da müssen wir Ihnen leider eine neue schicken.

    Jetzt haben wir es Januar und 4 (VIER) EC-Karten später stehe ich immernoch ohne Karte da. Im Oktober wurde mir auch schon Post an meine „neue“ Adresse von einer Firma nachgeschickt, weil sie angeblich unzustellbar war. Nun wohne ich hier aber schon ein paar Jahre und die nachgeschickte Post, die vorher unzustellbar war, ging an genau dieselbe Adresse zu der sie angeblich unzustellbar war.

    Für mich ist das schlimme daran, dass man einfach nicht weiß was man für wichtige Post verpasst, wenn die Deutsche Post so handelt. Wenn ich eine Firma wäre und an mich ein Brief zurückkommen würde, weil er unzustellbar war, dann würde ich den Brief nicht nochmal an dieselbe Adresse schicken, weil der Empfänger für meine Logik dort ja nicht mehr wohnen würde.

    Was mir auch merkwürdig vorkommt ist, dass wenn mir Post fehlt, in den anderen Briefkästen auch keinerlei Post zu sein scheint. (Ich wohne im Seitenflügel, die Briefkästen sind somit im Hinterhof)

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